Der Real existierende Feminismus

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Gefährliche Situation im mittleren Osten

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Europäische Union
und der
Real existierende Feminismus

Europa und zuvorderst dabei Deutschland
gleich einer Ouroboro,
immer wieder in den gleichen Kreislauf

Europas erneuter Aufbruch
in den Totalitarismus

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Auf der vierten Weltfrauenkonferenz der Vereinten Nationen vom September 1995 in Peking stand unter dem Motto Handeln für Gleichberechtigung, Entwicklung und Frieden. Insbesondere das kulturell und traditionell unterschiedlichen Verständnis von Frauenrechten wurde heftig und kontrovers diskutiert. Das Ergebnis der Diskussionen war ein Forderungskatalog, die so genannte Aktionsplattform, welche mithilfe von Nichtregierungsorganisationen ausgearbeitet und von 189 Staaten ratifiziert wurde. Darin verpflichteten sich die unterzeichnenden Staaten insbesondere, die Gleichstellung der Geschlechter in allen Bereichen der Gesellschaft (d. h. Politik, Wirtschaft und Gesellschaft) zu fördern, die Rechte der Frauen zu schützen, die Armut von Frauen zu bekämpfen, Gewalt gegen Frauen als Menschenrechtsverletzung zu verfolgen, und geschlechtsspezifische Unterschiede in der Gesundheitsversorgung und im Bildungssystem abzubauen.

Ohne auf Details einzugehen, kann man sagen, dass dieser Forderungskatolog in den meissten Staaten, so gut wie es geht, umgesetzt wird. So kann man zum Beispiel in Brasilien (ich wohne im Nordosten von Brasilien) sehen, dass in den letzten 10 Jahren, Frauen in vor allem akademischen Berufen, immer häufiger zu finden sind. Technikerinnen, Ärztinnen unsw. und in der Gerichtsbarkeit, also Richterinnen, Staatsanwaltinnen, Anwältinen sind kaum noch Männer anzutreffen. Auch tauchen zunehmend Handwerkerinnen auf dem Arbeitsmarkt auf. Dies ist auch nicht besonders verwunderlich, fehlen doch in Brasilien hunderttausende von qualifizierten Arbeitskräften in allen Bereichen der Marktwirtschaft. Allfällig behindernde Kinder, verbringen den Tag bei den Grosseltern, Tanten, Onkel etz., während Mutter und Vater arbeiten geht. Natürlich gibt es auch Tagesstätten, für solche die, die obengenannten Möglichkeiten nicht haben. Brasilianische Tagesstätten, sind grösstenteils kostenfrei. Das dürfte in anderen Schwellenstaaten kaum anders sein.

Mal abgesehen vom Rest der Menschenrechte, wird auch in islamischen Staaten, vor allem in den vom Westen verteufelten Schurkenstaaten, Syrien, Libien, Irak und Iran, die Rechte der Frau auf Bildung und berufliches vorwärtskommen vorangetrieben. Es gibt dort Technikerinnen, Ärztinnen, Anwältinnen und vieles mehr. Ach ja der Burka oder Schleier oder wie auch immer, ist vorallem ein durch die westliche Brille gesehenes Problem. Ich habe lange genug in islamischen Staaten gearbeitet, um zu wissen, dass viele Frauen diese Kleidungsstück nicht ungerne anlegen, schützt es sie doch vor den allzu geilen Blicken der Männer. Das Problem ist nicht das Kleidungsstück, sondern der Totalitarismus einiger dieser Staaten, werden doch auch Frauen die dies nicht wollen dazu gezwungen.

Aber genau hier, fällt die Doppelmoral der EU-Politik negativ auf. Durch das Gender Mainstreaming forciert, wurde fast in ganz Europa das „sich verschleiern“ und sogar das berühmte Kopftuch unter Strafe gestellt. Es droht Busse oder sogar Gefängniss bei Zuwiederhandlung. Ist dies nicht auch totalitär, werden doch islamische Frauen die einen Schleier, wieso auch immer tragen wollen, diskriminiert und mit Strafe bedroht. Diskriminiert wieso?…versuchen sie mal, dass gleiche mit der jüdischen oder katholischen Kopfbedeckung zu machen…. es sind eben nur die islamischen Frauen und somit sind diese Gesetze Diskriminationsgesetze. Übrigens, so ein „Gutmenschen-Spektakel“ wegen eines Schleiers oder Kopftuchs, findet man sonst auf der ganzen Welt nicht, ausser eben in totalitären islamischen Staaten und……!

In den meissten Staaten der Welt wird der feministische Forderungskatalog, von 1995 nicht politisiert und schon gar nicht ideologisiert. Dieser wird ganz einfach , je nach Kultur schneller oder langsamer umgesetzt. Keines dieser Länder riskiert seine sozialen Grundstrukturen, die Familie als kleinste soziale Zelle der Menschheit, bleibt unangetastet und wird sogar weitgehend geschützt, unterstützt und aufgewertet.

Gender Mainstreaming – grösstes Umerziehungsprogram der europäischen Bevölkerungen

Wenn sie jetzt bei diesem Titel denken, Quatsch, sowas gibts oder gab es nur in Nord-Korea, China oder Russland, Israel oder allenfalls einigen totalitären islamischen Staaten sind sie auf dem falschen Dampfer. Dies ist eine Umerziehung sprich Gehirnwäsche rein europäischer Art. Natürlich wird von den europäischen Mainstreams dieses Program als ein weltweites angepriesen, was ja auch stimmt, jedoch dabei bewusst verschwiegen, dass dieses Progamm fast überall pragmatisch gehandhabt wird und nicht wie in der EU rechtlich.
Dazu das Bundesministerium für Familie (….)und Jugend:
Die Novellierung der Gemeinsamen Geschäftsordnung der Bundesministerien durch Kabinettbeschluss vom 26. Juli 2000 ist ein weiterer Schritt zur Verankerung von Gender Mainstreaming. Der neue § 2 GGO stellt alle Ressorts der Bundesregierung vor die Aufgabe, den Gender-Mainstreaming-Ansatz bei allen politischen, normgebenden und verwaltenden Maßnahmen der Bundesregierung zu berücksichtigen.
Diese europarechtlichen und nationalen Regelungen bedeuten, dass Gleichstellungspolitik und Gender Mainstreaming rechtlich – und nicht nur politisch! – geboten sind. Das heißt, sie verlieren auch bei einem Wechsel an der Spitze von Verwaltung und Politik nicht ihre Gültigkeit.Man kriegt das schaudern, wenn man sich vorstellt, zu was diese schwammigen, zu allem möglichen auslegbaren Diskriminationsgesetze, von zukünftigen Regierungen missbraucht werden können.
http://www.gender-mainstreaming.net/gm/Hintergrund/vorgaben.html

Um was geht es bei diesem Program…?

Gender Mainstreaming beschreibt sich aus einer Anzahl nur schwer ins Deutsche übertragbarer Begriffe, gebettet in einen gesellschaftlichem Kontext, wie er wohl nur in der Klaustrophilie elfenbeinerner Studierzimmer vorm geistigen Auge entstehen kann. Genderismus ist aufgrund seines Mangels an Belegbarkeit bisher lediglich ein Glaubensbekenntnis.
Der Begriff dient dazu, die Geschlechtsrollen von Mann und Frau aufzulösen. Er unterstellt, daß jede sexuelle Orientierung gleichwertig ist und von der Gesellschaft akzeptiert werden muss. Die Gender-Ideologie hat sich hinter dem Rücken der Öffentlichkeit von der EU über die staatlichen Institutionen, die Universitäten und Ausbildungseinrichtungen bis an die Basis der Schulen und Kindergärten eingeschlichen. Sie zerstört das Wertefundament unserer Gesellschaft.

Letztlich geht es dabei nicht, was bis vor wenigen Jahren immer noch vorgeschobene Behauptung war, um mehr Gleichberechtigung von Mann und Frau, sondern um die faktische Gleichmachung von Mann und Frau in allen Lebensbereichen. im Rahmen des „girl´s days“ werden Mädchen krampfhaft Männerberufe schmackhaft gemacht, während männliche Heranwachsende ebenso krampfhaft für traditionelle Frauenberufe wie Kindergärtnerin oder Heilpädagogin geworben werden. Fruchtet das nichts, wird wahlweise das „Coming out“ als praktizierender Schwuler, Lesbe, oder Transsexueller gefördert.
Egal was auch immer, jedoch auf keinen Fall männlich oder weiblich. Das Geschlechterdual soll ausgelöscht werden, durch Umerziehung.

Sind Anleitungschriften des Bundesministerium für Familie (….)und Jugend für Eltern und Erzieher/innen zur sexuellen Stimulation von Kindern zwischen 1 und 3 Jahren und die Verführung der Kinder zwischen 3 und 9 Jahren und Jugendlichen innerhalb des Schulunterrichts zur Homosexualität und Bisexualität und Transsexualität überhaupt gesetzeskonform? Was hier geschieht, hat mit Freiheit, Toleranz und Antidiskriminierung gar nichts zu tun, sondern es handelt sich um staatlich organisierte Verführung von Kindern und Jugendlichen zur sexuellen Verwahrlosung.

Der Staat benützt den gesetzlichen Schulzwang um unsere Kinder zu manipulieren. Weil Eltern nicht nein, zu dieser vom Staate verordneten „Aufklärung..?“ unserer Kinder sagen können, ohne mit Busse und Beugungshaft bedroht zu werden, ist diese Zwangsaufklärung eindeutigerweise totalitär. Heute noch trifft dieser Totalitarismus, hauptsächlich kleinere Randgruppen der Gesellschaft wie Muslime oder strenggläubige Christen. Aber schon morgen, könnten weit grössere Gruppen ins Schussfeld der Gender Mainstreaming Clique geraten. Zum Beispiel wenn sie nicht bereit sind, ihre Kinder im Kindergarten mit Werbung bombardieren zu lassen oder nicht akzeptieren können und wollen, dass ihr kurz vor der Pupertät stehendes Kind, von einer Indentitätskriese in die andere taumelt, nur weil die „Ach-so-schlauen-Gender- Pseudopsychologinnen“ ihrem Kind eintrichtern, dass es weder männlich noch weiblich sei, sondern eben ein „Neutro“.
http://www.medrum.de/?q=content/stimmen-zur-erzwingungshaft
http://www.medrum.de/?q=content/gnadengesuch-von-11-kindern-fuer-ihre-mutter

Sind Mütter und Väter, mit der Beschlagnahmung unserer Kinder durch den Staat einverstanden? Halten wir es für angebracht, dass das „Gender-Komissariat“ die Erziehung unseres Nachwuchs, uns nun zur Gänze entreisst? Gewiss nicht, aber das grosse Schweigen liegt über dem Land – Merkmal eines prä-totalitären Zustandes der Gesellschaft.

In dieser Phase der Vorbereitung des Gender-Totalitarismus geht es nicht um die Unterdrückung und Ausbeutung der Menschen, sondern um das Gewähren grenzenloser Triebbefriedigung als Vehikel zu einem politischen Ziel. Diesen breiten Weg in die Diktatur hat schon Platon in „Der Staat“ beschrieben. Ein moralisch verwahrloster Mensch kann vom Staat, der ihn dazu verführt hat, später zu allem gebraucht und missbraucht werden. Gender Mainstreaming ist die Strategie der EU und der Einzelstaaten, Deutschland an vorderster Front, um genau dies, von Platon beschriebene, zu verwirklichen…….


Platon

Platon (latinisiert Plato; * 428/427 v. Chr. in Athen oder Aigina;
† 348/347 v. Chr. in Athen)
war ein antiker griechischer Philosoph

Buch 8, 1-4. Es wird eindrücklich dargestellt, wie ein System automatisch zum nächstfolgenden führt. Die vier entarteten Staatsformen die sich gleich einer Ouroboro im Kreise drehen, sind nach Platon:

Timokratie:Hier herrscht die Klasse der Wächter. Entsprechend ist der timokratische Mensch nicht von der Weisheit, sondern vom Ehrgeiz beherrscht.
Oligarchie: Diese wird von den Reichen beherrscht, weshalb sich der oligarchische Mensch primär dem Gelderwerb widmet.
Demokratie: Hier herrscht allgemeine Freiheit und „Erlaubnis hat jeder darin zu tun was er will“. Der entsprechende Mensch gibt allen Lüsten gleich leicht nach, da es für ihn keinen Unterschied zwischen ihnen gibt.
Tyrannei: Hier herrscht einer allein. Der zugehörige Mensch wird von seinen schlechten Trieben beherrscht.

Kommt ihnen diese Aufstellung und Reihenfolge bekannt vor!!! So in etwa haben wir dies doch seit 1939 bis heute erlebt. Nach Platon gibt es, verschiedene Mischformen zwischen Oligarchie und Demokratie. Und als letztes kommt die Tyrannei.
Buch 8, 1-4 :…. Anhang I …Anscheinend ist die heutige politische Situation nicht ganz so neu, wenn man schon vor 2300 Jahren über verplüfend ähnliches philosophiert hat.

In den Medien hört man nur das Gejammer über die Folgen: Die Leistungen der Kinder fallen ab, sie werden lernresistent, ständiger Krawall im Klassenzimmer und auf dem Pausenhof, Gewalt unter Schülern, Gewalt gegen Lehrer, sexuelle Gewalt unter Minderjährigen.
Die gesellschaftliche Zeitbombe: Zukunftsangst und Rollenunsicherheit bei der Jugend

Ohne es zu wissen, sind die Bevölkerungen der EU-Länder zum Versuchsobjekt eines gigantischen sozialtherapeutischen Experiments gemacht worden, an dessen Ende der gesichts-, geschlechts- und identitätslose Einheitsmensch stehen soll.

Wieso es in einer Gesellschaft wie der unseren, schon beinahe unwichtig geworden ist, durch was und wie unsere Kinder geprägt werden und welche Spur wir bei ihnen einst hinterlassen, erklärte wie wir soeben gesehen haben schon Platon vor über 2300 Jahren.
Wer einen Blick nach draussen tut, wer sich genauer anschaut, welche Prioritäten alleine noch gesetzt werden, ob es im Banken-, Wirtschafts-, Politik- oder Medienwesen ist, der kann sich nur schaudernd abwenden. Die Prämissen sind klar: Gewinnmaximierung und Kostensenkung. Alles andere ist unwichtig! Empfindungen, Gefühle und Menschlichkeit, gerade jene Themen, die jungen Leuten in erster Linie noch wichtig sind, kommen nicht mehr vor. Denn es steht ebenso fest, dass die derzeitigen Parteien jeglichen Spektrums einzig und allein die Erwerbstätigkeit der Frau und damit die Fremdbetreuung, also Kitas und Gesamtschulen, somit die Zerschlagung der Familien vorantreiben, den Zerfall der Gesellschaft also.
Und wer davor warnt und Vorsicht anmahnt, wird als veraltet und verstaubt diskriminiert, während weiterhin jene Gender-Psychopaten, gebetsmühlenartig die Mechanismen des Genderismuses als moderne Errungenschaft propagieren und mit aller Macht, leider heute schon nicht nur politischer sondern auch rechtlicher Macht durchgesetzt werden.

Letztendlich, davon bin ich überzeugt, werden die heute mit dem Gender-Unsinn „befreiten..?“ Frauen, die am meissten diskriminierten sein. Wohin mit der kaum anerzogenen MUTTERLIEBE, die durch dick und dünn zu ihren Kindern hält, wenn keine Kinder mehr da sind die man bemuttern kann, weil vom Staat beschlagnahmt um aus Müttern, Arbeiterinnen zu machen. Es ist kaum anzunehmen, dass alle „befreiten..?“ Frauen in akademischen und somit gutbezahlten Berufen unterkommen werden, wie sogerne und ausgiebig von der Gender-Clique propagiert. Die grosse Mehrheit, wird sich mit Fabrikarbeit und einigen handwerklicher Berufe begnügen müssen. Vom Geld, wird dann auch nicht mehr viel übrigbleiben, nachdem der Staat für seine Beschlagnahmung, auch noch bezahlt werden will.

Was, wenn etwa eine Frau wirklich aus freien Stücken eine etwaige Karriere opfert, weil sie spürt, dass sie Erfüllung in der Gründung einer Familie findet. Dann gilt sie bei den Gender-Psychopaten als Opfer der Geschlechterrollen, als jemand, der nicht weiss, dass er sich in vorgegebenen Rollen bewegt, die ein bloßes Konstrukt seien – als Frau, die den Mann als Ideal sieht und sich selbst als Komplementärwesen. Welche Anmassung und Demütigung gegen Frauen, welche die Gender-Politik nicht als die ihre ansehen. Wenn nun das „Gender-Kommisariat“ glaubt, es sei Aufgabe einer Gesellschaft, die „politische Verantwortung“ im Bereich des Privaten übernimmt, dem entgegenzuwirken, so werden für die betroffenen Frauen und Männer die GM-Gesetze totalitär.

Was ist mit den Millionen von Frauen und zunehmend auch Männer, die das erotische Kapital als Vehikel für’s Leben benützen? Die Bedeutung von erotischem Kapital in modernen Wohlstandsgesellschaften wächst, auf dem Arbeitsmarkt, in den Medien, in der Politik, Werbung, im Sport in der Kunst und in der Liebe. Ein Grossteil der populären Ratgeberliteratur widmet sich der Maximierung des erotischen Kapitals, um den eigenen Marktwert zu erhöhen und um sich in eine nettere, glücklichere, attraktivere und erfolgreichere Person zu verwandeln.

Werden alle weg-gegendert, und sowas nennt sich freiheitlich und demokratisch. Ich persönlich, sehe dies eher als totalitäre Gehirnwäsche, im Style des ehemaligen real existierenden Sozialismus.

Dass es auch anders gehen könnte mag nochmals Brasilien beweisen. Brasilien hat eine Kultur, die erotisches Kapital akzeptiert und honoriert. Die Brasilianer erachten die Investition in kosmetische Chirurgie als vollkommen rational in einer Gesellschaft, in der Aussehen und Sexappeal eine grosse gesellschaftliche Geltung besitzen. Am deutlichsten wird diese Auffassung der offen zur Schau gestellten Erotik, während des jährlichen Karnevals, an dem alle gesellschaftlichen Gruppen und Schichten beteiligt sind. Obwohl Heterosexualität in Brasilien kulturelle Norm ist und bleibt, stossen Homosexuelle, Bisexuelle und Transvestiten allesamt auf mehr Akzeptanz als in vielen anderen Staaten, und sie haben ihren speziellen Platz in den Samba-Paraden des Karnevals. Dies ist also auch möglich, ohne dass man am vertrauten sozialen Gerüsst rüttelt.

Bedenklich ist nicht die schon verückt zu nennende Gender Mainstreaming Ideologie, solche Bewegungen hat es in den Randgruppen der Gesellschaft schon immer gegeben.
Auch die Feministinnen gehören zu einer verschwindent kleinen Randgruppe, die sich mit Riesengeschrei immer wieder ins gesellschaftliche Scheinwerferlicht stellt. Aber nicht mal unter sich sind sich diese einig. Es gibt so in etwa drei Hauptrichtungen des feministischen Denkens;
eine Richtung stellt Männer als gewalttätige, sexuelle Ausbeuter von Frauen dar, eine andere Richtung sieht die Geschlechtlichkeit als Problem und will mit Gender-Konzepten das biologische (sex) und des soziale Geschlecht (gender) aufheben, bis es keine Gegensätze mehr gibt, die sich gegenseitig anziehen könnten. Eine dritte Denktradition wiederum hält Schönheit und Genuss für gefährliche Irrwege. Zwischen diesen drei Denkschulen finden Vorstellungen von weiblicher und männlicher Erotik, sowie Liebe und Vertrauen zwischen Frauen und Männern keinen Platz. Der feministische Blick ist offenbar derart getrübt, dass er nicht mehr in der Lage ist, Heterosexualität als Quell der Liebe, des Vergnügens, Genusses und nicht zuletzt, der weiblichen Macht über Männer zu sehen.

Bedenklich und verwunderlich wird es aber, wenn solche absonderliche Randgruppen-Ideologien in geltendes Recht umgewandelt werden, wie es zur Zeit in Europa geschied. Und hier sei nochmals darauf hingewiesen, dass solches nur in Europa passiert. In den meissten anderen Staaten wird, wird nicht die Gleichmachung von Mann und Frau angestrebt, sondern die Gleichberechtigung. Diese wird, sowie auch in Brasilien üblich, pragmatisch in die aktuelle Politik eingegliedert.

Für Europa muss man sich fragen, wo das Ende des politischen Handelns im Privatleben ist, wo die Grenze gezogen wird, ab der privates Handeln als solches respektiert wird und ab der dieses nicht als blosses Ergebnis geschichtlich vorgegebener, strukturell-festgefahrener Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten diskreditiert wird. Die Grenze, ab der ein gesellschaftlicher Gesamtzustand akzeptiert wird als Ergebnis freien Handelns und nicht als logische, zu bekämpfende Folge von geschichtlicher wie hierarchischer Vorbestimmtheit, der es entgegenzuwirken gilt?

Dass ganze scheint wie ein vorbereiteter Plan abzulaufen. Über die Globalisierung und Neoliberalismus in den siebziger Jahren (1970) wurden die Bedingungen geschaffen, dass heute fürs gewöhnliche Volk, ein Jobmangel herrscht und somit ein Konkurenzkampf unter den Arbeitenden ausgebrochen ist. In den neunziger Jahren (1990) wurden dann im Lichte des Neoliberalismus die Bankgesetze aufgelösst und die virituelle Staatsverschuldung erfunden. Das gewöhnliche Volk wurde auf Generationen hinaus zu Schuldsklaven gemacht. Mit Gender-Mainstreaming kommt jetzt die Krone des Ganzen. Das Volk soll in eine Art inteligentes jedoch idenditäts-und kulturloses Nutzvieh verwandelt werden. Für wen wohl..? Wer könnte von sowas profitieren..? Bleiben wir bei einem alten Sprichwort, dass sagt: An den Früchten werdet ihr sie erkennen.

Und wer erntet die Früchte–? ist ja logisch, es sind diese, die seit Beginn der Globalisierung bis heute immer reicher werden. Das Grosskapital eben.

Gleichberechtigung ist nur eine vorgeschobene Worthülse um ein politisches Ziel zu erreichen. Kann man ja schon daran sehen, wie in den letzten Jahren aus Gleichberechtigung, Gleichmachung wurde. Wenn wir nicht langsam Aufwachen, werden wahrscheinlich „unsere..?“ Enkel und Urenkel, die ersten neun Monate im Reagenzglas verbringen. Die Gender Mainstreamings-Psychopatinnen, sowieso nur eine kleine Randgruppe der Gesellschaft, wird bei dieser Gelegenheit gleich mit aufgeputzt.


Anhang I; Die vier entarteten Staatsformen

Direkt zur Demokratie, ohne die anderen drei Staatsformen

Platon

Der Staat (Politeia)
Achtes Buch (1)

Gut also! Über diese Punkte sind wir nun einverstanden, mein lieber Glaukon: erstlich in dem dereinst vollkommen einzurichtenden Staate sind gemeinschaftlich Frauen, Kinder und die ganze Erziehung; zweitens ebenso gemeinschaftlich ihre Beschäftigungen im Kriege wie im Frieden; drittens ihre Könige sind die, welche sowohl in der wahren Wissenschaft wie in dem praktischen Kriegswesen als die Besten geraten sind.
Ja, sagte er, darüber sind wir einverstanden.
Ferner auch über folgende Punkte haben wir uns verständigt: Wenn die Regenten einmal auf die erwähnte Weise eingesetzt sind, so nehmen sie die Krieger und verlegen sie in die vorhin beschriebenen Wohnungen, nämlich in solche, die für keinen etwas Eigenes haben, sondern allen gemeinschaftlich sind; und außer solchen Wohnungen sind wir auch hinsichtlich der Besitztümer, wenn du dich erinnerst, einig geworden, wie sie bei ihnen sein sollen. Ja, ich erinnere mich, sagte er, daß nach unserer Meinung keiner etwas von den Besitztümern haben solle, die heutzutage die übrige Welt hat: sondern sie sollten als kunstgerechte Kriegskämpfer und Staatswächter als Lohn für ihr Wachen jährlich die hierzu nötige Nahrung von den übrigen bekommen und für nichts weiter besorgt sein als für das Heil ihrer Seelen und für das des übrigen Staates. Richtig bemerkt, sagte ich; aber nachdem wir hierüber im reinen sind, wohlan, laß uns weiter erinnern, von wo aus wir von der Hauptaufgabe hierher abgeschweift sind, damit wir wieder auf demselben Wege weitergehen können! Das ist gar nicht schwer, erwiderte er: denn du tatest in deinem Vortrage etwa gerade wie jetzt, als hättest du die Darstellung des Staates vollendet, und du bemerktest, du hättest an dem so beschaffenen Staate, wie du ihn damals beschriebest, ein vollkommenes Ideal aufgestellt, und ebenso eines an dem jenem verwandten Individuum, obgleich du, wie die Folge gezeigt hat, einen noch vollkommeneren Staat und ein noch vollkommeneres Individuum hättest hinstellen können; und wenn dieses der wahre Staat sei, so seien im Gegensatze zu diesem nun die übrigen offenbar die verfehlten. Der übrigen Staatsverfassungen gebe es aber, soweit ich mich erinnere, nach deiner Ansicht vier Hauptarten, worüber es der Mühe wert wäre, einen Begriff zu haben und ihre Fehler zum Gegenstand einer wissenschaftlichen Betrachtung zu machen, und ebenso gebe es vier Hauptarten der jenen Verfassungen entsprechenden individuellen Menschencharaktere, und diese möchten wir sämtlich in der Absicht betrachten, damit wir, nach beiderseitigem Einverständnisse über den besten und schlechtesten Menschen, darauf die zweite Hauptuntersuchung anstellen, ob der beste der glücklichste und der schlechteste der elendeste sei, oder ob es sich anders verhalte. Und als ich darauf fragte, welche Verfassungen du unter jenen vier verfehlten verständest, in diesem Augenblicke unterbrachen dich Polemarchos und Adeimantos, und durch Wiederaufnahme ihrer Frage bist du nun hierher gekommen.
Vollkommen richtig, sprach ich, sind deine Erinnerungen!
So nimm denn nun abermals wie ein Fechter dieselbe Stellung und gib mir, wenn ich meine frühere Frage wiederhole, die Aufschlüsse, die du damals geben wolltest!
Ja, sagte er, wenn ich kann.
Ich bin auch, fuhr er fort, wirklich ohnehin begierig, zu hören, welche Verfassungen du unter jenen vier verfehlten verstanden haben wolltest. Auf diese Frage, erwiderte ich, sollst du unschwer die Antwort hören; denn es sind keine anderen, die ich darunter verstehe, als die, welche schon ihre bestimmten historischen Namen haben, nämlich: erstlich die von den meisten so gepriesene kretische und auch lakedaimonische zugleich; zweitens die auch dem Range nach als die zweite gerühmte sogenannte Oligarchie, eine mit den mannigfaltigsten Übeln beladene Verfassung; drittens die, obwohl jener schnurstracks entgegenstehende, jedoch unmittelbar aus ihr entspringende Demokratie; endlich die bekanntlich gar hübsche und von allen jenen verschiedene Tyrannis, die vierte und auch die letzte Krankheit eines Staates. Oder hast du noch eine bestimmte Anschauung von Verfassung, in der ein wesentlicher Begriff von Staat enthalten wäre? Denn Dynastien, käufliche Monarchien und dergleichen Verfassungen mehr, die liegen zwischen den genannten in der Mitte, und man kann sie in nicht geringerer Zahl bei den Barbaren wie bei den Hellenen finden.
Ja, freilich, sagte er, gar viele und sonderbare werden noch genannt.
Selbstverständlich gibt es nun, fuhr ich fort, eben notwendigerweise so viele Arten von Menschencharakteren als Arten von Verfassungen. Oder meinst du, aus Holz oder Stein bildeten sich die Verfassungen und nicht aus den Charakteren der Einwohner in den Staaten, je nachdem diese sich dahin oder dorthin neigen und alles übrige mit sich fortreißen?
Nein, sagte er, ich glaube es keineswegs, daß sie sich anderswoher als daraus bilden.
Nicht wahr, wenn es bei den Staaten fünf Arten gibt, so gibt es auch bei den menschlichen Individuen fünf Arten?
Allerdings.
Was also erstlich das dem besten Staate (der Aristokratie) entsprechende Individuum betrifft, so haben wir dieses bereits beschrieben, von dem wir mit Recht sagen, daß er der Gute und Gerechte ist.
Ja, das ist bereits beschrieben.
Nicht wahr, nach diesem müssen wir nun die ausgearteten charakterisieren, zuvörderst das kämpf- und ehrgeizige Individuum, das der lakedaimonischen Verfassung entspricht, hierauf das oligarchische, dann das demokratische, endlich das tyrannische Individuum, damit wir nach Anschauung des ungerechtesten Menschen ihn dem gerechtesten gegenüberstellen können, und damit also die Untersuchung unserer zweiten Hauptfrage: Wie doch die vollkommene Gerechtigkeit sich zur vollendeten Ungerechtigkeit in Absicht auf Glückseligkeit und Elend bei ihrem Inhaber verhalte? einmal zu Ende kommt, auf daß wir entweder nach der Lehre des Thrasymachos entweder den Weg der Ungerechtigkeit verfolgen, oder in dem jetzt hervortretenden Lichte unserer Beweisführung den der Gerechtigkeit.
Ja, sagte er, auf alle Weise muß so verfahren werden.
Wie wir nun angefangen haben, eher im Staate als im Individuum den moralischen Charakter zu studieren, weil er so deutlicher in die Augen springe, – müssen wir nun nicht auch so zuerst die ehrliebende Staatsverfassung (denn ich kenne keinen, anderen gangbaren. Namen, man müßte sie denn Timokratie oder Timarchie nennen), betrachten und das ihr ähnliche Individuum: zweitens die Oligarchie und den oligarchischen Menschen; dann drittens werden wir nach dem Anblick der Demokratie den demokratischen Menschen in Augenschein nehmen; und wenn wir viertens zum tyrannisch beherrschten Staate gekommen sind und ihn angeschaut haben, wollen wir dann nicht wieder auf die tyrannische Menschenseele sehen und mit besonderem Hinblicke auf diese hierauf dann versuchen, über die vorliegende Frage zu Gerichte zu sitzen?
Ja, ganz nach der vernünftigen Ordnung, sagte er, würde so unsere Betrachtung wie unser Richterspruch geschehen. Wohlan denn, fuhr ich fort, versuchen wir zu zeigen, aufweiche Weise eine Timokratie aus einem nach den moralisch besten Grundsätzen eingerichteten Vernunftstaate (Aristokratie) entstehen kann! Oder ist das einmal für allemal ohne Ausnahme als wahr anzunehmen, daß die Umwandlung eines jeden Staates von dem Teile ausgeht, der das Regiment in den Händen hat, dann nämlich, wenn unter diesem selbst Zwietracht entsteht; daß dagegen bei dessen Einmütigkeit, und wenn er auch sehr klein wäre, unmöglich eine Erschütterung entstehen könne?
Ja, freilich ist’s so.
Wie soll nun, sprach ich, mein lieber Glaukon, der Staat nur erschüttert werden, wie soll der Wehr- und Regentenstand gegen einander oder unter sich in Zwietracht geraten? Oder wollen wir, wie Homer, die Musen anrufen, uns anzusagen, wie zuerst Zwietracht hineingeraten, und wollen wir sagen, sie hätten mit uns wie mit Kindern auf eine rätselhafte Weise Scherz und Neckerei getrieben und, als gäben sie ernstliche Aufschlüsse, zu uns im erhabenen Stil der Tragödie gesprochen?
Wie?
Folgendermaßen etwa: „Schwer ist es allerdings, daß ein so aufgebauter Staat in Verfall gerät: allein da allem, was entstanden ist, ein Untergang bevorsteht, so kann auch nicht einmal ein solcher Bau auf alle Zeit Bestand haben, sondern er muß seine Auflösung erfahren. Die Auflösung aber ist folgende: Nicht nur für die in der Erde stehenden Pflanzen, sondern auch für die auf ihr lebenden Geschöpfe gibt es ein Wachsjahr und ein Mißjahr an Seele wie an Körpern, jedesmal nämlich, wenn bei einer jeden Gattung die Lebensperiode einen Kreisumschwung vollendet; bei kurzlebenden Wesen ist dieser kürzer, bei langlebenden länger. Obgleich nun diejenigen, die ihr zu Staatshäuptern erzogen habt, theoretisch wie praktisch weise sind, so werden sie aber dessenungeachtet die Momente der günstigen und ungünstigen Geburten durch theoretische Berechnung in Verbindung mit praktischer Wahrnehmung nicht immer treffen, sondern diese werden ihnen entgehen, und so werden sie einmal Kinder erzeugen, wenn sie nicht sollten. Für ein göttlich Erzeugtes gibt es aber einen Lebensumlauf, den eine vollkommene Zahl umfaßt; für das menschliche dagegen einen, den eine Zahl umfaßt, in der als dem kleinsten Nenner sowohl potenzierende als auch durch wechselseitige Multiplikation hervorgebrachte Vermehrungen mit drei Abständen und vier Gliedern alles ohne Bruch und unter gemeinschaftlichem Nenner stehend erscheinen lassen, mag man nun Ähnliches oder Unähnliches verbinden, multiplizieren oder dividieren. Das kleinste Verhältnis jener beiden menschlichen und göttlichen Zahlen ist 3:4; dieses mit 5 verbunden liefert zwei Proportionalzahlen, nachdem dreimal vermehrt worden ist: die eine, die gleiche, gleich vielmal genommen, nämlich hundert mit sich selbst multipliziert; die andere aber, die mit ersterer zwar gleiche Länge hat, aber oblong ist, bestehend erstlich aus der hundertfachen Quadratzahl einer der Diagonalen eines Quadrates, dessen Seite = 5 ist, welche Diagonale rational ist, wenn 1 subtrahiert wird, dagegen irrational, wenn 2 subtrahiert werden, wodurch beide irrational werden, – ferner bestehend aus dem hundertfachen Kubus von drei.. Diese gesamte geometrische Zahl ist hierüber nun entscheidend, nämlich in betreff der glücklichen oder unglücklichen Zeugung. Wenn nämlich eure Staatswächter diese Zahl nicht verstehen und zur Unzeit den Jünglingen Bräute zur Beiwohnung zugesellen, so wird es Kinder geben, die weder eine vorzüglich moralische Anlage noch ein guter Glücksstern zum Rechten leitet. Denn zuerst werden zwar die Wächter nur die verhältnismäßig besten von jenen Kindern an ihre Stelle setzen; aber diese werden doch, wenn sie bei ihrem Mangel an Seelenadel ihrerseits zu den Machtstellen ihrer Väter gelangt sind, anfangen, obwohl sie die Staatswächter sind, unsere Vorschriften zu vernachlässigen, indem sie zuerst die musische Bildung hintansetzen [, später dann auch die körperliche]. Und daraus werden dann Regenten aufkommen, die nicht besonders wachsam sind, wenn es gilt, die bei Hesiod sowohl wie auch in unserem Staate vorkommenden Geschlechter aus Gold, Silber, Erz und Eisen zu prüfen. Wenn aber Eisen mit Silber und Erz mit Gold vermischt wird, so entsteht dann eine Ungleichartigkeit der politischen Gesinnung und eine zu keiner Harmonie mehr zurückführbare Unordnung, und wo immer diese Übel sich einmal eingenistet haben, da erzeugen sie nach ihrem Emporkommen immer Krieg und Feindschaft. Solcher Abkunft muß man also immer politische Zwietracht erklären, wo auch immer sie emporkommen mag.“ Und daß diese Antwort richtig ist, sagte er, wollen wir bejahen.
Ja, meinte ich, das müssen wir notwendig; sie kommt ja von Musen.
Nun, was sagen denn die Musen weiter? fragte er.
„Ist einmal,“ fuhr ich fort, „bürgerliche Zwietracht da, so ziehen beide Teile jederseits nach entgegengesetzter Richtung: der eiserne und eherne nach Erwerb, nach Besitztum an Land, Haus, Gold und Silber; der goldne und silberne dagegen führen die Seelen zur Tugend und zur alten guten Staatseinrichtung, weil sie keine Armut empfinden, sondern von Geburt den größten Schatz in sich haben. Wenn es hierauf bei ihnen zu offenem Kampfe mit der Faust und zur gegenseitigen Parteiverfolgung kommt, so vergleichen sie sich dahin, daß sie erstlich Land und Behausung unter sich verteilen und als Eigentum besitzen, daß sie sodann diejenigen, die von ihnen früher als freie Leute, als Freunde und Ernährer behütet wurden, nunmehr nach geschehener Unterjochung als Dienstleute und Sklaven halten und selbst Kriegsführung sowie Bewachung jener Unterjochten besorgen.“ Ja, es leuchtet mir ein, sagte er, wie dieser entartende Übergang von da seinen Ursprung nimmt. Nicht wahr, sprach ich, diese hier in Rede stehende Verfassung wäre also ein gewisses Mittelding zwischen der moralisch besten (der Aristokratie) und der Oligarchie? Allerdings.
Ihr Übergang wird also auf die besagte Weise geschehen; nach geschehenem Übergange aber, wie wird da die charakteristische Eigenschaft ihrer Einrichtung sein? Oder ist in dieser Beziehung offenbar, daß sie in manchen Einrichtungen die vorhergehende Verfassung und in manchen die Oligarchie nachahmen wird, weil sie ja in der Mitte von beiden liegt; daß sie ferner dabei auch manches ihr ganz Eigentümliche haben wird?
Ja, offenbar, sagte er.
Darin einerseits, daß sie Ehrerbietung gegen die Regierenden vorschreibt; daß ihr Wehrstand des Ackerbaues, der Handwerke und jedes sonstigen Gewerbes sich enthält; daß sie gemeinschaftliche Speisung einrichtet; daß Leibesübung sowie der Kriegskampf ein Hauptgegenstand ihrer Sorgfalt sind: in allen diesen Stücken wird sie die vorige Verfassung nachahmen, nicht wahr?
Ja.
Daß sie aber Bedenken trägt, die mit Erfahrung verbundene Wissenschaft, die die wißbegierige Vernunft aus dem Erforschen der ewigen Weltgesetze gewinnt, zu den Staatsämtern zu befördern, weil sie solche Männer nicht mehr von reinem und echtem Golde besitzt, sondern nur mit einem Zusatz vom gemeinen Metall der Begierlichkeit, und daß sie daher ihre Hauptstütze mehr bei dem nur nach Ehre begierigen Mut und der damit noch verbundenen größeren Einfachheit sucht, obgleich die Männer der Art mehr zum Kriege als zum Frieden geboren sind; ferner daß sie Überlistung und Intrige in bezug auf den Krieg für Ehrendinge hält; daß sie ewig im Kriege lebt: solche und dergleichen Dinge mehr wird sie andrerseits als charakteristische Eigentümlichkeiten haben?
Ja.
Als dritte charakteristische Eigentümlichkeit, fuhr ich fort, wird sich bei solchen Staatsregenten heiße Geldgier einstellen, wie es in den Oligarchien der Fall ist: sie werden Gold und Silber leidenschaftlich im geheimen verehren, weil sie nunmehr eigene Schatzkammern und Geldkasten haben, wo sie es niederlegen und verbergen können, weil sie ferner Umzäunungen um ihre Wohnungen recht wie eigne Nester haben, in denen sie Weibern und andren Lieblingen zu Gefallen vielen Aufwand machen können.
Ja, sehr wahr, sagte er.
Daher werden sie denn auch sparsüchtig mit dem Gelde umgehen, weil sie viel darauf halten und nur im Verborgenen erwerben dürfen; werden dagegen aber auf Antrieb ihrer Begierlichkeit lieber mit fremdem Gute Aufwand machen und verstohlenerweise die Frucht der Lüste genießen, indem sie sich dabei vor dem Gesetze wie Buben vor ihrem Vater verstecken. Und dies geschieht aus keinem andern Grunde, als weil sie nicht mittelst wissenschaftlich belehrender Überzeugung, sondern mittelst äußeren Zwangs ihre Jugendbildung erhalten, weil sie die in dialektischer Methode und warmer Weisheitsliebe bestehende Wissenschaft vernachlässigt und mehr auf die Übung des Körpers als des Geistes gegeben haben. Das ist ja, sagte er, eine gar gemischte Verfassung aus Schlechtem und Gutem, von der du da sprichst!
Ja, sagte ich, freilich ist sie eine gemischte: ein Kennzeichen ist aber darin wegen der Oberhand des von uns genannten zornmütigen Seelenbestandteiles besonders hervorstechend, nämlich Streitlust und Ehrliebe.
Ja, meinte er, in hohem Grade.
Das wäre also nun, sprach ich weiter, die Entstehungsart und die charakteristische Eigenschaft dieser Verfassung, um hiervon in unserer Beschreibung nur einen Grundriß, kein vollkommen ausgemaltes Bild zu geben, da es uns ja auch genügt, nur in einem Grundrisse eine Anschauung vom gerechtesten und ungerechtesten Menschen zu gewinnen; auch wäre es ein ungeheuer weitläufiges Werk, wenn man alle möglichen Verfassungen und alle Charaktere ohne irgend eine Auslassung darstellen wollte.
Ja, richtig, erwiderte er.
Welches wäre nun das dieser Staatsverfassung entsprechende Individuum? Wie ist erstlich seine Entstehung, zweitens sein Charakter? Auf diese Frage antwortete Adeimantos: Ich meine, dieses Individuum käme ziemlich nahe diesem Glaukon da, wenigstens was die Streitlust anlangt.
Vielleicht, sagte ich, in dieser Beziehung; aber nicht in folgenden Stücken scheint es mir von Natur seiner Art zu sein…
In welchen denn?
Ein eingebildeter Trotzkopf, erwiderte ich, muß jenes Individuum sein, ein Feind des Wissens; er kann keine Liebe für die musischen Künste, kein Ohr für Belehrungen, keine Gewandtheit in der Redekunst haben. Ferner gegen Sklaven roh, ohne ein Feind von Sklaven zu sein, wie der vollkommen wissenschaftlich Gebildete; gegen freie Männer gar zahm; gegen die Regierenden gehorsamst untertänig; dabei herrsch- und ehrsüchtig; anspruchsvoll auf Herrschaft nicht wegen Beredsamkeit oder einer sonstigen geistigen Eigenschaft, sondern wegen seiner Kriegstaten und Kriegsfertigkeiten; ein Freund von Turnerei und Weidwerk.
Ja, sagte er, dieser Charakter hier entspricht jener timokratischen Staatsverfassung.
Nicht wahr, fuhr ich fort, Geld wird ein solcher während des Übermutes seiner Jugend verachten; aber je älter er wird, desto mehr wird er danach greifen, teils weil er etwas von dem Charakter des geldgierigen Menschen hat, teils weil sein Tugendstreben nicht aufs reinste Gold gerichtet ist, da er von dem besten Führer hierzu verlassen ist.
Von welchem denn? fragte Adeimantos.
Von jener Geisteskultur, antwortete ich, die besteht aus einer sorgfältigen Jugendvorbildung in den musischen Künsten in Verbindung mit einer gründlich wissenschaftlichen Hauptbildung; denn diese Geisteskultur, wenn sie bei einem einmal zur Reife gelangt ist, wird allein nur als Schutzgeist der Tugend bei ihrem Besitzer durch sein ganzes Leben wohnen.
Schön! sprach er.
Und das wäre denn erstlich, fuhr ich fort, der Charakter unseres timokratischen Junkers, das Abbild des Staates gleichen Namens.
Ja, allerdings.
Was nun zweitens, sprach ich weiter, seine Entstehung anlangt, so erfolgt diese etwa auf folgende Weise: Zuweilen gibt’s einen schon erwachsenen Sohn von einem in einem unvernünftig verwalteten Staate wohnenden braven Vater, der Ehren, Ämter, Rechtshändel und alle solche Liebhaberei an Geschäften des öffentlichen Lebens verabscheut und lieber vor anderen zurückstehen will, um in keine widerwärtigen Händel zu geraten.
Wie entsteht denn nun von solchem Vater ein timokratischer Sohn? fragte er.
Wenn er, antwortete ich, erstlich von seiner Mutter hört, wie sie sich darüber grämt, daß ihr Mann nicht unter den leitenden Beamten wäre, und daß sie darum unter den übrigen Frauen zurückstehe; dann, daß sie ihn gar nicht nach Geld und Gut trachten, ihn nicht Schneid und Zähne zeigen sehe in Gerichts- und Staatsdebatten; sondern in allen diesen Dingen bemerke sie an ihm eine unausstehliche Gleichgültigkeit; immer seien seine Gedanken mit seinem Innern beschäftigt, ihr dagegen bezeige er weder eine sonderliche Aufmerksamkeit noch auch gerade eine Mißachtung: über alle diese Wahrnehmungen müsse sie sich sehr grämen und könne es nicht über das Herz bringen, wie einen unmännlichen und gar fahrlässigen Vater er habe, und wie die übrigen Klagelieder alle lauten, welche die Weiber bei dergleichen Gelegenheiten anzustimmen pflegen.
Ja, sagte Adeimantos, gar viele und ihnen recht ähnliche!
Der zweite Entstehungsgrund nun, fuhr ich fort, liegt darin, daß bekanntlich auch die Hausgenossen in dem Hause solcher Leute (Sklaven, Diener), die nämlich, die es recht gut zu meinen glauben, manchmal hinter ihrem Rücken deren Söhnen Reden ähnlichen Inhaltes zuflüstern: Wenn sie nämlich einen bösen Schuldner sehen, dem der Vater nicht zu Leibe geht, oder einen in anderer Hinsicht ihm unrecht begegnenden Menschen, so reden sie dem Sohne zu, er möge, wenn er einmal ein Mann geworden, an allen solchen dafür Rache nehmen und sich mehr als Mann beweisen denn sein Vater. Und kommt ein Sohn aus dem Hause des Vaters, so hört und sieht er dergleichen noch mehr, daß die nur ihren nächsten Berufspflichten treuen Männer in der Stadt Einfaltspinsel heißen und in keinem besonderen Rufe stehen, während andrerseits die ihre nächsten Berufspflichten vernachlässigenden Rechtsverdreher und politischen Schreier Ehre und Lob einernten. Hört und sieht nun alles dergleichen der junge Mann, und hört und sieht er dann wiederum die Sprache und Lebensweise seines Vaters neben denen der übrigen Welt, so fühlt er sich von diesen beiden Seiten angezogen, indem sein Vater den vernünftigen Teil seiner Seele nährt und pflegt, die übrige Welt aber dagegen die sinnliche Begierlichkeit und die hitzige Zornmütigkeit. Und weil er von Natur kein schlechter Mann ist, aber von schlechten Gesellschaften der Welt beeinflußt ist, so wandelt er, von diesen beiden Seiten hin und her gezerrt, den Mittelweg und überliefert die Oberherrschaft seines Inneren dem mittleren Seelenbestandteile, nämlich dem streitlustigen Zornmut, und wird dadurch ein hochmütiger und ehrgieriger Mensch.
Ja, sagte er, gar sorgfältig hast du wohl da die Entwicklung dieses Individuums dargestellt.
Hiermit hätten wir also, sprach ich, die im Range zweite Staatsverfassung und so auch das zweite Individuum.
Ja, die hätten wir, sagte er.
Nicht wahr, hierauf nun wollen wir, um mit Aischylos zu reden, ein andres einem andren Staate zugeordnetes Individuum, oder vielmehr dem vorhin einmal gefaßten Plane gemäß wiederum erst den Staat vornehmen?
Ja, allerdings, sagte er.
Da wäre aber, wie ich meine, nach der eben beschriebenen Verfassung die Reihe an der Oligarchie.
Welche Staatseinrichtung, fragte er, verstehst du denn unter dem Namen Oligarchie?
Ich antwortete: Die auf Vermögensschätzung gegründete Staatsverfassung, in der nur die Reichen das Ruder führen und dem Armen kein Anteil an der Regierung zukommt.
Ich verstehe schon, sprach er.
Nicht wahr, da ist denn erstlich die Art des Überganges der Timokratie in die Oligarchie darzustellen?
Ja.
Da ist nun, sagte ich, sogar einem Blinden offenbar, wie sie vor sich geht.
Wie denn?
Jene vorhin erwähnte mit Gold gefüllte Privatschatzkammer im Hause jedes einzelnen der Regierenden, erwiderte ich, ist das Unheil für die vorhin beschriebene Staatsverfassung (die Timokratie). Denn erstlich sind sie für ihre eignen Personen erfinderisch in Ausgaben und revidieren in dieser Absicht die bisher bestehende Staatsverfassung, ohne daß sie und ihre Weiber jenen revidierten Gesetzen gehorchen.
Natürlich, sagte er.
Zweitens machen sie sodann, glaube ich, das von ihnen regierte Volk zum Affen ihres Modetons durch den Anblick des verführenden Beispiels des einen vom anderen und durch den gegenseitigen Wetteifer.
Ja, so geht’s.
Ist dieses Ziel erreicht, fuhr ich fort, so geht’s bei ihnen vorwärts zum Geldschacher, und je höher sie diesen angeschlagen, desto weniger achten sie moralisch geistige Tüchtigkeit. Oder steht Tugend zu Reichtum nicht in diesem Verhältnisse, daß sie gleichsam auf zwei Waagschalen liegen und die eine in eben dem Maße sinkt, als die andere steigt?
Ja, sicher, sagte er.
Stehen also in einem Staate Reichtum und reiche Leute hoch in Ehren, so müssen Tugend und edle Männer in desto niedererm Werte stehen.
Ja, offenbar.
Als Mode wird aber getrieben das allgemein Hochgeschätzte, während das Nichtgeschätzte vernachlässigt wird.
Ja, so ist’s.
Statt streit- und ehrgieriger Menschen sind es daher endlich erwerb- und geldgierige geworden, und daher preisen, bewundern und erheben sie zu Ehrenstellen den Reichen, während sie den Armen verachten.
Jawohl.
Dann ziehen sie durch ein Gesetz einen Zaun um die oligarchische Herrschaft, indem sie eine bestimmte Menge von Vermögen festsetzen, die größer oder kleiner ist, je nachdem an einem Orte eine größere oder kleinere Oligarchie besteht, und indem sie ausdrücklich bestimmen, daß derjenige keine Staatsämter bekommen könne, dessen Vermögen nicht die bestimmte Schätzung erreicht. Und dies setzen sie entweder mit Gewalt der Waffen durch, oder sie bringen, auch ehe es dazu kommt, durch Einschüchterung eine solche Verfassung zustande. Oder geht es nicht so?
Ja, so geht’s.
Das wäre also, um es kurz zu sagen, das Zustandekommen der Oligarchie.
Ja, sagte er; welches ist aber nun zweitens der Charakter dieser Staatsverfassung, und welche Gebrechen hat sie unseres Erachtens?
Erstlich, sagte ich, die erwähnte Hauptgrundlage, ihre Umzäunung anlangend, wie sieht es in dieser Beziehung damit aus! Stelle dir doch einmal vor, wenn einer so Schiffssteuermänner nach der Vermögensschätzung machen und den Armen, wenn er noch so gute Eigenschaften zu einem Steuermann hätte, nicht zulassen wollte!
Da sehe ich, sagte er, daß die Leute auf dem Schiffe eine unheilvolle Fahrt haben.
Und nicht wahr, so ist’s überhaupt bei Leitung jedes anderen Dinges?
Ich glaube es.
Vielleicht mit Ausnahme der eines Staates, fragte ich, oder auch in bezug auf die Leitung eines Staates?
Ja, sagte er, sicher in desto höherem Grade, je schwieriger und wichtiger diese Leitung ist.
Das wäre also ein Fehler von ungeheurer Größe, den die Oligarchie hat.
Augenscheinlich.
Weiter! Ist der folgende zweite Fehler etwa kleiner als der hier erwähnte erste?
Welcher denn?
Daß notwendigerweise ein so beschaffener Staat keine Einheit bildet, sondern eigentlich zwei Staaten auf demselben Wohnplatze, nämlich den Staat der Armen und den der Reichen, daher beide in immer gegenseitiger Auflauer.
Nein, wahrhaftig, bei Zeus, sagte er, dieser zweite Fehler ist nicht kleiner!
Aber drittens ist auch das kein Vorzug an jenem Staate zu nennen, daß die Regierenden desselben unmöglich einen Krieg führen können, weil sie in der Lage sich befinden, daß sie entweder die bewaffnete arme Volksmenge gebrauchen und dann sie mehr fürchten müssen als den Feind, oder sie nicht gebrauchen und dann im wahren Sinne des Wortes Oligarchie als eine Macht von wenigen auch im Momente der Schlacht erscheinen; daß sie zugleich als Erzpfennigfuchser keine Kriegssteuern zahlen wollen.
Nein, das ist auch kein Vorzug.
Viertens, daß dieselben Herren, wogegen wir schon lange und unaufhörlich loszogen, in solchem Staate so vielgeschäftig sind: daß sie nicht nur Landwirte und Geschäftsleute, sondern auch Kriegsmänner zugleich sind, – scheint dir das in der Ordnung zu sein?
Nein, auf gar keine Weise.
Siehe nun fünftens, ob diese Verfassung nicht zuerst von allen diesen Übeln dem größten Übel Tür und Tor durch folgendes öffnet?
Wodurch?
Dadurch, daß ein jeder alle seine Besitztümer veräußern und ein anderer von ihm solche erwerben kann; daß er nach der Veräußerung noch in dem Staate wohnt, ohne daß er einem der Stände im Staate angehört: er ist dann weder ein Geschäftsmann noch ein Handwerker, weder Reiter noch Fußgänger; sondern er heißt ein Armer und Proletarier.
Ja, sagte er, diese Verfassung eröffnet zuerst unter allen übrigen diesem Übel Tür und Tor.
Wenigstens wird zur Verhinderung solchen Übels in den oligarchisch regierten Staaten nichts getan; denn sonst würden ja einerseits nicht die übermäßig Reichen, andrerseits die gänzlich Armen vorhanden sein.
Richtig.
Erwäge sechstens noch folgendes Übel: Als so ein herabgekommener Proletarier noch reich war und Aufwand machte, war er da dem Staate von größerem Nutzen in bezug auf die vorhin erwähnten Berufsarten; Oder gehörte er nur dem Scheine nach zu dem regierenden Beamtenstande, war aber in der Tat weder ein Herrscher noch ein Diener des Staates, sondern eben nur ein Verprasser seiner Besitztümer? Ich glaube letzteres, sagte er: er war Regierender nur dem Scheine nach, war aber wirklich nichts anderes als ein Verprasser. Dürfen wir daher nicht, fuhr ich fort, von ihm behaupten, daß er bei solchem Charakter ebenso in seiner Behausung eine Pest für den Staat wird, wie z.B. eine Drohne in einer Honigwabe ein Verderben des Bienenstockes ist?
Ja, sagte er, das dürfen wir allerdings, o Sokrates.
Die Drohnen mit Flügeln nun, nicht wahr, Adeimantos, hat Gott alle ohne Stachel geschaffen, während von den Drohnen mit Beinen einige zwar auch Stachellos sind, andre aber gar gewaltige Stacheln haben? Stachellos sind die, welche bis zum hohen Alter hin Bettler bleiben, dagegen bestachelt alle jene, welche Übeltäter heißen?
Ja, sagte er, sehr wahr!

Platon

Der Staat (Politeia)
Achtes Buch (2)

Wenn man daher, sprach ich weiter, in einem Staate Bettler sieht, so ist demnach offenbar, daß es da auch heimliche Diebe, Beutelschneider, Räuber und Meister in allen dergleichen Übeltaten gibt?
Ja, offenbar, sagte er.
Und was ist nun die Anwendung von diesem Satze? Sind in den oligarchisch regierten Staaten nicht augenscheinlich Bettler vorhanden?
Ja gewiß, sagte er, fast lauter Bettler, mit Ausnahme der wirklich regierenden Herren.
Müssen wir demnach nicht meinen, fragte ich, daß auch viele Übeltäter mit Stacheln darin sind, die von den Obrigkeiten sorgfältig mit Gewalt niedergehalten werden?
Ja, sagte er, das müssen wir hiernach.
Und dürfen wir daher nicht behaupten, daß infolge von Mangel an gehöriger Jugendbildung, schlechter Erziehung und schlechter Staatseinrichtung solche Übeltäter darin emporwachsen?
Ja, das dürfen wir.
Nun, das wäre also etwa der Charakter des oligarchisch regierten Staates, und mit solchen Gebrechen ist er behaftet, vielleicht aber auch noch mit mehr.
Ja, das wäre er ungefähr, sagte er.
Damit möge denn, fuhr ich fort, die Darstellung dieser Staatsverfassung ihr Ende haben, die Oligarchie heißt, und die ihre regierenden Häupter nach der Vermögensschätzung erhält; hierauf müssen wir sofort das dieser Staatsverfassung ähnliche Individuum in Betracht ziehen, und zwar erstens seine Entstehungsart, zweitens seinen eigentümlichen Charakter.
Ja, sagte er, allerdings.
Geschieht nun nicht am gewöhnlichsten auf folgende Weise der Umschlag von einem timokratischen Individuum in ein oligarchisches?
Wie denn?
Wenn einer als Sohn jenes timokratischen Menschen anfangs seinem Vater nacheifert und seine Fußtapfen verfolgt, hernach aber an ihm sieht, daß er an dem Staate wie an einer Klippe plötzlich scheitert, wie er nicht nur sein Vermögen, sondern auch sein Selbst verschwendet, sei es durch Führung einer Feldherrnstelle oder eines sonstigen wichtigen Staatsamtes, wie er sodann dem Gerichte in die Hände fällt und da, von falschen Ränkemachern mitgenommen, entweder Leben oder Vaterland oder bürgerliche Ehre und seine ganze Habe verliert.
Ja, sagte er, das ist ein treues Bild des Lebens!
War er aber, mein Lieber, nicht bloß ein Zuschauer solcher Unfälle, sondern erfährt er sie dann auch in eigener Person und verliert sein Vermögen, so stürzt er jene Ehrliche und jenen feurigen Zornmut von dem Herrscherthrone in seiner Seele gänzlich herab, legt dann, von Armut herabgestimmt, sich auf Gelderwerb und bringt durch Filzigkeit, Pfennigknauserei und übermäßige Anstrengung sich wieder ein Sümmchen zusammen. Und wird ein solcher dann wohl nicht auf den erledigten Herrscherthron in seiner Seele nunmehr den sinnlich begierlichen und den geldgierigen Seelenbestandteil setzen, ihn zum Großmogul in seinem Inneren machen, ihn mit Krone, Halskette und Prachtsäbel zur Majestät herausschmücken?
Ich glaube es gern, sagte er.
Das wißbegierige Vernunftvermögen dagegen, glaube ich, und den hochstrebenden Zornmut setzt er zu Füßen auf beide Seiten des Thrones jener sinnlichen Begierlichkeit als ihr unterworfene Sklaven, läßt einerseits das Denkvermögen der Vernunft nichts anderes denken und ins Auge fassen, als wie man aus kleineren Kapitalien größere machen könne, andrerseits den ehrbegierigen Feuermut nichts anderes bewundern und ehren als Reichtum und reiche Leute, und sich aus sonst gar nichts eine Ehre machen als aus Geldbesitz und was dazu führt.
Nein, sagte er, auf keine andere Weise geschieht so schnell und so gewaltig die Umwandlung eines ehrgierigen Jünglings in einen geldgierigen.
Ist also letzterer, fragte ich, das der Oligarchie entsprechende Individuum?
Seine Umwandlung geschieht wenigstens aus dem Individuum, das entsprechend jener Staatsverfassung ist, aus der die Oligarchie hervorging. So laß uns nun in Betrachtung ziehen, ob das oligarchische Individuum der Oligarchie ähnliche Eigenschaften hat!
Ja, das wollen wir.
Nicht wahr, die erste ähnliche Eigenschaft ist die, daß ihm Geld als Höchstes gilt?
Ohne Zweifel.
Und die zweite diese, daß solcher Mensch wie ein Pfennigfuchser und Tagelöhner bloß die Begierden nach den notwendigsten Naturbedürfnissen befriedigt, zu anderen Ausgaben aber nichts hergibt, sondern die übrigen Begierden als unvernünftige unterdrückt.
Allerdings.
So ein Schmutzlapp, fuhr ich fort, so ein Profitchen-, so ein Kapitalmacher, eine Sorte Leute, die bekanntlich der Pöbel sehr erhebt. Oder sollte nicht dieser der der Oligarchie entsprechende Menschencharakter sein?
Mir scheint es so, sagte er; Geld wenigstens ist das Höchste sowohl bei solchem Staate wie bei solchem Individuum.
Denn, sprach ich, auf den Schatz geistiger Bildung, denke ich, hat ein solcher Mensch nie sein Augenmerk gerichtet.
Ich glaube nicht, sagte er; denn wie hätte er sonst einen Blinden zum Führer des Chores seiner Seelenvermögen bestellt und ihn am höchsten geehrt?
Schön! sagte ich. Erwäge daher als die dritte ähnliche Eigenschaft folgendes: Dürfen wir hiernach nicht annehmen, daß drohnenartige Begierden in dem Inneren jenes Menschen auf kommen, teils den Bettlern, teils den Übeltätern nachgeartete, die nur mit Gewalt durch die Zuchtrute eines anderen im Zaume gehalten werden?
Ja, sicher, sagte er.
Weißt du denn nun, fragte ich, wohin du deinen Blick richten mußt, wenn du ihre Übeltaten entdecken willst?
Wohin? fragte er.
Auf die Vormundschaften über die Waisen und wenn ihnen sonst so ein Geschäftchen in die Hände fällt, womit sie ein großes Feld bekommen, ungestraft Unrecht zu verüben.
Wahrhaftig!
Ist dadurch nun nicht klar, daß ein solcher in dem übrigen Geschäftsverkehr, in dem er durch Scheinheiligkeit den Ruf eines gerechten Mannes bekommt, durch eine ziemliche Gewaltübung über sich selbst die übrigen einwohnenden teuflischen Begierden im Zaume hält, nicht aus Überzeugung, daß das besser sei, nicht durch Beruhigung von Vernunftgründen, sondern durch Zwang und Furcht, indem er wegen seines übrigen Vermögens zittert?
Ja, ganz klar, sagte er.
Ja, beim Zeus, fuhr ich fort, sei versichert, mein Freund, in den meisten von ihnen wirst du der Drohne verwandte Begierden finden, wenn es gilt, das Gut des Nebenmenschen vertun zu können!
Ja, gar sehr, sagte er.
Demnach wäre ein solcher Mensch voll Zwiespalt in seinem Inneren, hätte in sich keine Einheit, sondern eine gewisse Zweiheit; aber im Kampfe der Begierden über Begierden siegen meist die besseren über die schlechteren.
So ist’s.
Aus diesen Gründen, denke ich, zeigt sich ein solcher im Äußeren zwar anständiger als viele; aber die wahre Tugend einer mit sich einigen und in ihren verschiedenen Teilen harmonisch gestimmten Seele ist weit von ihm entfernt.
So scheint mir.
Viertens, was die öffentlichen Wettkämpfe mit seinen Mitbürgern anbelangt, so wird der sparsüchtige Geizkragen bei einem Ehrensiege oder bei Erringung eines sonstigen Ehrenpreises im Gebiet des Schönen ein schlechter Bewerber sein, weil er wegen eines gefeierten Namens und wegen der dahin führenden Wettkämpfe kein Geld aufwenden will, weil er fürchtet, die Aufwand kostenden Begierden aufzuregen und zur Beihilfe seiner herrschenden Begierde, aber hiermit zugleich zum Wettstreit mit dieser aufzufordern; und daher rückt er auf echte Oligarchenart nur mit wenigen Talern bei einem öffentlichen Kampfe zu Felde, tut sich meist nicht hervor, wird aber ein reicher Mann.
Ganz recht, sagte er.
Können wir nun noch zweifeln, daß dem oligarchisch regierten Staate gegenüber mit entsprechender Ähnlichkeit das sparsüchtige und geldhungrige Individuum dasteht?
Keineswegs, sagte er.

Die Demokratie ist es also wohl, die wir hierauf ausgemachterweise zu betrachten haben: erstlich, auf welche Weise sie entsteht, zweitens, welche charakteristische Eigenschaft sie hat, – auf daß wir wiederum den Innern moralischen Zustand des ihr entsprechenden Individuums erkennen und dann ihn für das zu fällende Urteil mit hinstellen.
Wir würden, sagte er, wenigstens also unseren eingeschlagenen Weg konsequent verfolgen.
Den Übergang aus der Oligarchie in die Demokratie, sprach ich weiter, bildet nun die Unersättlichkeit dessen, was in jener als höchstes Gut aufgestellt ist: daß man möglichst reich werden müsse?
Wieso denn?
Da, wie ich glaube, die regierenden Häupter in der Oligarchie nur infolge der Größe des erworbenen Besitztums regieren, so beeilen sie sich nicht, alle diejenigen jungen Leute, die sich einem sinnlich ausschweifenden Leben hingeben, durch ein Gesetz in der Freiheit zu beschränken, das Ihrige zu verzehren und zu verschleudern, und die Absicht der Oligarchen hierbei ist keine andere, als daß sie das Vermögen solcher jungen Leute durch Kaufund Wucher an sich bringen, sonach reicher und damit auch vornehmer werden.
Ja, auf alle Weise suchen sie das.
Nicht wahr, das ist also hinsichtlich eines Staates eine bereits ausgemachte Wahrheit, daß er unmöglich Hochachtung vor Reichtum und zugleich vor weiser Selbstbeherrschung unter den Bürgern behalten kann; sondern er muß notwendigerweise entweder das eine oder das andre hintansetzen?
Ja, sattsam ausgemacht, sagte er.
Dadurch, daß die Häupter in den Oligarchien die liederliche Ausschweifung nicht kümmert, ja daß sie ihr noch Vorschub leisten, zwingen sie zuweilen Leute von gar nicht gemeiner Herkunft, arm zu werden.
Jawohl.
Da sitzen nun diese, denke ich, bestachelt und bewaffnet im Staat, einige verschuldet, einige ihrer Staatsbürgerrechte beraubt, einige beides, kochen Haß und Pläne nicht nur gegen die Inhaber ihres durchgebrachten Vermögens, sondern auch gegen die übrige Welt, und lauern auf eine Revolution.
Es ist so.
Jene geldhungrigen Schacherer aber ducken sich bekanntlich und tun, als bemerkten sie diese Herabgesunkenen gar nicht, schießen jeden nächsten besten der übrigen jungen Herrn, der sich nicht zur Wehr setzt, mit einer Ladung ihres Geldes an, streichen die das Kapital weit übersteigenden Zinsen ein und bringen also eine große Drohnen- und Bettlerzahl in dem Staate hervor.
Ja, sagte er, allerdings muß diese groß werden.
Weder auf die oben erwähnte Weise, fuhr ich fort, wollen sie ja das auflodernde Feuer eines solchen Übels ersticken, nämlich durch Beschränkung der Freiheit, sein Vermögen auf beliebige Zwecke zu verwenden, noch auf folgende Weise, wonach zweitens nach einem anderen Gesetze dergleichen Übelstände sich erledigen…
Nach welchem Gesetze denn?
Welches nach jenem das zweite ist und darin besteht, daß es den Bürgern einen absoluten Zwang auflegt, Tugend üben zu müssen. Denn wenn einmal irgend ein Gesetz verordnete, daß jeder Gläubiger auf seine eigene Gefahr die freiwilligen Borgschuldverträge abschließe, so würden einerseits die Schacherseelen weniger schamlos ihre Geldgeschäfte in dem Staate treiben, andrerseits würde weniger dergleichen Unkraut darin emporwachsen können, von dem eben die Rede war.
Ja, viel weniger, sagte er.
Wie es aber heutzutage hierin steht, fuhr ich fort, so stürzen aus allen den gedachten Ursachen die Regierenden erstlich die Regierten im Staate, wie wir gesehen haben, in das vorhin beschriebene Unheil von Proletariat; sodann, was ihre eigenen Personen und ihre Familien betrifft, verleiten sie nicht vor allem die Söhne zur luxuriösen Liederlichkeit, zur Untätigkeit in bezug auf körperliche und geistige Anstrengungen, zu allzu großer Weichlichkeit, um als Mann in Lust und Schmerz sich zu benehmen, zum Hang für Faulenzerei?
Ohne Zweifel.
Und bringen sie nicht sich selbst dahin, daß sie alles übrige außer dem Gelderwerb vernachlässigen, und daß sie ebensowenig sich Mühe für wahre Mannestüchtigkeit geben als ihre Proletarier?
Ja, ebensowenig.
Wenn nun bei solchen Beschaffenheiten Regierende und Regierte zu einander geraten, sei es auf Wegmärschen oder bei anderen Zusammenkünften, z.B. bei Festgesandtschaften, bei Kriegszügen zu Wasser oder zu Land, oder wenn sie sich gar in den Gefahren der Schlacht zu Gesicht bekommen und in dieser Hinsicht die Armen von den Reichen gar nicht so verächtlich befunden werden, vielmehr wenn ein rüstiger und in der Sonne abgehärteter Proletarier in der Schlacht der Nebenmann eines reichen Herren mit der Stubenfarbe und einem von fremdem Fette gemästeten Balge wird und diesen voll Atemnot und ganz unbeholfen sieht: glaubst du nicht, daß jener dann die nicht ungegründete Ansicht gewinnt, daß solche Herren nur allein durch ihre proletarische Schlechtigkeit reich seien, und daß die Proletarier, wenn sie unter sich allein zusammen sind, sich gegenseitig zuflüstern: „Unsere Herren sind so viel wie nichts!“ Nicht wahr?
Ja, ich weiß es sehr wohl, sagte er, daß sie es so machen.
Wie nun ein krankhafter Körper nur einen ganz kleinen Anstoß von außen braucht, um in eine tödliche Krankheit zu verfallen, ja bisweilen ohne die äußeren Einwirkungen mit sich selbst in Zwiespalt gerät, – nicht wahr, so verfällt auch der mit jenem Körper in denselben Zuständen befindliche Staat auf eine ganz geringfügige Veranlassung, mag nun die eine Partei Hilfe von außen her von einem oligarchisch regierten Staate oder die andre von einem demokratischen Staate Hilfe zugeführt bekommen, in eine Krankheit und gerät in einen Kampf mit sich selbst, – ja zuweilen kommt es schon ohne diese äußeren Veranlassungen zu einem Bürgerkrieg?
Ja, im höchsten Grade.
Eine Demokratie entsteht, denke ich, alsdann bekanntlich, wenn die Armen nach gewonnenem Siege einen Teil der anderen Partei ermorden, einen Teil verbannen und dann die Übriggebliebenen gleichen Anteil an der Staatsverwaltung und den Staatsämtern nehmen lassen [, und gewöhnlich ist es darin, daß die Obrigkeiten durch das Los gewählt werden]. Ja, sagte er, das ist allerdings die Einführung einer Demokratie, mag sie nun durch den Sieg der Waffen oder durch die aus Furcht erfolgende freiwillige Flucht der Gegenpartei geschehen. Auf welche Weise nun, fuhr ich fort, werden diese Leute in dem neuen Staate sich befinden, und was ist wiederum die charakteristische Eigenschaft einer solchen Staatsverfassung? Denn offenbar wird in dem Einzelmenschen der Art das der Demokratie entsprechende Individuum anschaulich werden.
Ja, offenbar, sagte er.
Nun, da ist wohl die allererste Eigenschaft, daß sie frei sind, daß der Staat voll Freiheit und voll Redefreiheit ist, und daß in ihm unbedingte Erlaubnis herrscht, zu tun, was einer nur will, nicht wahr?
Ja, meinte er, man sagt wenigstens so.
Wo aber in einem Staate eine gänzliche Ungebundenheit eintritt, da versteht sich von selbst, daß ein jeder hinsichtlich seines Privatlebens eine Einrichtung trifft, wie es seiner subjektiven Laune gefällt.
Ja, offenbar.
Menschen aller möglichen Art, denke ich, werden also bei solcher Staatsverfassung am allermeisten sich heranbilden.
Allerdings.
Es scheint demnach, fuhr ich fort, daß dies die schönste der Staatsverfassungen sei: Wie ein buntes, mit Blumen aller Art ausgesticktes Kleid, so ist auch diese mit subjektiven Charakteren aller Art ausstaffierte Verfassung dem Anscheine nach die schönste, und die große Mehrheit, die mit einem Kinder und Weiberverstande nur an dem Bunten ihr Auge ergötzt, wird sie auch gewiß als die schönste wirklich anerkennen.
Ja, sicher, sagte er.
Eine zweite Eigenschaft dieses Staates, sprach ich weiter, liegt darin, mein Schönster, daß man es so bequem hat, wenn man darin sich nach einer Verfassung umsieht.
Wieso denn?
Weil er alle möglichen Arten von Verfassungen in sich hat, infolge des erwähnten großen freien Spielraumes, zu treiben, was man will; und wer einen Staat einrichten will, wie wir vorhin taten, muß, scheint es, nur in einen demokratisch verwalteten Staat gehen, da wie in einer Marktbude von Verfassungen sich eine Sorte, die ihm etwa ansteht, auswählen, nach geschehener Auswahl sie nach Hause bringen und da realisieren.
Ja, gewiß, sagte er, wohl wird er an Mustern keinen Mangel haben.
Drittens, fuhr ich fort, die absolute Zügellosigkeit, daß kein Zwang in diesem Staate ist, ein Regierungsamt anzunehmen, selbst dann nicht, wenn du dazu der Tüchtigste wärest; daß andrerseits auch kein Zwang da ist, sich regieren zu lassen, wenn es dir nicht beliebt; daß du nicht in den Krieg zu ziehen brauchst, wenn andere dahin ziehen; daß du keinen Frieden zu halten brauchst, wenn andre ihn halten, falls du keine Lust nach Frieden hast: daß ferner andrerseits, falls ein Gesetz dir verwehrt, den Staat zu verwalten oder im Gericht zu rechten, du dessen ungeachtet die Freiheit hast, zu regieren und zu rechten, falls es nur dir selbst einfällt: eine solche Wirtschaft, ist sie nicht göttlich bezaubernd für den Augenblick?
Jawohl, sagte er, für den Augenblick!
Und weiter: Ist die Humanität gegen manche der nach dem Gesetze Verurteilten nicht etwas Hübsches? Oder hast du in einem solchen Staate noch keine Leute nach ihrer Verurteilung zum Tode oder zur Verbannung nichtsdestoweniger dableiben und mitten in der Stadt auf und ab spazieren sehen? Als habe kein Mensch acht noch Auge auf ihn, stolziert ein solcher Kerl wie ein Held einher!
Ja, sagte er, schon viele sah ich so.
Und endlich die größte Liberalität und gar keine kleinliche Pedanterei in jenem Staate hinsichtlich des Unterrichts- und Erziehungswesens! Im Gegenteil stolzes Herabsehen auf die Vorschriften, die wir als Dinge der größten Wichtigkeit hinstellten, als wir unseren Staat gründeten, namentlich auf unseren Satz: Niemand könne, er müsse denn von Geburt aus eine außerordentliche Anlage zum Guten haben, je ein wahrhaft guter Mann werden, wenn er nicht schon als Knabe in Geist weckenden und zur Anschauung des wesenhaften Guten entwickelnden Anschauungen und Gegenständen nach Maßgabe der kindlichen Fassungskraft spielend beschäftigt würde und dann lauter dergleichen Studien triebe. O, mit welcher Großartigkeit gibt der demokratische Staat allen diesen Grundsätzen einen Tritt und bekümmert sich gar nicht darum, von welcherlei Bänken der Kandidat eines Staatsamtes herkommt, wenn er nur versichert, ein gesinnungstüchtiger Volksfreund zu sein!
Ja, sagte er, eine außerordentlich liberale Verfassung!
Diese, fuhr ich fort, und andere diesen verschwisterte Eigenschaften hätte also eine Demokratie, und sie wäre nach diesem Ergebnis eine allerliebste Staatsverfassung: zügellos, buntscheckig, eine Sorte von Gleichheit gleicherweise unter Gleiche wie Ungleiche verteilend.
Ja, sagte er, deine Schilderung ist sehr kenntlich aus dem Leben genommen.
Mache dir, fuhr ich fort, nunmehr, wie ausgemacht worden ist, in deinem Geiste ein Bild von dem Wesen des solcher Verfassung entsprechenden Individuums! Oder ist zuerst zu erwägen, was wir auch bei jener Verfassung taten, aufweiche Weise sie entsteht?
Ja, sagte er.
Nun, nicht etwa folgendermaßen? Jener sparsüchtige und der Oligarchie entsprechende individuelle Mensch könnte wohl einen Sohn haben, der unter dem Vater in dessen Sitten auf erzogen ist?
Natürlich, denn warum sollte dies unmöglich sein?
Der also auch mit Gewalt diejenigen sinnlichen Lüste in seinem Inneren beherrscht, die verschwenderischer, nicht einträglicher Art sind, und diese haben bekanntlich den Namen „nicht notwendige“?
Ja, offenbar, sagte er.
Wollen wir nun nicht, sprach ich weiter, damit wir in keiner unklaren Gelehrtensprache reden, vorerst die notwendigen Begierden und die nicht notwendigen deutlicher bestimmen?
Ja, gern, sprach er.
Nicht wahr, die wir erstlich nicht abzuwenden vermögen und die zweitens durch ihre Befriedigung uns stärken helfen, diese heißen wohl mit Recht notwendige? Denn aus beiderlei Gründen ist unsere Natur genötigt, jene Begierden zu haben, oder nicht?
Jawohl.
Mit Recht also werden wir zur Bezeichnung jener Begierden den Ausdruck notwendig gebrauchen.
Ja, mit Recht.
Nun weiter! Welcher man sich entledigen kann, wenn man von Jugend an darin sich übt, und welche im Falle ihres Vorhandenseins in keiner Beziehung Gutes, vielmehr das Gegenteil stiften, – wenn wir alle diese für nicht notwendige erklärten, würden wir uns da gut ausdrücken?
Ja, hiernach gewiß richtig.
Wollen wir daher von beiden Arten von Begierden, die existieren, ein Beispiel vornehmen, damit wir sie nun in einer bestimmt bezeichnenden allgemeinen Vorstellung erfassen?
Ja, das müssen wir demnach.
Wäre also nicht die Begierde nach dem Essen in Absicht nicht nur auf Gesundheit, sondern auch auf Schönheit und Kraft, sowie die Begierde nicht nur nach bloßem Brote, sondern auch nach etwas Zukost zu dem Brote eine notwendige?
Ich denke.
Die nach dem Brote erstlich ist wohl in beiden Hinsichten eine notwendige, sofern sie einmal durch Befriedigung stärken hilft und dann sofern bei ihrer Nichtbefriedigung einer unmöglich leben kann.
Ja.
Und zweitens die Begierde nach Fleisch und dergleichen, inwiefern sie irgendwie Kraft und Schönheit befördern hilft?
Allerdings.
Aber wie steht’s mit den Begierden folgender Art? Die über dieses Brot und Fleisch hinausgehende, nach delikateren Bissen, als diese sind, lüsterne Begierde, die aber durch gehörige Zucht von Jugend an und durch eine gute Jugendbelehrung aus den meisten vertrieben werden kann, die zudem nachteilig dem Körper und nachteilig der Seele für geistige Tätigkeit sowie für besonnene Selbstbeherrschung ist: dürfte diese nicht mit Recht eine nicht notwendige genannt werden?
Ja, mit dem größten Rechte.
Die Begierden der letzteren Art werden wir daher für verschwenderische erklären dürfen, die der ersteren dagegen für erwerbende, weil sie bei Betreibung unseres Gewerbes förderlich sind?
Allerdings.
Diese Unterscheidung dürfen wir nun auch weiter hinsichtlich der Liebesbegierden und der übrigen überhaupt aufstellen?
Ja, das dürfen wir.
Und unter dem, den wir vorhin eine Drohne nannten, verstanden wir doch den mit solchen Lüsten und Begierden beladenen und von nicht notwendigen Begierden beherrschten Menschen, dagegen unter dem Sparsüchtigen und oligarchisch Gesinnten den nur von den notwendigen Begierden Beherrschten, nicht wahr?
Freilich.
Nun wollen wir denn wiederum, fuhr ich fort, auf unsere Darstellung zurückkommen, wie aus dem oligarchischen Individuum das demokratische entsteht. Es scheint mir aber die Entstehung desselben in den meisten Fällen so vor sich zu gehen…
Wie?
Wenn ein junger Mensch, geistig verwahrlost und spärlich erzogen, wie wir es vorhin beschrieben haben, einmal von dem Honig für Drohnen gekostet hat und mit tollen Schweinigeln in Gesellschaft gerät, die Vergnügen aller Alt und mit der größten Mannigfaltigkeit und Abwechslung meisterlich zu verschaffen wissen: so glaube, daß für ihn hier der Anfang ist, den oligarchischen Zustand seines Inneren in einen demokratischen zu verwandeln.
Ja, sehr notwendig, sagte er.
Wie nun der ihm verwandte Staat sich umwandelte, indem der einen Partei in ihm Beistand von außen zukam, eine Farbe der anderen, so wird, nicht wahr?, nun auch bei jenem jungen Manne die Umwandlung vor sich gehen, indem auch hier eine Art Begierden von außen der einen von beiden Arten in seinem Inneren zu Hilfe kommt, nämlich immer die der verwandten und ähnlichen Farbe?
Ja, freilich.
Und wenn nun, meine ich, der oligarchischen Begierdenart in seinem Innern auch eine Beihilfe gegen jene Beihilfe unter die Arme greift, entweder vom Vater her oder von Verwandten, die ihn durch Wort und Tat zurechtweisen, so steht dann Partei und Gegenpartei mit den Waffen gegenüber, und es entbrennt in ihm ein Kampf mit sich selbst.
Allerdings.
Und manchmal nun, glaube ich, weicht dann das demokratische Begierdenheer dem oligarchischen, und einige der demokratischen Begierden werden teils abgetötet, teils verbannt infolge der in der Seele des jungen Mannes sich ermannenden Scham, und er kehrt wieder zur Ordnung zurück.
Ja, sagte er, das ist bisweilen der Fall.
Dann werden aber, glaube ich, wiederum andere, den verbannten demokratischen Begierden verwandte Begierden nachwachsen und infolge der Unwissenheit des Vaters für Erziehungsfragen zahlreich und gewaltig stark werden.
So pflegt es, sagte er, gern wenigstens zu geschehen.
Diese ziehen den Sohn dann wieder zu dem alten Umgang, und infolge der hinter dem Rücken des Vaters gepflogenen Zusammenkünfte gebären sie in ihm unzählige junge.
Sicherlich.
Endlich nehmen sie dann wohl die Hauptfestung in der Seele des Jünglings ein, wenn sie merken, daß diese entblößt ist von Geisteswaffen, von wissenschaftlichen Beschäftigungen und von wissenschaftlich befestigten alten Grundsätzen, die bekanntlich ja die besten Beschützer und Aufseher in den Seelen gottgeliebter Menschen sind.
Ja, sicherlich, sagte er.
Statt deren nehmen dann offenbar falsche und neumodische Grundsätze und Meinungen durch einen Sturmlauf von demselben Platze bei einem solchen Menschen Besitz.
Jawohl, meinte er.
Begibt er sich nun nicht wiederum zu jenen Lotterbuben und hauset mit ihnen offenkundig? Und wenn von seinen Verwandten dem sparsüchtigen Begierdenheere seines Inneren irgend ein Beistand käme, – würden da nicht jene neumodischen Grundsätze die Tore an der königlichen Hauptfestung verschließen, weder das Hilfsheer selbst einlassen noch belehrende Gesandtschaften von selten einzelner älterer Männer, und also im Kampfe den Sieg davontragen, indem sie die Scham Einfaltspinselei nennen und mit Beschimpfung als eine Verbannte verjagen, indem sie verständige Besonnenheit Unmännlichkeit heißen, mit Füßen treten und verbannen, indem sie Einschränkung und Ordnung im Aufwande, die nach ihrer Versicherung Ungeschliffenheit und Unvornehmheit sind, unter dem Beistande von vielen anderen verschwenderischen Begierden über die Grenze bringen?
Jawohl.
Haben aber diese Lügen- und neumodischen Grundsätze die Seele jenes von ihnen eingenommenen und in ihre großen Geheimnisse eingeweihten Jünglings von jenen Tugenden geleert und gesäubert, da führen sie hierauf dann ausgelassenen Frevelmut, Zügellosigkeit, Liederlichkeit lind Schamlosigkeit, alle im Ehrenschmuck und Ehrenkranz, mit einer zahlreichen Prozession wieder ein, unter Lobpreisungen und beschönigenden Benennungen; Frevelmut heißt vornehme Erziehung, Zügellosigkeit ein freies Leben, Liederlichkeit noble Manier, Schamlosigkeit männliche Bravour. Ist dies nicht etwa die Art des Übergangs eines unter den nur notwendigen Begierden erzogenen jungen Mannes zur Entfesselung und Loslassung der nicht notwendigen?
Ja, sagte er, und zwar sehr anschaulich.
Platon

Der Staat (Politeia)
Achtes Buch (3)

Was nun die Beschaffenheit des Lebens eines solchen Menschen anlangt, so lebt, denke ich, hierauf ein solcher dergestalt, daß er Geld, Mühe und Zeit ebenso auf notwendige wie auf nicht notwendige Vergnügen verwendet; und wenn er noch glücklich ist und nicht über alle Schranken hinaus tollt, sondern wenn er etwas in die Jahre kommt und der Taumel sich etwas verlaufen hat, die Verbannten zum Teil wieder aufnimmt und den Heimkehrenden sich doch nicht ganz hingibt, so bringt er unter seine Lüste eine gewisse Gleichheit und bringt sein Leben dahin, indem er der jedesmal von ungefähr eintretenden Lust, als ob das Los sie dazu gezogen hätte, die Herrschaft über sich einhändigt, bis sie gestillt ist, und dann wiederum einer anderen, keine hintansetzt, sondern alle gleichmäßig hält.
Ja, ganz richtig.
Und einer wissenschaftlichen Wahrheitspredigt, fuhr ich fort, gönnt er bei solchem Leben kein Ohr und keinen Eingang in seine Burg, wenn ihn jemand in der Art belehren wollte: „einige Lüste rührten von heilsamen und guten Begierden her, andere von schlechten; die einen müsse man pflegen und hochhalten; die anderen müsse man beschneiden und unterjochen“. Bei allen solchen Belehrungen vielmehr schüttelt er den Kopf und beharrt bei der Behauptung, alle seien einander gleich, und einer wie der anderen sei die gleiche Ehre zu erweisen.
Jawohl, sagte er, tut das ein Mensch in dieser Lage.
Nicht wahr, sprach ich weiter, und erlebt also sein ganzes Leben lang jeden Tag der ersten besten sich einstellenden Lust zu Gefallen: Bald berauscht er sich und läßt sich durch Flötenspiel ergötzen: bald trinkt er Wasser und hungert sich ab; bald wiederum quält er sich mit gymnastischen Übungen; bald faulenzt er und vernachlässigt alle Geschäfte; bald tut er, als beschäftige er sich mit tiefer Wissenschaft (Philosophie); oft treibt er Politik und spricht und tut in der Volksversammlung, was ihm nur während des Aufspringens in den Sinn kommt; wird er einmal eifersüchtig auf den Ruhm von Kriegsmännern, so stürzt er sich auch darauf; wird er’s auf den Gewinn der Geschäftsleute, so läßt er sich auch wiederum damit ein. Kurz: weder eine Ordnung noch eine Konsequenz ist in seinem Leben; sondern er nennt ein solches Leben frei und selig und treibt es bis zu seinem Ende.
Ja, sagte er, ganz genau hast du das Leben eines Gleichheits- und Freiheitsmannes geschildert.
Ich denke, fuhr ich fort, der Hauptcharakter dieses Individuums drückt sich erstlich darin aus, daß er eine Buntscheckigkeit und Fülle von fast allen Charakteren darbietet; zweitens, daß ein solcher Mensch, gerade wie die ihm entsprechende Verfassung, der schöne und buntscheckige ist, den die Mehrheit der Männer- wie der Frauenwelt wegen seines herrlichen Lebens bewundert, weil so ein Exemplar Muster von Staats- und Herzensverfassungen in reichster Auswahl in sich enthält.
Ja, sagte er, das ist sein Hauptcharakter.
Und darf demnach gegenüber einer Demokratie folgerecht ein so beschaffenes Individuum als fertig hingestellt sein, mit der Behauptung, daß es treffend ein der demokratischen Verfassung entsprechendes genannt wird?
Ja, sagte er.
zurück zum Thema
So wäre uns, sprach ich weiter, noch die allerliebste Verfassung und das allerliebste Individuum zu schildern übrig, die Tyrannis und der Tyrann.
Ja, freilich, sagte er.
Wohlan denn, mein lieber Freund, welches ist der Charakter der Tyrannis? Denn was ihre Entstehung anlangt, so ist so viel gewiß, daß sie aus der Demokratie durch deren Ausartung vor sich geht.
Ja, gewiß.
Entsteht also nicht auf dieselbe Weise, wie Demokratie aus Oligarchie, so Tyrannis aus Demokratie?
Wie denn?
Was die Oligarchie, sprach ich, sich als das größte Gut vorsteckte und wodurch sie auch zustande kam, das war doch Reichtum, nicht wahr?
Ja.
Der unersättliche Hunger nach Reichtum also und die Vernachlässigung aller anderen Dinge um des Gelderwerbs willen waren ihr Verderben?
Richtig, sagte er.
Nicht wahr, auch die Unersättlichkeit in demjenigen Gute, was sich die Demokratie als Ziel bestimmt, richtet auch diese zugrunde?
Welches Gut bestimmt sie sich aber nach deiner Meinung als Ziel?
Die Freiheit, antwortete ich; denn davon wirst du in einem demokratisch regierten Staate immer hören, wie sie das allerschönste Gut sei, und wie deshalb in solchem Staate allein ein Freigeborener würdig leben könne.
Ja freilich, sagte er, gar oft wird diese Sprache geführt.
Ist hiernach, fuhr ich fort, anzunehmen – das ist nun die Frage, die ich vorhin folgen lassen wollte -, daß die Unersättlichkeit in diesem Gute (der Freiheit) auch diese Verfassung umwandelt und in die Lage versetzt, daß sie eines Tyrannen bedürftig wird?
Wie soll das kommen? fragte er.
Wenn eine nach Freiheit durstige Demokratie, denke ich, an ihre Spitze schlechte Mundschenke bekommt und über Gebühr mit dem stärksten Feuergeiste der Freiheit sich berauscht, so pflegt sie bekanntlich ihre Regierenden, wenn sie nicht ganz nachgiebig sind und im Übermaß die Freiheit verzapfen, als Verräter und Oligarchen zu beschuldigen und zu bestrafen.
Ja, sagte er, so machen sie’s.
Und die den Obrigkeiten noch gehorsamen Bürger, fuhr ich fort, diese tritt die Demokratie mit Füßen als Bedientenseelen und Nichtswürdige; dagegen die Beamten, die sich wie Untergebene gebärden, und Untergebene, die sich das Ansehen von Beamten geben, die lobt und erhebt die Demokratie im Privat- wie im Staatsleben: ist es da nicht eine absolute Notwendigkeit, daß in einem solchen Staate über alles der Freiheitsschwindel kommt?
Allerdings.
Ja, daß er, mein Freund, sprach ich weiter, sogar in das Familienleben eindringt und es endlich dahin kommt, daß auch dem Vieh jene Zügellosigkeit sich einpflanzt?
Wie meinen wir das z.B.? fragte er.
Wenn z.B., erwiderte ich, ein Vater sich gewöhnt, einen Buben vorzustellen, und sich vor seinen Söhnen fürchtet, wenn dagegen ein Sohn den Vater spielt und weder Scham noch Furcht vor seinen Eltern hat, damit er nämlich frei sei: wenn der bloße Beisasse sich dem Altbürger gleichstellt und der Altbürger sich zum Beisassen herabläßt, und ebenso der Ausländer.
Ja, so geht es, sagte er.
Und es bleibt nicht allein, fuhr ich fort, bei diesen Freiheitserscheinungen, sondern es ereignen sich auch noch andere Kleinigkeiten folgender Art: Der Lehrer fürchtet und hätschelt seine Schüler, die Schüler fahren den Lehrern über die Nase und so auch ihren Erziehern. Und überhaupt spielen die jungen Leute die Rolle der alten und wetteifern mit ihnen in Wort und Tat, während Männer mit grauen Köpfen sich in die Gesellschaft der jungen Burschen herbeilassen, darin von Possen und Späßen überfließen, ähnlich den Jungen, damit sie nur ja nicht als ernste Murrköpfe, nicht als strenge Gebieter erscheinen.
Ja, allerdings, sagte er.
Darauf sagte ich weiter; aber der höchste Grad von Volksfreiheit, die in einem solchen Staate zum Vorschein kommen kann, tritt ein, wenn bekanntlich die gekauften Sklaven und Sklavinnen ebenso frei sind wie die kaufenden Herren und Herrinnen. Im Verhalten aber der Weiber zu Männern und der Männer zu Weibern, wie groß da die Gleichheit und Freiheit ist, das hätte ich beinahe vergessen zu erwähnen!
Wollen wir nicht, fragte er, um mit Aischylos zu sprechen, vortragen, wie es uns eben in den Mund kam?
Jawohl, antwortete ich, und ich wenigstens mache es so. Was nun das Benehmen der unter der Herrschaft der Menschen lebenden Tiere anlangt, so glaubt niemand, der es nicht erfahren hat, um wieviel freier diese hier sind als sonst. Denn nicht nur die Hunde sind nach dem Sprichworte ganz wie ihre Herrinnen, sondern auch Pferde und Esel sind da gewohnt, ganz wie freie Leute und gravitätisch einherzuschreiten, und fällen auf den Straßen jeden ihnen Begegnenden an, wenn er vor ihnen nicht auf die Seite geht, und so ist alles übrige voll von Freiheit.
Da sprichst du mir ganz aus der Seele, sagte er; denn solche Erfahrung mache ich oft, wenn ich auf das Land gehe.
Wenn du alle diese Erscheinungen zusammennimmst, fuhr ich fort, siehst du nun ein, was das Allerschlimmste hierbei ist? Daß sie die Seele der Bürger so empfindlich machen, daß sie, wenn ihnen jemand auch nur den mindesten Zwang antun will, sich alsbald verletzt fühlen und es nicht ertragen; ja endlich, wie du wohl weißt, verachten sie gar alle Gesetze, die geschriebenen wie die ungeschriebenen, um nur keinen Gebieter in irgend einer Beziehung über sich zu haben.
Ja, sagte er, das weiß ich sehr wohl.
Diese so schöne, sagte ich, und jugendlich kecke Wirtschaft, mein Lieber, ist also denn der Anfang, woraus die Staatsform der Tyrannis erwächst, wie ich glaube.
Ja, sagte er, freilich eine jugendlich kecke Wirtschaft; aber was folgt auf diesen Anfang?
Derselbe proletarische Krankheitsstoff, antwortete ich, der in der Geldoligarchie sich erzeugte und sie zugrunde richtete, dieser erzeugt sich in diesem Freistaate in einem noch höheren und stärkeren Grade aus der zügellosen Freiheit und bringt die Demokratie in die Knechtschaft; und in der Tat führt überhaupt das Allzuviel gern einen Umschlag in das Gegenteil mit sich, z.B. in den Jahreszeiten, im Wachsen der Pflanzen und Körper, und so auch nun ganz vorzüglich in den Verfassungen.
Natürlich , sagte er.
Denn die allzu große Freiheit schlägt offenbar in nichts anderes um als in allzu große Knechtschaft, sowohl beim Individuum wie beim Staate.
Natürlich.
Natürlich also denn, fuhr ich fort, geht die Tyrannis aus keiner anderen Staatsverfassung hervor als aus der Demokratie, aus der zur höchsten Spitze getriebenen Freiheit die größte und drückendste Knechtschaft.
Das hat seine Richtigkeit, meinte er.
Aber nicht auf diese Folge des Allzuviel, glaube ich, ging deine Frage vorhin, sondern vielmehr darauf: Welcher ebenso in der Oligarchie wie in der Demokratie sich erzeugende Krankheitsstoff bringt letztere unter das Joch der Knechtschaft?
Ja, sagte er, richtig bemerkt.
Unter jenem Krankheitsstoffe also, sagte ich, verstand ich das Pack der müßiggängerischen und alles vertuenden Menschen, wovon der mannhaftere Teil die Rolle der anführenden Rädelsführer spielt, der unmännliche dagegen das Gefolge bildet: diese Menschen verglichen wir vorhin mit Drohnen: die ersteren mit gestachelten, die letzteren mit ungestachelten.
Und zwar ganz passend, bemerkte er.
Diese beiden Sorten von Unrat nun, sprach ich weiter, zerrütten jeden Staat, in welchem sie sich ansammeln, gerade wie Verschleimung und Galle einen Körper; der gute Arzt und Gesetzgeber eines Staates muß nun vor diesen beiden Arten von Ungeziefer, wie der weise Bienenvater, von ferne schon Vorsichtsmaßregeln ergreifen: die allerbesten Maßregeln sind die, wodurch ihr Einnisten verhütet wird; die nächstbesten solche, durch die sie da, wo sie sich eingenistet haben, so schnell wie möglich samt den Waben ausgeschnitten werden.
Ja wahrlich, bei Zeus, sagte er, auf alle Weise.
Damit wir indessen, fuhr ich fort, die Wahrheit der Antwort auf die vorliegende Frage noch leichter und verständlicher ansehen, wollen wir die Sache von folgender Seite auffassen…
Von welcher?
Teilen wir in Gedanken die Bürgerschaft einer Demokratie in drei Klassen, in die sie bekanntlich auch in der Wirklichkeit zerfällt: die erste, die eben erwähnte Drohnenklasse, wächst in der Demokratie infolge der übermäßigen Freiheit in nicht geringerer Zahl empor als in dem von einer Oligarchie regierten Staate.
Ja, so ist’s.
Aber in ersterer ist sie weit leidenschaftlicher als in letzterer.
Wieso?
Weil sie in der Oligarchie nicht im Besitze der Bürgergeltung ist und von der Staatsregierung ausgeschlossen wird, kann sie dort ihre Geisteskraft nicht entwickeln und kommt zu keiner durchdringenden Kraft: in der Demokratie dagegen ist diese Klasse diejenige, die die ganze Bürgerschaft derselben, mit Ausnahme weniger, bevormundet: der leidenschaftlichste Teil davon spielt die tätige Rolle der Politik in Wort und Tat, der übrige Schwarm umlagert passiv mit Gesumse die Rednerbühne und läßt niemanden eine andere Meinung vortragen, so daß bei einer solchen Verfassung alle Geschäfte des Staates, mit Ausnahme weniger, von der genannten Klasse abgemacht werden.
Ja freilich, sagte er.
Die zweite Klasse ist nun die, welche sich immer vom Volke vornehm absondert.
Von welcher Beschaffenheit denn?
Wenn irgendwo alle Welt Gelderwerb treibt, so werden diejenigen in der Regel am reichsten, die, wenn auch nicht durch Geistesbildung, doch bloß durch eine besondere Naturanlage am meisten Sinn für Ordnung und Anstand haben.
Natürlich.
Von dieser zweiten Klasse nun, denke ich, läßt sich für jene Drohnen Honig schneiden, im reichlichsten Maße und ganz ohne alle Mühe.
Wie könnte auch einer, sagte er, bei denen Honig schneiden wollen, welche wenig haben?
Diese zweite Klasse, die Reichen, führen bekanntlich den Namen „Drohnenfutter“.
Ja, sagte er, so ungefähr.
Die dritte Klasse der Demokratie aber wäre das niedere Volk, worunter alle gehören, die von eigner Handarbeit leben, die keine Freunde von Staatsgeschäften sind, die keinen großen Landbesitz haben, und dieser Teil ist der zahlreichste und zugleich der entscheidendste, wenn er ganz versammelt ist.
Ja, sagte er, das ist er freilich; aber er hat keine sonderliche Lust, eine solche vollständige Versammlung zu bilden, wenn er keine Aussicht hat, Anteil am Honig zu bekommen.
Nun, sagte ich, er bekommt immer, wenn die rädelsführenden Volksführer imstande sind, die besitzende Klasse zu berauben und den Raub unter das Volk so zu verteilen, daß er den größten Teil davon behalten kann.
Ja freilich, sagte er, so bekommt das Volk seinen Anteil.
Die beraubten Reichen werden dann natürlich in die Notwendigkeit versetzt, sich zur offenen Wehr zu setzen, indem sie in der Volksversammlung auftreten und Politik treiben, wie sie können.
Das müssen sie.
Dann werden sie von der Gegenpartei beschuldigt, daß sie die Volkssouveränität stürzen wollten und der Oligarchie zusteuerten, wenngleich sie gar keine Neuerung beabsichtigen.
Ja, so kommt’s.
Wenn sie nun sehen, daß das Volk, nicht aus vorsätzlicher Bosheit, sondern aus Unverstand und von ihren anschwärzenden Gegnern betrogen, sie zu plündern sucht, dann werden sie endlich, sie mögen wollen oder nicht, in der Tat oligarchisch gesinnt, nicht aus innerem Antriebe, sondern auch dieses Übel impft jene Drohnenklasse ein durch ihre giftigen Stiche gegen die Begüterten.
Ja, offenbar.
Es erfolgen nun öffentliche Anklagen auf gravierende Staatsverbrechen, Gerichtsprozesse, öffentliche Parteikämpfe.
Jawohl.
Nicht wahr, daher die bekannte Gewohnheit des niederen Volkes, vorzugsweise irgend einen sich als Volksanwalt an seine Spitze zu stellen, ihn dick und mächtig groß zu füttern?
Ja, freilich ist das seine bekannte Gewohnheit.
Dies wäre also, sagte ich, erstlich außer Zweifel, daß ein Tyrann, wenn er entsteht, nur aus dieser Wurzel der Volksanwaltschaft und nirgends anderswoher hervorkeimt?
Ja, ganz ohne Zweifel.
Wo ist nun der Anfang seiner Umwandlung aus einem Volksanwalt zu einem Tyrannen? Oder ist der Anfang offenbar da, wenn der Volksanwalt anfängt, dasselbe zu tun, was der Mann in der Fabel tat, die von dem Tempel, des Zeus auf dem Wolfsberg in Arkadien erzählt wird?
Welche denn? fragte er.
Wer menschliches Eingeweide, wenn auch nur ein einziges unter andere von anderen Opfertieren zerhackt war, gekostet habe, dieser werde nach einem unabwendbaren Verhängnisse in einen Wolf verwandelt. Oder hast du von dieser Sage noch nicht gehört?
O ja.
Wer nun dem Volke als Anwalt vorsteht, an ihm eine auf sein Kommando fein merkende Masse unter die Hände bekommt und sich nicht infolge solcher Gewalt des Blutes seiner eigenen (reichen) Mitbürger enthalten kann, sondern, wie es gern die Art solcher Volksmänner ist, bald durch ungerechte Anklagen sie vor die Kriminalgerichte bringt und sich mit Blutschuld befleckt durch Vernichtung von Menschenleben und durch das Kosten des verwandten Blutes mit gottloser Zunge und Lippe, bald Verbannungen und Todesurteile ausspricht, bald Schuldenerlaß und Ackerverteilung predigt: kommt über einen solchen hierauf nicht ebenso die zwingende Notwendigkeit und das unabwendbare Verhängnis, zwischen dem Tode von der Hand seiner Feinde und dem Tyrannenthrone zu wählen und also aus einem Menschen ein Wolf zu werden?
Ja, sagte er, die unabwendbarste Notwendigkeit!
Und dieser, sprach ich, und kein anderer wird sodann das Haupt des Bürgerkrieges gegen die begüterte Klasse?
Ja, kein anderer.
Er muß natürlich hierbei die Stadt räumen; und kehrt er dann trotz seiner Feinde wieder zurück, so ist wohl der Tyrann ausgebrütet?
Ja, offenbar.
Wenn aber nun die Reichen nicht imstande sind, ihn zu vertreiben oder durch eine Kriminalanklage vor der Volksgemeinde um das Leben zu bringen, so schmieden sie dann bekanntlich Pläne, ihn durch gewaltsamen Tod heimlich aus dem Wege zu räumen.
Ja, sagte er, so pflegt es wirklich zu gehen.
Daraufhin das bei allen, die bis zu dieser Stufe kommen, übliche Hervortreten der bekannten Tyrannenbitte: sie erbitten nämlich vom Volk sich einige Leibwächter zum Schutze, damit ihnen doch der Beschützer des Volkes am Leben bleibe!
Ganz richtig, bemerkte er.
Die Leute geben sie ihm, versteht sich, weil sie einerseits wirklich für ihn Besorgnis tragen und andrerseits wegen ihrer Personen und Freiheiten keinen Argwohn hegen.
Richtig.
Wenn nun diesen Moment ein Mann wahrnimmt, der mit Gütern und neben diesen Gütern natürlich auch mit dem Verbrechen behaftet ist, ein „Volksfeind“ zu sein, dann wird ein solcher, mein Freund, nach dem dem Kroisos gewordenen Orakel zum Strom des kiesigten Hermos Fliehen, er bleibt nicht mehr; nicht schämt er sich, feige zu heißen.
Natürlich, sagte er, denn der würde sich auch nicht zum zweiten Male zu schämen haben!
Ja, sprach ich, wird er nämlich erwischt, da ist er, meine ich, dem Tode verfallen.
Ja, unrettbar!
Jener Herr Volksanwalt dagegen legt sich selbstverständlich nicht groß großmächtig hin, sondern steht nach Niederstreckung vieler anderer Thronkandidaten am Ruder des Staates und ist nun ein Tyrann in seiner Vollendung!
Ja, sagte er, das läßt er erwarten.
Wollen wir nun, fuhr ich fort, verabredetem Plane gemäß die Glückseligkeit des Lebens sowohl des Individuums wie des Staates darstellen, in dem es aufkommen konnte?
Ja, sagte er, allerdings müssen wir das nun.
Nicht wahr, sprach ich, in den ersten Tagen und in den Flitterwochen wirft er aller Welt, wer ihm auch begegnen mag, lächelnde Mienen und Komplimente zu, versichert, gar kein Tyrann zu sein, macht einzelnen wie dem ganzen Gemeinwesen Aussichten auf große Verbesserungen, mildert die Schuldenlast, verteilt Land unter das Volk und unter seine erklärten Anhänger und tut gegen alle huldvoll und sanftmütig?
Ja, notgedrungen, sagte er.
Hat er aber, glaube ich, was die emigrierten einheimischen Feinde anlangt, sich mit einem Teile ausgesöhnt, den anderen vernichtet und Ruhe vor diesen einheimischen Feinden bekommen, so ist dann, denke ich, sein erstes, immer einige Kriege mit dem Auslande zu veranlassen, damit erstlich das Volk eines Anführers benötigt bleibt.
Natürlich.
Nicht wahr, damit auch zweitens die Leute durch Entrichtung der dadurch veranlaßten außerordentlichen Kriegssteuern arm werden und ihre Gedanken auf den Erwerb des täglichen Brotes zu richten gezwungen sind und also ihm weniger gefährlich sein können?
Offenbar.
Damit er drittens, denke ich, unter einem guten Scheingrunde jene sich vom Halse schaffen und dem Schwert der auswärtigen Feinde überliefern kann, von denen er etwa argwöhnt, daß sie mit ihren freien Gesinnungen ihn nicht am Ruder lassen werden?
Muß er nicht aller dieser Gründe wegen beständig Krieg anzetteln?
Ja, notgedrungen.
Muß er nicht bei diesem Treiben sonach unfehlbar in weiterem Kreise den Staatsbürgern verhaßt werden?
Freilich.
Daher werden dann auch wohl sicherlich einige von denen, die ihn mit an das Ruder gebracht haben und Einfluß besitzen, frei mit der Sprache herausrücken, sowohl ihm selbst ins Angesicht als auch unter sich, und gegen die Früchte, die sie jetzt reifen sehen, laut losschlagen, da es Männer sind, die noch einigermaßen das Herz am rechten Flecke haben?
Ja, natürlich, daß sie solche Sprache erheben.
Aus dem Wege räumen muß er also alle diese, der Tyrann, wenn er das Regiment behalten will, bis er in seiner Nähe keinen weder von Freunden noch Feinden übrig hat, der noch etwas taugt.
Offenbar.
Sofort muß er sich eine feine Spürnase anschaffen, wo es sonst noch einen Mann von Mut oder Stolz oder Geist oder Geld gibt; und auf seinem Tyrannenthrone ist er so glücklich, daß ihm sein Schicksal unbedingt gebietet, allen solchen Männern ohne Ausnahme, mag sein Herz wollen oder nicht, den Krieg zu erklären und Schlingen zu legen, bis er den Staat gereinigt hat.
Ja, sagte er, eine schöne Art zu reinigen!
Ja freilich, sagte ich, ganz das Gegenteil von dem, Staatsgeschäften sind, die keinen großen Landbesitz haben, und dieser Teil ist der zahlreichste und zugleich der entscheidendste, wenn er ganz versammelt ist.
Ja, sagte er, das ist er freilich; aber er hat keine sonderliche Lust, eine solche vollständige Versammlung zu bilden, wenn er keine Aussicht hat, Anteil am Honig zu bekommen.
Nun, sagte ich, er bekommt immer, wenn die rädelsführenden Volksführer imstande sind, die besitzende Klasse zu berauben und den Raub unter das Volk so zu verteilen, daß er den größten Teil davon behalten kann.
Ja freilich, sagte er, so bekommt das Volk seinen Anteil.
Die beraubten Reichen werden dann natürlich in die Notwendigkeit versetzt, sich zur offenen Wehr zu setzen, indem sie in der Volksversammlung auftreten und Politik treiben, wie sie können.
Das müssen sie.
Dann werden sie von der Gegenpartei beschuldigt, daß sie die Volkssouveränität stürzen wollten und der Oligarchie zusteuerten, wenngleich sie gar keine Neuerung beabsichtigen.
Ja, so kommt’s.
Wenn sie nun sehen, daß das Volk, nicht aus vorsätzlicher Bosheit, sondern aus Unverstand und von ihren anschwärzenden Gegnern betrogen, sie zu plündern sucht, dann werden sie endlich, sie mögen wollen oder nicht, in der Tat oligarchisch gesinnt, nicht aus innerem Antriebe, sondern auch dieses Übel impft jene Drohnenklasse ein durch ihre giftigen Stiche gegen die Begüterten.
Ja, offenbar.
Es erfolgen nun öffentliche Anklagen auf gravierende Staatsverbrechen, Gerichtsprozesse, öffentliche Parteikämpfe.
Jawohl.
Nicht wahr, daher die bekannte Gewohnheit des niederen Volkes, vorzugsweise irgend einen sich als Volksanwalt an seine Spitze zu stellen, ihn dick und mächtig groß zu füttern?
Ja, freilich ist das seine bekannte Gewohnheit.
Dies wäre also, sagte ich, erstlich außer Zweifel, daß ein Tyrann, wenn er entsteht, nur aus dieser Wurzel der Volksanwaltschaft und nirgends anderswoher hervorkeimt?
Ja, ganz ohne Zweifel.
Wo ist nun der Anfang seiner Umwandlung aus einem Volksanwalt zu einem Tyrannen? Oder ist der Anfang offenbar da, wenn der Volksanwalt anfängt, dasselbe zu tun, was der Mann in der Fabel tat, die von dem Tempel, des Zeus auf dem Wolfsberg in Arkadien erzählt wird?
Welche denn? fragte er.
Wer menschliches Eingeweide, wenn auch nur ein einziges unter andere von anderen Opfertieren zerhackt war, gekostet habe, dieser werde nach einem unabwendbaren Verhängnisse in einen Wolf verwandelt. Oder hast du von dieser Sage noch nicht gehört?
O ja.
Wer nun dem Volke als Anwalt vorsteht, an ihm eine auf sein Kommando fein merkende Masse unter die Hände bekommt und sich nicht infolge solcher Gewalt des Blutes seiner eigenen (reichen) Mitbürger enthalten kann, sondern, wie es gern die Art solcher Volksmänner ist, bald durch ungerechte Anklagen sie vor die Kriminalgerichte bringt und sich mit Blutschuld befleckt durch Vernichtung von Menschenleben und durch das Kosten des verwandten Blutes mit gottloser Zunge und Lippe, bald Verbannungen und Todesurteile ausspricht, bald Schuldenerlaß und Ackerverteilung predigt: kommt über einen solchen hierauf nicht ebenso die zwingende Notwendigkeit und das unabwendbare Verhängnis, zwischen dem Tode von der Hand seiner Feinde und dem Tyrannenthrone zu wählen und also aus einem Menschen ein Wolf zu werden?
Ja, sagte er, die unabwendbarste Notwendigkeit!
Und dieser, sprach ich, und kein anderer wird sodann das Haupt des Bürgerkrieges gegen die begüterte Klasse?
Ja, kein anderer.
Er muß natürlich hierbei die Stadt räumen; und kehrt er dann trotz seiner Feinde wieder zurück, so ist wohl der Tyrann ausgebrütet?
Ja, offenbar.
Wenn aber nun die Reichen nicht imstande sind, ihn zu vertreiben oder durch eine Kriminalanklage vor der Volksgemeinde um das Leben zu bringen, so schmieden sie dann bekanntlich Pläne, ihn durch gewaltsamen Tod heimlich aus dem Wege zu räumen.
Ja, sagte er, so pflegt es wirklich zu gehen.
Daraufhin das bei allen, die bis zu dieser Stufe kommen, übliche Hervortreten der bekannten Tyrannenbitte: sie erbitten nämlich vom Volk sich einige Leibwächter zum Schutze, damit ihnen doch der Beschützer des Volkes am Leben bleibe!
Ganz richtig, bemerkte er.
Die Leute geben sie ihm, versteht sich, weil sie einerseits wirklich für ihn Besorgnis tragen und andrerseits wegen ihrer Personen und Freiheiten keinen Argwohn hegen.
Richtig.
Wenn nun diesen Moment ein Mann wahrnimmt, der mit Gütern und neben diesen Gütern natürlich auch mit dem Verbrechen behaftet ist, ein „Volksfeind“ zu sein, dann wird ein solcher, mein Freund, nach dem dem Kroisos gewordenen Orakel zum Strom des kiesigten Hermos
Fliehen, er bleibt nicht mehr; nicht schämt er sich, feige zu heißen.
zurueck zum Thema
Platon

Der Staat (Politeia)
Achtes Buch (4)

Natürlich, sagte er, denn der würde sich auch nicht zum zweiten Male zu schämen haben!
Ja, sprach ich, wird er nämlich erwischt, da ist er, meine ich, dem Tode verfallen.
Ja, unrettbar! Jener Herr Volksanwalt dagegen legt sich selbstverständlich nicht groß großmächtig hin, sondern steht nach Niederstreckung vieler anderer Thronkandidaten am Ruder des Staates und ist nun ein Tyrann in seiner Vollendung!
Ja, sagte er, das läßt er erwarten.
Wollen wir nun, fuhr ich fort, verabredetem Plane gemäß die Glückseligkeit des Lebens sowohl des Individuums wie des Staates darstellen, in dem es aufkommen konnte?
Ja, sagte er, allerdings müssen wir das nun.
Nicht wahr, sprach ich, in den ersten Tagen und in den Flitterwochen wirft er aller Welt, wer ihm auch begegnen mag, lächelnde Mienen und Komplimente zu, versichert, gar kein Tyrann zu sein, macht einzelnen wie dem ganzen Gemeinwesen Aussichten auf große Verbesserungen, mildert die Schuldenlast, verteilt Land unter das Volk und unter seine erklärten Anhänger und tut gegen alle huldvoll und sanftmütig?
Ja, notgedrungen, sagte er.
Hat er aber, glaube ich, was die emigrierten einheimischen Feinde anlangt, sich mit einem Teile ausgesöhnt, den anderen vernichtet und Ruhe vor diesen einheimischen Feinden bekommen, so ist dann, denke ich, sein erstes, immer einige Kriege mit dem Auslande zu veranlassen, damit erstlich das Volk eines Anführers benötigt bleibt.
Natürlich.
Nicht wahr, damit auch zweitens die Leute durch Entrichtung der dadurch veranlaßten außerordentlichen Kriegssteuern arm werden und ihre Gedanken auf den Erwerb des täglichen Brotes zu richten gezwungen sind und also ihm weniger gefährlich sein können?
Offenbar.
Damit er drittens, denke ich, unter einem guten Scheingrunde jene sich vom Halse schaffen und dem Schwert der auswärtigen Feinde überliefern kann, von denen er etwa argwöhnt, daß sie mit ihren freien Gesinnungen ihn nicht am Ruder lassen werden?
Muß er nicht aller dieser Gründe wegen beständig Krieg anzetteln?
Ja, notgedrungen.
Muß er nicht bei diesem Treiben sonach unfehlbar in weiterem Kreise den Staatsbürgern verhaßt werden?
Freilich.
Daher werden dann auch wohl sicherlich einige von denen, die ihn mit an das Ruder gebracht haben und Einfluß besitzen, frei mit der Sprache herausrücken, sowohl ihm selbst ins Angesicht als auch unter sich, und gegen die Früchte, die sie jetzt reifen sehen, laut losschlagen, da es Männer sind, die noch einigermaßen das Herz am rechten Flecke haben?
Ja, natürlich, daß sie solche Sprache erheben.
Aus dem Wege räumen muß er also alle diese, der Tyrann, wenn er das Regiment behalten will, bis er in seiner Nähe keinen weder von Freunden noch Feinden übrig hat, der noch etwas taugt.
Offenbar.
Sofort muß er sich eine feine Spürnase anschaffen, wo es sonst noch einen Mann von Mut oder Stolz oder Geist oder Geld gibt; und auf seinem Tyrannenthrone ist er so glücklich, daß ihm sein Schicksal unbedingt gebietet, allen solchen Männern ohne Ausnahme, mag sein Herz wollen oder nicht, den Krieg zu erklären und Schlingen zu legen, bis er den Staat gereinigt hat.
Ja, sagte er, eine schöne Art zu reinigen!
Ja freilich, sagte ich, ganz das Gegenteil von dem, wie vernünftige Ärzte die Körper der Patienten reinigen: denn diese schaffen das Schlechteste in ihnen fort und schonen das Beste, der Tyrann aber tut das Gegenteil.
Es gebietet’s ihm ja offenbar seine Situation, sagte er, wenn er auf seinem Herrscherthrone bleiben will.
In einer sehr glückseligen Situation, fuhr ich fort, steckt also fürs erste der Tyrann, in einer Situation, die ihm die gebieterische Notwendigkeit auflegt, entweder mit der Nichtsnutzigkeit der Masse und sogar auch von dieser gehaßt zu hausen, oder überhaupt nicht zu leben!
Ja, bemerkte er, in solcher Lage steckt er.
Ist nun nicht hiervon die weitere Folge, daß er eine desto zahlreichere und treuere Leibwache bedarf, je verhaßter er seinen Staatsbürgern durch jene Handlungen wird Allerdings.
Welches sind nun die Treuen, und woher soll er sie sich nehmen?
Von selbst, sagte er, kommen gar viele geflogen, wenn er nur den Köder des Soldes aushängt.
Von einer neuen Sorte Drohnen, beim Hunde, sagte ich, scheinst du mir wiederum zu reden, von ausländischem Gesindel aus allerlei Herren Ländern!
Ja, sagte er, das tue ich aus gutem Grunde!
Aber wie? Sollte er nicht lieber in dem Inlande wollen…?
Wie meinst du?
Die Sklaven den Staatsbürgern nehmen, sie mit der Freiheit beschenken und sie zu seinen Leibwächtern erheben.
Ja, sagte er, ganz wohl, denn diese wären ihm noch am treuesten.
Fürwahr, sprach ich, ein schönes Stück von Glückseligkeit zählst du weiter da von einem Tyrannen auf, wenn er die Freundschaft und Treue solcher Früchtchen zu genießen hat, nachdem er jene früheren Freunde beiseite geschafft!
Aber er hat nun einmal, sagte er, nur solche Früchtchen und keine anderen zu genießen!
Und dieser Genuß, sagte ich, besteht natürlich in der Bewunderung von seiten dieser Kameraden sowie in dem Umgang mit den von ihm neugebackenen Staatsbürgern, während die noch ordentlichen Bürger ihn hassen und wie die Pest fliehen?
Warum sollten sie das nicht?
Nun, fuhr ich fort, da wird gar nicht so übel die dramatische Poesie überhaupt, insbesondere der darin sich auszeichnende Euripides als ein Schatzkästlein von Weisheit ausgegeben!
Weshalb denn?
Weil er unter anderem auch folgendes inhaltsschwere Wort ausgesprochen hat: Hochweise seien Tyrannen durch den Umgang mit großen Weisen, und offenbar damit sagen wollte, daß die großen Weisen die Personen wären, mit denen ein Tyrann Umgang pflege!
Ja, sagte er, als göttergleich lobpreist er die Tyrannis, und noch mit andern vielen Phrasen, und das tut er nicht allein, sondern auch die übrigen Dichter!
Ja, sagte ich, das ist eben auch der Grund, warum die Tragödiendichter als hochweise Leute uns und allen überhaupt, die die Politik nach unseren Grundsätzen treiben, gnädigst zu verzeihen haben, daß wir ihnen als Lobpreisern der Tyrannis die Aufnahme in unseren Staat versagen müssen.
Ja, meinte er, ich glaube, sie verzeihen uns gnädigst, wenigstens die feingesitteten von ihnen.
Sie können ja doch, denke ich, in die übrigen Staaten ziehen, da die Pöbelhaufen versammeln, schöne, mächtige und verführerische Schauspielerstimmen engagieren und dadurch zu ihrem Vergnügen die vernünftigen Staatsverfassungen zu Tyranneien und Demokratien herabziehen!
Jawohl.
Nicht wahr, und dazu können sie auch noch Sold und Ehren empfangen, im höchsten Grade, wie natürlich, von Tyranneien, im zweiten von der Demokratie? Je höher aber sie sich in der Stufenleiter der Staatsverfassungen versteigen, desto mehr nimmt ihr Ruhm ab, als wenn er vor Beklemmung nicht fortkommen könnte.
Allerdings.
Doch genug hiervon, sprach ich, wir sind ja von unserem Thema abgekommen! Laß uns wieder zurückkommen auf jene schöne, zahlreiche, buntscheckige und einem immerwährenden Wechsel unterworfene Leibgarde des Tyrannen, und zunächst auf die Frage, woher er sie ernähren werde.
Offenbar, sagte er, wenn Tempelgüter in dem Staate vorhanden sind, so verwendet er diese hierzu, bis wohin sie jedesmal reichen (nach der Mode der Leute, die ihre liegenden Güter zu Gelde machen, um keine Steuern zu bezahlen), und erpreßt daher nur geringe Steuern von dem Volke.
Wie steht’s aber, wenn diese geistlichen Güter ausgehen?
Da werden sich offenbar, sagte er, er, seine Zechbrüder, seine Freunde und Freundinnen von dem Vermögen seines „Vaters“ ernähren.
Ich verstehe, antwortete ich: das Volk, das ihn erzeugt hat, wird ihn und seine Getreuen dann zu ernähren haben.
Mit der größten ihm unausbleiblichen Notwendigkeit, bemerkte er.
Aber was sagst du dazu? sprach ich weiter. Wenn das Volk sich sträubte und schriee: es sei nicht erlaubt, daß ein zur vollen Reife gekommener Sohn sich von seinem Vater ernähren lasse, vielmehr müsse gerade umgekehrt der Vater vom Sohn ernährt werden; nicht habe es ihn deshalb erzeugt und gehoben, damit es dann, wenn er groß geworden, sein und seiner Sklaven Sklave werde und ihn sowie seine Sklaven nebst anderem Gesindel ernähre: es habe im Gegenteil beabsichtigt, er solle unter seiner Führerschaft es vom Drucke der Geldsäcke und der sogenannten Gutgesinnten befreien; und wenn es infolge der jetzigen Erlebnisse wirklich ihn und seine Getreuen aus dem Staate sich entfernen heißt, gerade wie ein Vater seinen ungeratenen Sohn mit seinen lärmenden Zechbrüdern aus seinem Hause wirft…?
Dann erst werden, bei Zeus, sagte er, dem Volk gründlich die Augen aufgehen, was es für ein Früchtchen erzeugt, geherzt und großgezogen hat, und daß es nun als der schwächere Teil weit Stärkere auszutreiben beabsichtige.
Was sagst du hiermit? fragte ich. Wird denn der Tyrann sich erfrechen, gegen seinen „Vater“ Gewalt zu brauchen und, wenn er ihm nicht gehorcht, ihn züchtigen?
Ja freilich, erwiderte er, und zwar nach Entwindung der Waffen!
Für einen Vatermörder, fuhr ich fort, für einen Wüterich gegen hilfloses Alter erklärst du also den Tyrannen, und mit diesem Worte wäre endlich nun die charakteristische Eigenschaft einer entschiedenen Tyrannenstaatsverfassung ausgedrückt! Und das Volk wäre, wie’s im Sprichworte heißt, aus Scheu vor dein Rauche einer Dienstbarkeit unter Freien in das Feuer einer Despotie unter Sklavenseelen geraten, hätte statt jenes gehofften herrlichen und weiten Gewandes der Freiheit das gröbste und zwickendste Kleid der Knechtschaft der Sklaven angezogen.
Ja, sagte er, sicher stellen sich diese Früchte ein.
Was nun noch weiter? fragte ich. Wird es eine Ungereimtheit sein, wenn wir behaupten, vollkommen dargestellt zu haben erstlich die Entstehungsweise der Tyrannis aus der Demokratie, zweitens ihre charakteristische Eigenschaft nach ihrer Entstehung?
Ja, erwiderte er, sie sind vollkommen dargestellt.
http://www.pinselpark.org/philosophie/p/platon/staat/staat00inh.html
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Wach auf Europa

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Die Kriesen des 21. Jahrhunderts, sind direkt mit dem Ende der Weltordnung verbunden, wie wir sie seit 1945 kennen. Das gesamte globale Geflecht, dass sechzig Jahre lang auf die USA konzentriert war, bricht langsam zusammen und führt allerorten zu Chaos.

Europa sollte sich von den USA emanzipieren und nicht völlig geistlos die strategische (fast schon imperatorische) Weltmachtspolitik der USA nachplappern und sogar noch als williges Helferlein agieren. Für uns gelten andere Interessen und somit auch andere Regeln. Unsere Politiker und Medien sollten sich deshalb bemühen im interesse unserer Bevölkerungen auch so handeln, Sitzen wir doch gemeinsam mit dem mittleren Osten, Russland, Indien und China auf einer gemeinsammen kontinentalen Platte und somit im gleichen Boot. Europa verliert grosse Anteile am Weltmarkt nur um eine Scheinsolitarität mit den USA aufrechtzuerhalten. Wir lassen uns wissenden Auges, von US-Dollar-Spekulanten verschaukeln und erniedrigen dadurch die schwer arbeitenden europäischen Bevölkerungen. Unter schwierigsten Bedingungen erkämpfte, und nur in Europa vorfindbare soziale Erungenschaften werden bedenkenlos auf den Altären der Dollarspekulanten (FED+ Wallstreet) geopfert. Sind unsere Regierungen (EU) bereit, schwere soziale Unruhen, den Verfall der Euro-Zone, ja vielleicht den Verfall der EU in Kauf zu nehmen, nur um das klägliche Ende der USA-Weltmachtsansprüche noch um einige Jahre hinauszuschieben?
http://www.hintergrund.de/20100603925/soziales/sozialabbau/europaeische-medien-fuerchten-weltweit-soziale-unruhen.html
http://www.euractiv.com/de/soziales-europa/globale-rezession-sorgt-soziale-unruhen-europa/article-178934

Ein typisches Beispiel des scheinbaren „Erblindens“, oder der totalen Unterwerfung unter die US-Dollarspekulanten ist Frau Merkel (sollte das deutsche Volk vertreten !! und vor Unheil schützen und nicht Amerikahörig durch die Welt taumeln= „Hochmut kommt vor dem Fall“) wenn sie in einem Interview mit der „Neuen Presse“ sagt: „Soziale Unruhen in Deutschland? „Von solchen Spekulationen halte ich nichts“
Anscheinend lebt Frau Merkel auf einem anderen Planeten und nicht wie wir im guten alten Europa.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,622386,00.html

Europa hat alte Kulturen und in fast jeder Stadt finden sich Denkmähler und Museen die dies bezeugen. Aus unserer Geschichte, sollten wir gelernt haben, dass keine Supermacht, auch wenn diese noch so potent war, für immer und ewig am Ruder blieb. Sind unsere Regierungen, und somit jeder von uns, wir haben diese ja gewählt, blind gegen das aktuelle Weltgeschehen? Können oder wollen sie die unglaublich starken Wirtschaftsmächte der nahen Zukunft nicht sehen, die ohne Zweifel über kurz oder länger den USA ein unrühmliches Ende bereiten werden.? Selbst weitere Kriege die die USA provozieren, werden den Lauf der Geschichte nicht aufhalten. Allenfalls können diese(Wirtschaftskriege) den Untergang um ein paar Jahre hinausschieben. Wir Europäer stehen vor der Wahl, entweder in der auf uns zukommenden weltweiten, jedoch vor allem westlichen Finanzkrise, gemeinsam mit den USA unterzugehen oder uns rechtzeitig abzuseilen. Vorallem sollten wir nicht die Kräfte stützen die schon jetzt auf verlorenem Boden stehen.
Sicher sind wir den USA für deren Einsatz im 2º Weltkrieg zu Dank verpflichtet; jedoch wie weit muss diese Solitarität gehen, wenn der Partner hochmütig und unbelehrbar seinem eigenen Untergang entgegensteuert. Ausserdem haben wir diesen Weltkriegseinsatz der USA, in den letzten 60 Jahren auch teuer bezahlt, hat uns doch die USA mit ihrer Weltleitwährung Dollar, kräftig zur Kasse gebeten und sozusagen ausgeraubt.

Europa wach auf, es geht an’s Eingemachte

Das Ende der Weltordnung, wie wir sie seit 1945 kennen

Sie meinen,dass dieses Zenario übertrieben sei…? Dieser Meinung werden sie wahrscheinlich nicht mehr sein, wenn sie am Ende dieses Artikels angekommen sind.
Wenn sie im Einflussbereich der USA leben, wird ihnen von den Medien (Main-stream),dauernd ein Schönwetterlied vorgesungen. Wir brauchen nur, ein bisschen Sparen, und gemeinsam (will heissen die Internationale Staatengemeinschaft), die Schurkenstaaten dieser Welt bekämpfen und dann ist alles wieder in Ordnung.

Nun, schon bei dieser Aussage liegt die erste Leiche im Keller. Welche Internationale Staatengemeinschaft ? –Eine gute Frage.
Wie man bei UNO-Sitzungen ohne grösseren Aufwand beobachten kann, ist diese so viel beschworene
„Internationale Staatengemeinschaft“ auf eine Handvoll Erst-Welt Staaten unter der Führung der USA zusammengeschrumpft.
Im allgemeinen handelt es sich um die G7-Staaten ( heute G8 = G7+ Russland).
Die Gruppe bezeichnet sich selbst als ein Abstimmungsforum ( welche Anmassung und überhaupt Wirklichkeitsfremd ), das Fragen der Weltwirtschaft im Konsens (Um vor allem ihre Eigenen und im weiteren die Interessen der USA) erörtert. Es gehört ihr Deutschland, die Vereinigten Staaten, Japan, das Vereinigten Königreich, Kanada, Frankreich und Italien (G7) an. Aus der G7 wurde die G8 nachdem auch Russland dazukam. Daneben ist in dem Gremium auch die Europäische Kommission mit einem Beobachterstatus vertreten. [siehe –Anhang I ]

Es sind genau diese Staaten die auf irgendwelchen UNO Veranstaltungen durch Abwesenheit glänzen oder demonstrativ den Saal verlassen, wenn der iranische Polterpresident Dr. Mahmoud Ahmadinedschad, die Gleichberechtigung aller Staaten und eine gerechte internationale Finanz-und Wirtschaftpolitik einfordert. [siehe–Anhang II]

Während und nach der Wirtschafts- und Finanzkriese von 2007 – 2010 wird von den G7-Medien immerfort die Wörter Global und Weltweit verwendet. Es soll bei den Bevölkerungen Europas und der USA, der Eindruck entstehen, das die Kriese eine weltweite, alle Länder umfassende ist.

Nun, bei dieser Aussage liegt die zweite Leiche im Keller. Welche weltweite Finanz- und Wirtschafrskriese. Diese beschränkt sich fast ausschliesslich auf Europa, Japan und die USA. Es gab und gibt, bis heute in den BRIC +Anhang Staaten, Einbussen in der Exportwirtschaft, weil besagte Kriesenregionen weniger importieren, doch ist dies auch schon alles. Von Finanz und Bankkriesen, kann überhaupt keine Rede sein. Ausser in Dubai (ein Emirat der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE)) das weitgehend in westliche Bankmachenschaften verstrickt ist, hat man auch in der islamischen Welt, kaum etas von dieser weltweiten Kriese gemerkt. Das liegt unter anderem daran, dass sich islamische Banken weit stärker an den Bedürfnissen des Kunden orientieren als ihre westlichen Brüder und weitgehend unter islamischen religionsrechtlichen Bedingungen operieren.
Islamic Banking [siehe–Anhang III]
BRIC Meinung von Luiz Inácio Lula da Silva [siehe–Anhang IV]

Immer wieder wird gerne und ausgiebig in der US-Einflusszone, von der letzten verbleibenden Supermacht geredet. Dies sowohl in Bezug auf militärische wie wirtschaftliche Stärke. Westliche Medien überschlagen sich beinahe bei diesen Verbreitungen. Anscheinend soll auch hier den Bevölkerungen der USA und Europa eingeredet werden, dass die USA deshalb, das unzweifelhafte Recht auf globale Vormacht hat und dass ohne diese weltweit nichts läuft.

Nun, bei dieser Aussage liegt die dritte Leiche im Keller. Welche wirtschaftlich Supermacht die USA sein soll, dass müsste mir mal jemand erklären. Klar ist, wenn man die disbezüglichen Daten ohne Hintergründe betrachtet, könnte man zu so einer Aussage verführt sein.

Angaben des IWF für 2009 (Stand April 2010)
Die Tabelle zeigt die nominalen Bruttoinlandsprodukte in Milliarden US-Dollar. Berechnungsgrundlage ist die Kaufkraft des US-Dollar in den Vereinigten Staaten.

Land 1980 1990 2000 2005 2009
Vereinigte Staaten 2.789,5 5.803,1 9.817,0 12.421,9 14.256.275
Deutschland 826,1 1.547,0 1.905,8 2.794,5 3.352.742
China 309,3 390,3 1.198,5 2.235,8 4.908.982
Brasilien 162,6 507,8 644,3 881,8 1.574.039

http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_L%C3%A4nder_nach_Bruttoinlandsprodukt

Man sehe und staune. Während die ganze Welt in kleinen Schritten vorwärts stolpert, haben die USA einen galopierenden Wachstum von sage und schreibe zwei bis dreitausend Milliarden Dollar alle 5 Jahre. Dies entspricht nun wirklich gar nicht dem, was man so über die USA hört und sich zusammenliest. Wie kommts? Ist der IWF USA-hörig und korrupt? Nein, die Zahlen des IWF, sind nicht falsch, aber trotzdem unrichtig. Dem Leser solcher Zahlen, wird eben nur die halbe Wahrheit aufgetischt und die andere Hälfte verschwiegen.
Das in den USA, so um die 30%, die Zahlen schöngerechnet werden(amerikanischen Wohlstand durch Buchführung), können sie hier sehen.
[siehe–Anhang V]

Auch finde ich es bemerkenntswert, dass während der Finanz- und Wirtschaftskriese, die ja vor allem die Amis betroffen hat, die US-Wirtschaft zwischen 2005 -2009 anscheinend fröhlich um 1900 Milliarden Dollar weitergewachsen ist. Irgend jemand , muss da in den USA ganz gehörig an der Misere der US-Bevölkerung verdient haben.
Wiedereinmal hätte die G7-Welt besser dem iranischen Orakelpresidenten Dr. Mahmoud Ahmadinedschad zuhören sollen, wenn dieser sagt:
Heute haben sie zur Verbesserung der Lage begonnen, mit Geldern ohne Rückhalt und in Wahrheit aus den Taschen ihrer Bürger und der anderer Völker den von Bankrott bedrohten Banken und Unternehmen und den Finanzmärkten Geldspritzen in Höhe von Zig Milliarden Dollar zu verabreichen, ihre Bevölkerung noch mehr zu verschulden und die schon schwierige Situation noch schwieriger zu machen. Sie denken nur an ihre Macht und an ihren Reichtum, während die Weltbevölkerung und sogar ihr eigenes Volk ihnen nichts wert sind. (Allem Anschein nach, ist dieser Ausage absolut nichts hinzuzufügen…!)
Und jetzt im Jahre 2010, sind die Worte Dr. Mahmoud Ahmadinedschad weniger wahr? Nein, den nun ist die EU dran. Die Kapitalmärkte spekulieren knallhart auf ein Auseinanderbrechen der Währungsunion. Durch ungeheuerliche Spekulationen werden europäischen Randstaaten in den Staatsbankrot getrieben.Die Zentrifugalkräfte werden mit jedem Tag größer.
http://www.welt.de/finanzen/article3061586/Die-Eurozone-steht-vor-einer-Zerreissprobe.html

In der G7-Medienwelt, wird zur Zeit die „Finanzreform?“ Obamas hochgejubelt. Auch hier wieder, alles Schall und Rauch. De Facto, ändert sich überhaupt nichts. So meint dazu Herr Reich Ex-Arbeitsminister der USA unter Clinton:
Die Reform hat drei besonders gravierende Schwächen !!
Sie ändert nichts am Status der großen Finanzkonglomerate, die zu groß sind, als daß man sie scheitern lassen könnte
(to big to fail).
Dann ist der Glass-Steagall-Standard, der traditionelle Bankgeschäfte von spekulativen Operationen trennt, nicht wieder eingeführt worden. [siehe–Anhang VI]
Und drittens sei der Derivathandel mit dem fadenscheinigen Argument nicht gestoppt worden, dass er für die Rentabilität der Banken unabdingbar wäre. Aber so behielten die Banken ihre Spekulationsgewinne und die Garantie, dass wenn es einmal wieder schief geht, der Steuerzahler zahlen werde.
http://www.bueso.de/news/usa-ex-arbeitsminister-reich-kritisiert-obamas-finanzreform
http://www.bw.bueso.de/news/pyrrhussieg-bankenlobby-im-us-senat

Obama will die private Zentralbank (FED) der USA
zur polizeilichen Weltregierung machen

Für alle, die es noch nicht wissen sollten. Die US-Notenbank, die den Dollar druckt und verleiht, ist keine staatliche Einrichtung, sondern ein privates Konsortium grosser amerikanischer Banken. Welche Banken im Einzelnen derzeit die Eigentümerschaft stellen (es sind 12 Hauptbanken), wird geheim gehalten. Im Gegensatz zu heute, waren früher die Eigentumsverhältnisse recht offen einsehbar.

Man fragt sich verdutzt, wie die FED noch mehr Macht bekommen kann als sie ohnehin schon besitzt. Dieses private Superinstitut, das für die Amerikaner nach Gutdünken den Dollar druckt und sich die Ausgabe dieses bedruckten Papiers von den amerikanischen Steuerzahlern mittels Zinsen wucherhaft bezahlen lässt, stand schon jetzt über dem Gesetz, war keiner Regierung verantwortlich.

Kein geringerer als der Weltfinanzvernichter Alan Greenspan (ehemaliger FED-Chef) prahlte im US-Fernsehen, dass die FED über der Regierung, über jedem Gesetz steht und niemandem über ihre Geschäfte Rechenschaft ablegen muss. Diese sogenannte Bundesbank wird also von keiner staatlichen Behörde kontrolliert, sondern hat ihre eigenen Revisoren. …..?!!

Am 18. September 2007 strahlte die amerikanische Fernseh- und Radioanstalt PBS (Public Broadcasting Service) ein Interview mit Greenspan aus. Greenspan wurde von Jim Lehrer gefragt, wie denn das richtige Verhältnis zwischen dem Chef der FED und dem US-Präsidenten aussehen müsse.
Greenspan antwortete zynisch, dass einen FED-Chef das Verhältnis zum Präsidenten nicht im Geringsten kümmert, da die FED über der Regierung stehe. Greenspan: „Nun gut, lassen Sie uns festhalten. Die Federal Reserve ist eine unabhängige Einrichtung. Das bedeutet im Grunde, dass es keine Regierungsbehörde gibt, die Handlungen von uns (der FED) überstimmen kann. Solange diese Regelung gilt, und es hat nicht den Anschein, dass die Regierung oder der Kongreß, oder sonst wer, verlangen, dass wir Dinge tun, die wir als nicht in unserem Sinne erachten. Somit ist uns das Verhältnis zur Regierung, um ehrlich zu sein, vollkommen egal.
[siehe–Anhang VII]

Geldschütteln

Die „Finanzkrise“ des 21. Jahrhundert übertrifft alle anderen von der Lobby gemachten Krisen in der Geschichte. Mit dem Globalismus-Konzept war es möglich geworden, nicht nur ein Land auszurauben, sondern die ganze Welt. Im Rahmen der Globalismusgesetze wurden vor allem die Bankengesetze geändert.
[siehe–Anhang VIII]

Jetzt durften die Banken nicht nur das Geld ihre Kunden abliefern, sondern verpflichteten sich selbst (Kauf von sogenannten Schrottpapieren, in Wirklichkeit nur Zahlen in den Computern der Finanzbetrüger der Wall Street), Milliarden von Dollar und Euro den Bankstern ( Banker + Gangster = Bankster) zu bezahlen. Summen, die 100 Mal höher sind als das Eigenkapital der Banken. Die Verpflichtungen für Betrugsluftnummern, die die Banken eingegangen sind, wurden mit Staatsgarantien abgesichert. Die FED erhielt diese Garantien. Somit hat die Lobby für die kommenden 1000 Jahre ausgesorgt, der Tribut der Sklavenwelt wird für immer fließen, so ihr Kalkül.

Die Perversion besteht darin, dass dieselben Leute, die die ganze Welt ruiniert haben, von den Regierungen Milliarden-Garantien fordern und bekommen, um die Wirtschaft wieder aufzubauen. In Wirklichkeit nehmen sie das Garantiegeld der Staaten und kaufen selbst die Infrastrukturen der Länder auf, in denen sie herrschen.

So funktioniert ihr Geschäft. Sie bringen immer wieder die Welt zum Einsturz mit Geldverknappung. Sobald alles seinen Tiefpunkt erreicht hat, den sie ganz genau kennen, da sie selbst alles aufkaufen (mit dem Geld der Beraubten), lassen sie sich von den Regierungen erneut Geld geben und pumpen einen Teil davon wieder in die Wirtschaft, um die Räder wieder etwas zum Laufen zu bringen. Sie bauen auf und lassen einstürzen. Dabei werden sie immer reicher und mächtiger und die Völker immer ärmer und ohnmächtiger.
Jetzt stellt sich die Frage, warum erlässt Obama ein neues FED-Gesetz, das dieser Übermacht-Institution noch mehr Macht verleihen soll? Kann man denn die jetzige Macht der FED-Eigentümer überhaupt noch ausbauen? Der Auftrag an Obama erging wohl deshalb, weil sich die Lobby unsicher fühlt. Sie haben die ganze Welt ausgeraubt und fühlen sich offenbar nur noch sicher, wenn die FED auch eine Art oberste Polizei- bzw. Gerichtsinstanz wird. Deshalb nennt der Spiegel die neue FED „Supercop“, also Superpolizist.

Welch ein Wahnsinn. Eine private Clique von Bankstern ( Banker + Gangster = Bankster) stösst den eigenen Staat, oder die Staaten der Welt, in den Bankrott und wird von den Staaten gebeten, mit frischen zig-tausend Milliarden alles wieder aufzubauen. Was die Bankrottgemachten verloren haben, steckten die die Eigentümer der FED in ihre Taschen. Sie nehmen der Bevölkerung Amerikas das Geld und geben es mit hohem Zinsaufschlag zurück. Sie werden durch diesen einmaligen Vorgang mit Milliarden überschüttet, ohne je ein Risiko tragen zu müssen bzw. Eigenkapital aufgebracht zu haben.

Und in Zukunft wird noch weniger von ihren Weltbetrügereien ans Tageslicht kommen, wegen der von Obama geplanten „noch stärkeren, kontrollierenden Machtstellung der US-Notenbank. (spiegel.de, 17.6.2009) Die Willfährigen dieser Lobby nennen diesen Auswuchs der Welttyrannei zynisch die grösste Reform der Finanzaufsicht seit der Grossen Depression in den dreissiger Jahren. (spiegel.de, 17.6.2009)
[siehe–Anhang IX]

Zur Zeit hat die Verbraucher-Gesellschaft der Vereinigten Staaten in etwa 73’000 Milliarden Dollar weltweit hängende Schulden. Das ist in etwa das sechsfache was die Amis im „hinterfragwürdigen BIP 2009“ erwirtschaftet haben. Wie kommt es eigentlich, dass dieser Staat nicht schon lange bankrott ist?
http://www.welt.de/wirtschaft/article6054191/USA-machen-1-6-Billionen-Dollar-neue-Schulden.html

Jeder weiss, daß die USA ökonomisch und militärisch die Welt beherrschen. Aber die genauen Mechanismen, die zur amerikanische Vormachtsstellung geführt haben und die diese nun abzusichern drachten, sind möglicherweise weniger gut durchschaut worden, als sie es sein sollten. Ein Werkzeug mit grosser Wirkung ist der Dollar, in seiner Funktion als Weltleitwährung.

Die USA führen 50% mehr Waren ein als aus. Die EU, China und ein paar andere Länder führen in die USA mehr aus, als sie von dort einführen. Das – übrigens ständig wachsende – Außenhandelsdefizit der USA bedeutet: Europäer und Chinesen stellen mehr Güter her, als sie verbrauchen, und US-Amerikaner verbrauchen mehr Güter, als sie herstellen. Das ständige und ständig wachsende Außenhandelsdefizit ist ein andauernd zinsloses Darlehen Europas, Chinas und anderer exportierender Staaten, an die USA. Die Gläubigerländer gewähren den USA deshalb den Dauer-Kredit, weil zum einen ihre exportorientierten Industriellen davon profitieren; zum andern bildet er eine Kompensation für US-amerikanische Kriegs-Aufwendungen im weltkapitalistischen Interesse. Die Hersteller der Waren, die arbeitenden Chinesen und Europäer, Brasilianer und andere Staaten haben das Nachsehen; die US-amerikanischen Verbraucher haben insoweit einen Vorteil, als ihnen die herrschende Klasse von teilweise kreditierten Waren zu leben gestattet, von Gütern also, die sie nicht hergestellt haben.Je mehr Dollar ausserhalb der USA zirkulieren oder von ausländischen Eignern in den USA angelegt werden, umso mehr auch muss der Rest der Welt die USA im Austausch für diese Dollar mit Gütern und Dienstleistungen beliefern. Die Herstellung von Dollar’s kostet die USA nahezu nichts (Nur die Kosten der Gelddruckmaschinen und Papier, die sich zu allem Überfluss, auch noch in privater Hand befinden –siehe oben (FED)). Die Tatsache, dass die Welt den Dollar auf diese Weise gebraucht, heisst de facto, dass die USA grosse Mengen an Gütern und Dienstleistungen praktisch umsonst importieren.
http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/USAussenhandelsdefizit-steigt-weiter-an/story/29607151

Da eine so grosse Menge Dollar im ausländischen Besitz nicht für amerikanische Güter und Dienstleistungen ausgegeben werden, sind die USA offenbar in der Lage, Jahr für Jahr ohne grössere wirtschaftliche Folgen ein riesiges Außenhandelsdefizit anzuhäufen, ohne wie andere Länder, zum Beispiel Griechenland an den Konsequenzen zu leiden.

Wieso die Staaten dieser Welt auf riesigen Dollarbergen sitzen liegt vor allem, an den von den USA diktierten Bedingungen, im internationalen Ölhandel. Öl ist nicht nur bei weitem das wichtigste internationale Handelsgut, es ist der Lebenssaft aller modernen industrialisierten Volkswirtschaften. Hast du kein Öl, musst du es kaufen. Und wenn du Öl auf den internationalen Märkten kaufen willst, mußt du normalerweise Dollar haben. Bis vor kurzem waren alle OPEC-Länder sich darüber einig, Öl nur gegen Dollar zu verkaufen. Diese Regelung hiess auch, daß die USA tatsächlich den gesamten Welt-Ölmarkt beherrschten: Öl konnte nur kaufen, wer Dollar hatte, und nur ein Land hatte das Recht Dollar zu drucken – die USA. Wie wir aus vorangegangen ableiten können, hat die USA ein vitales Interesse, dass dieses Öl auch weiter in US-Dollar abgerechnet wird.

Weltweit wurden im Jahre 2006, diese Dollar-Reserven ausserhalb der USA, (die wir brauchen um Öl zu kaufen), und welche uns von den USA aufgezwungen werden, auf 1,45 Trillionen [ 1,450’000’000’000’000 US-Dollar] geschätzt. Heute weiss das niemand sogenau, Vor vier Jahren stoppte die FED die Veröffentlichung des M3, also des umfassendsten Geldmengenindexes. (Es soll anscheinend verschleiert werden, wieviel US-Dollars die US-Druckmaschinen herstellen. Wieso, dass kann man sich aus vorangehendem vorstellen.)
http://www.federalreserve.gov/releases/h6/20060316/
http://www.sueddeutsche.de/politik/rohstoffhandel-oel-nur-noch-gegen-euro-1.873520

Wenn nun die OPEC oder einige ihrer Mitglieder entscheiden würden, nur Euro oder eine andere Währung für ihr Öl zu akzeptieren (unterstellt, ihr würde erlaubt, so zu entscheiden), dann wäre es vorbei mit der amerikanischen Wirtschaftsdominanz. Es wäre ein Desaster für die USA. Nicht nur würden die USA einen Grossteil ihrer jährlichen Subventionen, bestehend aus praktisch kostenlosen Gütern und Dienstleistungen, verlieren, sondern ausserdem würden auch die Länder, die vom Dollar zum Euro oder eines irgenwie gearteten Kunstgeldes…..

[siehe–Anhang X]
…..als Reservewährung Übergehen, den Wert der US-Währung beeinträchtigen. Einfuhren würden nach und nach die Amerikaner eine Menge mehr kosten, und da eine wachsende Zahl derer, die Dollar haben, sie nach und nach ausgeben, müssten die USA anfangen, ihre Schulden zurückzuzahlen, indem sie Güter und Dienstleistungen ins Ausland liefern. Damit aber würden sie den amerikanischen Lebensstandard senken. Denn ohne eine Menge Ausländer, die scharf darauf sind, die Dollarscheine weg zu putzen, käme es zu einer ersthaften Inflation, die ihrerseits die Ausländer noch stärker davor zurückschrecken lassen würde, die US-Währung zu behalten, und so würde sich die Krise weiter vertiefen.

Nun können sie auch erkennen, warum ich die wirtschaftliche Supermacht USA und deren BIP in frage stelle und als dritte Leiche im Keller bezeichne. Es ist eben nicht so, dass die amerikanische Bevölkerung diesen US-BIP erwirtschaftet hat.

Während der Zeit des kalten Krieges wurde die Vormachtstellung der USA in Wirtschafts- und Finanzsachen kaum angezweifelt. Waren doch die G7 Staaten weitgehend unter sich. Kritik von Dritt-Welt-Staaten oder gar eine Art von Emanzipation derselben, wurde rasch und rigoros, durch die Staats-Verschuldungskeule bekämpft

[siehe–Anhang XI]
…Diese (Drittwelt-Staaten) wurden durch dieses Instrument, unwiederruflich und für immer in die G7-Länder-Abhängigkeit getrieben und an den US-Dollar gekettet.( Konnten diese doch, wenn überhaupt, ihre Schulden nur in US-Dollar zurück zahlen.)

Jedoch haben wie es scheint, die G7-Staaten mit ihrer Vormacht „Super-USA“ die Rechnung ohne den Wirt gemacht.

Die Weltleitwährung bröckelt

Der international Aufsehen erregende Hintergrundbericht des britischen „Independent“ Anfang Oktober 2009 während des Anstiegs des Goldpreises war deutschsprachigen Zeitschriften nur einen Nebensatz wert. Worum geht es? Es geht um den Plan, innerhalb von 9 Jahren den Dollar allmählich abzulösen als die Währung, in der das Erdöl bezahlt wird.
Wie „The Independent“ berichtet, haben die arabischen Länder geheime Absprachen getroffen mit China, Russland, Japan und Frankreich, den Dollar als beherrschende Währung des Ölhandels allmählich abzuschaffen. Stattdessen soll ein Korb als Zahlungsmittel geschaffen werden, der aus dem Yen besteht, dem chinesischen Yüan, dem Euro und Gold, ausserdem soll eine einheitliche Währung hinzutreten des „Golf Kooperationsrates“ einschliesslich Saudi Arabiens, Abu Dhabis, Kuwaits und Qatars.
Es hätte nach dem Bericht schon Treffen gegeben von Finanzministern und Notenbankpräsidenten der Länder Russland, China, Japan und Brasilien zu diesem Zweck.
Das bestätigen Bänker aus den Golfstaaten und China mit Sitz in Hongkong, dem Ort des neuen Goldzentrums Chinas.
http://www.independent.co.uk/news/business/news/the-demise-of-the-dollar-1798175.html
Sollte aus irgend einem Grund dieser Bericht aus dem Internet entfernt werden: bitte hier lesen

China hat damit begonnen, seine Ölimporte aus dem Iran mit Euro statt mit Dollar zu begleichen. Bereits seit Ende 2006 bezahle der chinesische Staatskonzern Zhuhai Zhenrong einen Grossteil der Öleinfuhren aus dem Iran auf diese Weise, sagte ein Vertreter der chinesischen Ölbranche in Peking am Dienstag. Mit dem chinesischen Unternehmen gibt es nun die erste Bestätigung ausserhalb des Irans für einen Währungswechsel. Branchenvertretern zufolge sind auch japanische Raffineriebetreiber bereit, iranisches Öl nicht mehr in Dollar sondern in Yen zu bezahlen, wenn der Iran dies wünsche.
http://www.n-tv.de/wirtschaft/meldungen/China-stellt-um-article219826.html

Laut einer veröffentlichten Studie einer staatlichen geologischen Agentur der Vereinigten Staaten, könnte Venezuela im Orinoko-Streifen doppelt so viele Erdölreserven besitzen, wie bisher angenommen wurde. Der U.S. Geological Survey (USGS) berechnete, dass sich in dieser Zone 513 Millarden Barrel förderbares Erdöl befinden, was somit Venezuela noch weit vor Saudi-Arabien platzieren könnte, das offiziell 266 Millarden Barrel besitzt.
Das schwere Erdöl ist ein Ö mit sehr hoher Dichte auf Grund derer es nicht leicht fliesst“ sagte Christopher Schenk, einer der Forscher der USGS. „Es fehlt daher an speziellen Produktions- und Raffinationsprozessen, um Erdölprodukte herzustellen“, fügte er hinzu. Schenk zufolge wäre es technisch möglich, diese Reserven zu fördern, aber es kann sein, dass sich das heutzutage als nicht rentabel erweist.
http://www.usgs.gov/newsroom/article.asp?ID=2386

Man muss jedoch hervorheben, dass PDVSA (Petróleos de Venezuela SA) in diesem Streifen ein ehrgeiziges Projekt entwickelt, um die nachgewiesenen Reserven quantitativ zu bestimmen und zu zertifizieren, mit dem Ziel, Venezuela in das wichtigste Erdölreservoir der Erde zu verwandeln. An diesem Plan arbeiten Unternehmen aus Argentinien, Brasilien, Uruguay, Vietnam, Spanien, Iran, Indien, Russland, Belarus, Kuba und Malaysia mit.( Wie man leicht erkennenkann, sind keine G7 dabei..!?)
http://www.globaldefence.net/kulturen-im-konflikt/westliche-staaten/118-lateinamerika-venezuela.html?showall=1

Eine Gruppe karibischer und lateinamerikanischer Staaten haben eine gemeinsamen regionalen Handelswährung eingeführt, um sich dem Diktat der angeschlagenen US-Währung zu entziehen. Bei der Ländergemeinschaft handelt es sich um die so genannten ALBA-Staaten (span.: Alianza Boliviana para los de Nuestra América = Bolivianische Allianz für die Völker unseres Amerikas). Hierzu zählen Bolivien, Kuba, Venezuela, Ecuador, Nicaragua, Honduras, Antigua und Barbuda, Domenica und Staint Vincent. Grenada und Paraguay gelten als Mitgliedsanwärter.
Der Sucre soll im Handel zwischen den neun Mitgliedsstaaten zum Einsatz kommen und damit den US-Dollar verdrängen.
http://www.amerika21.de/nachrichten/inhalt/2010/feb/sucre-624353-geschaeft/

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Mercosur

Der Mercosur spielt eine wichtige Rolle im Konzert der „Global Player“. Mitglieder des „Mercado Común del Sur“, des „Gemeinsamen Markts des Südens“, sind Argentinien, Brasilien, Uruguay und Paraguay. Der Mercosur wurde 1991 mit dem Ziel gegründet, einen gemeinsamen Wirtschaftsraum für 300 Millionen Menschen zu schaffen. Venezuela hat 2006 ein Mitgliedschaftsabkommen unterzeichnet, das allerdings noch nicht ratifiziert ist. Assoziierte Länder sind Bolivien, Chile, Ecuador und Kolumbien. Mit einem Bruttoinlandsprodukt von mehr als 1400 Milliarden Euro sowie 70 Prozent des lateinamerikanischen Aussenhandels und der Direktinvestitionen ist der Mercosur der drittgrösste Handelsblock der Welt.
Der Mercosur will sich vom Dollar unabhängig machen.
Ende 2010 soll der US-Dollar vollständig als vorherrschendes Zahlungsmittel im Handel der Staaten untereinander von den eigenen Währungen abgelöst werden.
http://nachrichten.ch.msn.com/wirtschaft/artikel.aspx?cp-documentid=148760499
http://www.farmland-online.com/tabea/3795/lokale-wahrung-im-handel-mit-mercosur-staaten/

Die ASEAN wurde 1967 als Bollwerk gegen China und den Kommunismus gegründet, eine Reaktion auf den Vietnamkrieg. Vor allem nach der Asienkrise von 1997, die man in Asien IMF-Krise nennt, weil die Rezepte des Internationalen Währungsfonds die Lage verschlimmerten, gingen die Asean-Staaten etwas auf Distanz zu den USA und deren Kapitalimus. Und öffneten sich Chinas Offensive des Charmes, der Unterstützung und des Handels.
Seit dem 1. Januar 2010 ist das Freihandelsabkommen zwischen China und den Asean-Staaten in Kraft. Damit entstand ein Wirtschaftsblock mit 1,9 Milliarden Menschen und einem internen Handelsvolumen von 470 Milliarden Dollar, davon knapp 200 Milliarden Dollar zwischen der Asean und China.
Dieses Freihandelsabkommen zwischen China und der Asean folgt einem Zweistufen-Muster. In diesem Jahr, schaffen China und die sechs reicheren Asean-Staaten (Indonesien, Brunei, Malaysia, die Philippinen, Singapur und Thailand) 90 Prozent der Zölle ab. Die übrigen vier Staaten (Laos, Vietnam, Kambodscha und Burma) werden über die nächsten fünf Jahre nachziehen. Ob und wie schnell dieser Wirtschaftsblock sich vom Dollar lösen wird, hängt von mancherlei Faktoren ab. Jedoch lassen einige der neusten Nachrichten aus der Region daraufschliessen, dass kräftig daran gearbeitet wird. Die ASEAN plus 3 emanzipiert sich in rasendem Tempo. Es wird dabei kaum noch auf die Bremse gedrückt.
Zuallererst werden die Hauptgläubiger der USA, Japan, China und Südkorea versuchen ihre enormen Dollarreserven abzubauen. Es wird deshalb gekauft was es zu kaufen gibt, solange der Dollar noch etwas wert ist.
Die chinesische Zentralbank übt offen Kritik an der Rolle des Dollars als Weltleitwährung und forderte eine umfassende Reform des internationalen Währungssystems.
Am 24. März 2010 trat zwischen China, Japan, Südkorea und den ASEAN-Staaten[1] (ASEAN+3) ein Abkommen über multilaterale Währungsswap-Vereinbarungen in Kraft. Der Währungsswap bezeichnet einen Austausch von Währungen zwischen Vertragspartnern zu bestimmten Konditionen. Damit wurde de facto ein Devisenreservenfonds im Umfang von 120 Mrd. US-Dollar geschaffen.( eine eindeutige Infragestellung des G7 dominierten IWF )
http://www.finchannel.com/news_flash/Banks/62064_ADB_to_Contribute_to_ASEAN%2B3_Credit_Guarantee_Facility/
http://www.inwent.org/ez/articles/168725/index.de.shtml
http://www.engdahl.oilgeopolitics.net/Auf_Deutsch/ASEAN___US_/asean___us_.html

Die Türkei stellt den Handel mit China und Iran auf nationale Währungen um. Die beteiligten Länder werden zunächst mit 20% des Geschäftsvolumens beginnen und diese dann stetig erweitern. Schon zu Beginn des Jahres 2009 hat die Türkei mit Russland eine Vereinbarung getroffen, gänzlich auf den US-Dollar zu verzichten. Seitdem werden Geschäfte zwischen den Ländern nur noch in Lira und Rubel abgewickelt. Die Türkei hat mit den Ländern Russland, China und Iran einen jährlichen Warenumsatz von 65 Milliarden US-Dollar.
http://en.rian.ru/business/20091028/156617011.html

US-Kanonenboot-Politik

Die letzten Seufzer des Us-Dinosauriers? Bei genauer Betrachtung, war der Irak-Krieg ein Akt,
der strategischen ( imperealen Schwäche ), Schwäche der USA und wurde aus dieser geboren,
und nicht aus deren Stärke wie nur allzugerne in der G7-Medienwelt verbreitet wird.
Die USA versuchen nun mit Waffen zu ereichen, was sie mit diplomatischen Mitteln nicht mehr
durchsetzen können, . Dass dabei ihre eigenen Prinzipien der US-Gründungszeit,
wie Freiheit-Menschenrechte-Demokratie-Gerechtigkeit-Meinungsfreiheit etz. mit über Bord gehen,
ist eine traurige Konsequenz.

[siehe–Anhang XII]

All das weiter oben gesagte, sind schlechte Nachrichten für die US-Wirtschaft und den Dollar. Washington befürchtet, daß künftig für vielerlei Welthandel das Zahlungsmittel nicht in Ordnung ist. Was erklären hilft, warum die USA sich verstärkt ihrem zweiten großen Werkzeug zur Beherrschung der Weltgeschäfte zuwenden: der militärischen Gewalt.

Bisher hat es erst ein OPEC-Land gewagt, zum Euro überzugehen: Irak im November 2000. Es besteht wenig Zweifel daran, dass dies der eigentliche Grund war, für den US-Überfall auf dieses Land.
Ein anderes OPEC-Land hat seit 1999 öffentlich über einen möglichen Wechsel zum Euro gesprochen: Iran, ein Land, das seitdem zu Amerikas „Achse des Bösen“ gehört.
[siehe–Anhang XIII]

Ein drittes OPEC-Land, dass sich kürzlich mit der US-Regierung entzweit hat, ist Venezuela, und auch dieses Land hat sich illoyal zum Dollar verhalten. Unter Hugo Chavez’ Regierung hat Venezuela Barter-Geschäfte ( Ware gegen Ware) mit zwölf lateinamerikanischen Ländern und mit Kuba vereinbart. Das heisst, den USA entgeht ihre übliche Subvention, und erklären, warum die Amerikaner Chávez gehen sehen wollen. Auf dem OPEC-Gipfel im September 2000 trug Chávez den OPEC-Regierungschefs den Bericht über das „international Seminar on the Future of Energy“ vor, einer Konferenz, die Chávez im gleichen Jahr über das zukünftige Angebot an fossiler und erneuerbaren Energie einberufen hatte. Eine der beiden zentralen Empfehlungen war, dass die OPEC sich den hochtechnisierten elektronischen Barter- und Bilateral-Austausch ihres Öls mit ihren Entwicklungsländer-Kunden zu Nutze machen solle, das heisst, die OPEC solle sowohl den Dollar als auch den Euro bei vielen Geschäften meiden….hier nachschauen
In April of 2002, Javad Yarjani, Head Market Analyst of OPEC, gave a speech on the matter of which currency to use for the oil bill. This speech was given to the Spanish Minister of Economic affairs:
Im April 2002 hielt ein führender OPEC-Repräsentant in Spanien während der spanischen EU-Präsidentschaft einen Vortrag, in dem er verdeutlichte, daß die OPEC zwar noch nicht plane, Öl für Euros anzubieten, aber daß es eine Möglichkeit sei, die in Betracht gezogen würde und die durchaus von wirtschaftlichem Vorteil für viele OPEC-Länder sein könnte, vor allem die im Nahen Osten.
Leider ist, wie dies in letzter Zeit öfters vorkommt, die Seite aus den Archiven der OPEC verschwunden:
http://www.opec.org/NewsInfo/Speeches/sp2002/spAraqueSpainApr14.htm
Sehen sie sich hier, eine Bloginterne Zusammenfassung an

Schlusswort

Von Afghanistan über Irak nach Iran – Die Hegemonialpolitik der USA und der NATO und das Versagen Europas

Im März 2010 erhielt Noam Chomsky den renommierten Erich-Fromm-Preis in Stuttgart. Mit Noam Chomsky, Linguist und einer der bekanntesten Intellektuellen und politischen Autoren weltweit, sprachen Fabian Scheidler und David Goeßmann in Mainz am 24. März 2010.

NATO-Expansion entgegen Versprechungen, Europa und Deutschland sollten für friedliche Lösungen eintreten

David Goeßmann:
Auf der einen Seite werden die EU und Deutschland angesehen als friedenorientierter und moderater. Auf der anderen Seite ist zum Beispiel Deutschland der drittgrößte Waffenexporteur der Welt, liefert militärische Ausrüstung nach Israel und in andere Spannungsgebiete. Welche Rolle sollte die europäische Union, insbesondere Deutschland, in internationalen Beziehungen spielen?

Noam Chomsky: Europa könnte eine größere Rolle spielen, um Frieden international voran zu bringen. Im Fall Iran könnte Europa die Kriegsgefahr abschwächen helfen. Bei den drei Nicht-Unterzeichnern des Atomwaffensperrvertrags, Indien, Pakistan und Israel, die alle ihre Atomwaffensysteme mit Unterstützung durch die USA erlangten, könnte Europa Druck ausüben, so dass diese Staaten den Vertrag unterschreiben müßten und sich in Richtung auf eine nuklearwaffenfreie Zone bewegten.

Letzten Oktober, als man sich empörte über den Iran, weil er sich seinen Verpflichtungen entziehe, verabschiedete die internationale Atomenergiebehörde eine Resolution, die Israel aufforderte, dem Atomwaffensperrvertrag beizutreten und seine Atomwaffensysteme internationaler Beobachtung zugänglich zu machen. Europa trat dem entgegen und versuchte das zu blockieren. Die USA versuchten es natürlich auch zu verhindern. Die Resolution wurde verabschiedet auch gegen die europäischen Beschwerden und Einsprüchen. Obama informierte sofort Israel, dass man dem keine Aufmerksamkeit schenken müsse.

Dasselbe passierte mit Indien. Letzten September gab es eine Sicherheitsratsresolution, die alle Staaten aufforderte, dem Atomwaffensperrvertrag beizutreten. Obama informierte Indien, dass das nicht für sie gelte.

Ok, Europa könnte eine Rolle in diesen Angelegenheiten spielen und eine unabhängige Position vertreten, um die Gefahr, die von Kriegen und Atomwaffen ausgeht, zu verringern.

Es ist interessant, was mit Europa passiert ist. Gehen wir zum Ende des Kalten Krieges zurück. Der Fall der Berliner Mauer. Wenn irgend jemand der Propaganda der vorangegangenen fünfzig Jahre geglaubt hatte, hätte man erwarten können, dass die Nato sich nun auflöst. Die Nato wurde ja eingerichtet, um Europa vor den russischen Horden zu schützen.

Also es gab nun keine russischen Horden mehr. Also ok, dann laß uns die Nato auflösen. Tatsächlich passierte aber das Gegenteil. Die Nato expandierte in Verletzung von Versprechungen, die Gorbatschow gemacht wurden.

Die USA sind sehr vorsichtig und fixieren solche Dinge niemals schriftlich. Gorbatschow war naiv genug zu glauben, was ihm von Präsident Bush, US-Außenminister James Baker und Kanzler Helmut Kohl und anderen versprochen wurde. Sie sagtem ihm unmißverständlich, dass sich die Nato nicht einen Millimeter Richtung Osten, nach Ostdeutschland oder anderswo hin ausweiten werde. Es ist nicht verschriftlich worden, die Akteure behaupten also, sie hätten es nie versprochen. Aber es war sehr eindeutig und explizit.

Gorbatschow nahm an, dass ein Staatsmann, wenn er etwas sagt, es auch meint. Nicht sehr klug. Sofort begannen die USA mit der Expansion Richtung Osten. Jetzt ist die Nato noch darüber hinaus ausgeweitet worden.

Tatsächlich ist die derzeitige Strategie der Nato ausdrücklich, Kontrolle über das globale Energiesystems, über Pipelines und Schiffahrts- und Handelsrouten zu erlangen. Das ist die offizielle Rolle der Nato. Sie ist heute eine von den USA betriebene globale Interventionsmacht. Europa muss das nicht akzeptieren.

Wenn man auf die Ursprünge der Nato schaut, sieht man, dass Kontrolle über Europa einer der Gründe für die Gründung der Nato war, um sicher zu gehen, dass Europa nicht einen unabhängigen Weg einschlagen würde: Ein Europa etwa wie bei de Gaulle vom Atlantik bis zum Ural ohne die USA oder wie in Willy Brandts Ostpolitik, eine Politik, die die USA nicht mochten.

Europa ist eine Macht auf gleicher Augenhöhe mit den Vereinigten Staaten. Europa mußte sich natürlich vom Zweiten Weltkrieg erholen und alles neu aufbauen. Aber nach dem Wiederaufbau ist es heute eine größere Ökonomie als die USA, mit besser ausgebildeter Bevölkerung und guten Wohlfahrtsstandards und so weiter.

Europa könnte eine unabhängige Kraft sein. Die Nato ist dafür da, diese Unabhängigkeit Europas zu verhindern. Ein Weg, auf dem Deutschland eine große Rolle spielen könnte im Weltgeschehen wäre, sich zu weigern, Teil einer von Amerika betriebenen Interventionsmacht zu sein.

Es wird immer wieder gesagt, dass die USA Europa kritisieren, weil man zu friedensorientiert sei. Das ist aber keine Kritik.

Über Jahrhunderte war Europa eine der blutigsten Gegenden in der Welt. Die liebste Beschäftigung der Europäer war, sich gegenseitig abzuschlachten. Im dreißigjährigen Krieg wurde ein Drittel der europäischen Bevölkerung ausgelöscht. Das ist die Art, in der Europa die Welt erobert hat, indem man dort eine Kultur der Grausamkeit entwickelte.

Das war so extrem, dass, wenn Europa die Welt konfrontierte, niemand in anderen Gegenden bisher derartige Kriege erfahren hatte. Europa war ein grausamer Ort. Ab 1945 änderte sich das. Nicht weil die Gene sich änderten. Die Europäer kapierten es schließlich, dass beim nächsten Mal, wenn sie ihr Lieblingsspiel spielen würden, sich gegenseitig abzuschlachten, sie alles auslöschen würden. Die technologischen Vernichtungsmöglichkeiten hatten einen Punkt erreicht, ab dem man dieses Spiel nicht mehr spielen kann. Also ja, Europa wurde friedlich.

Schaut man auf die politische Wissenschaft, dann findet man dort lange Diskussionen, dass es die Demokratie gewesen sei, die die Europäer friedlich gemacht habe. Ich denke Demokratie hatte wenig damit zu tun. Was sie friedlich machte ist die Einsicht, dass man so etwas nicht mehr machen kann, weil es Selbstmord bedeuten würde.

Heute könnte Europa für friedliche Lösungen eintreten, eine atomwaffenfreie Zone im Nahen Osten fordern. Es könnte die Afrikanische Union unterstützen oder südpazifische Anstrengungen. Es könnte viele Dinge tun, welche aktiv eingreifen ins Weltgeschehen, aber nicht aggressiv, sondern für wirklichen Frieden.
ganzes Interview lesen : http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/Iran/chomsky2.html

Eine grosse Themensammlung :
„Neue Weltordnung“
Wohin driftet die Welt im 21. Jahrhundert? Finden sie hier
http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/themen/Weltordnung/Welcome.html

Die USA sind ganz und gar davon abhängig, daß andere sie aus ihrer unangenehmen Zwangslage befreien. Eine solche Situation passt allerdings überhaupt nicht zu dem Anspruch der USA, die führende politische und nicht zuletzt moralische Weltmacht zu sein. Natürlich bedeutet Geld nicht alles, aber es ist sehr schwierig eine starke Position aufrecht zu erhalten, wenn man von den Staaten wirtschaftlich abhängig ist, die man am meisten kritisiert – unter anderem Russland, China und Iran.
Die Weltwirtschaft hat kein Interesse daran, daß das Dollar-System zusammenbricht. Aber für die Weltgemeinschaft ist es sicherlich besser, wenn die USA den Platz einnehmen, der ihnen auf Grund ihrer tatsächlichen Lage zusteht. Dies wäre aller Wahrscheinlichkeit nach gut für Frieden, Demokratie und Gerechtigkeit in der Welt.

Anhang

Anhang I

Aus der G7-Gruppe (G7-Staaten ) der 7 führenden Industrienationen der Welt (USA, Deutschland, Japan, Frankreich, Italien, Grossbritannien und Kanada) hervorgegangener informeller Zusammenschluss, deren Staats- und Regierungschefs sich seit 1975 zum jährlich stattfindenden Weltwirtschaftsgipfel (G8-Gipfel ) in einem der Mitgliedstaaten treffen. Die deutsch-französische Initiative zu informellen Gesprächen über Möglichkeiten der wirtschafts- und währungspolitischen Koordinierung erfolgte vor dem Hintergrund der weltweiten Wirtschaftskrise Anfang der 1970er Jahre und dem Ende des Dollar-gebundenen Währungssystems. Nachdem in den 1980er Jahren zunehmend außen- und sicherheitspolitische Fragen unter den G 7-Partnern erörtert wurden, kamen nach dem Ende des Ost-West-Konflikts neben den Beratungen über weltwirtschaftliche und welthandelspolitische Weichenstellungen auch Umwelt- und Entwicklungsprobleme zur Sprache. Mit der regelmässigen Teilnahme des russischen Präsidenten seit 1993 als Gast an den G7-Treffen wurde der weltpolitische Gestaltungsanspruch unterstrichen; 1998 wurde durch die Aufnahme Russlands aus der G7 die G8. Mit den seither erfolgten Initiativen zur Entschuldung von Entwicklungsländern , zur Unterstützung Afrikas oder zum globalen Klimaschutz haben die G 8-Staaten ihren Anspruch als Koordinierungsgremium wichtiger Weichenstellungen für Internationalen Währungsfonds , Weltbank , WTO , Europäische Union und die Vereinten Nationen unterstrichen.
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Anhang II

Auszug aus der Rede Dr. Mahmoud Ahmadinedschad’s
Anti-Rassismus-Konferenz der UNO in Genf am Montag, 20. April 2010

Meine Damen und Herren!
Wer ist verantwortlich für die krisenhafte Weltwirtschaft? Wo begann diese Krise? In Afrika oder in Asien oder in den USA und danach in Europa und seinen Bündnisstaaten? Sie haben mit Hilfe von politischer Macht den internationalen politischen Austausch seit langem ungerechte Wirtschaftsgesetze und Bestimmungen aufgezwungen. Sie haben ohne Einbeziehung einer internationalen Aufsicht eine Währungs- und Finanzordnung aufgestellt und den Regierungen und Völkern aufgezwungen, welche keinerlei Einfluss auf die Prozesse und Strategien nehmen konnten. Sie haben noch nicht einmal zugelassen, dass ihr eigenes Volk eine Aufsicht ausübt. Unter Nichtbeachtung der Ethik in den Beziehungen haben sie alle Bestimmungen und Gesetze aufgrund der Interessen einer Gruppe von Macht- und Vermögensinhabern aufgestellt und durch eine besondere Definition von einem freien Markt und Wettbewerb, anderen zahlreiche Chancen geraubt und ihre eigenen Schwierigkeiten auf sie übertragen. Heute ist die Welle der Krise mit Milliarden von Schulden und Zig Milliarden Dollar Budgetdefizits auf sie selber zurückgekommen. Heute haben sie zur Verbesserung der Lage begonnen, mit Geldern ohne Rückhalt und in Wahrheit aus den Taschen ihrer Bürger und der anderer Völker den von Bankrott bedrohten Banken und Unternehmen und den Finanzmärkten Geldspritzen in Höhe von Zig Milliarden Dollar zu verabreichen, ihre Bevölkerung noch mehr zu verschulden und die schon schwierige Situation noch schwieriger zu machen. Sie denken nur an ihre Macht und an ihren Reichtum, während die Weltbevölkerung und sogar ihr eigenes Volk ihnen nichts wert sind.
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Anhang III

Islamic Banking
In der nahezu völlig hysterisierten westlichen Welt, ist bekanntlich nur wenig Raum für Ideen, die nicht nur von Muslimen kommen sondern sogar von deren Grundsätzen ultimativ gefordert werden. Es hat sich eine gewisse Starrsinnigkeit ausgebildet und die reagiert oft genug nach dem Motto: „Wenn’s islamisch ist, kann’s ja nur Mist sein.“

Die neue Wirklichkeit, in der allerdings recht unislamische Zocker wirtschaftlich den Rahm abgeschöpft und eine Krise gigantischen Ausmaßes hinterlassen haben, sollte jedoch eigentlich dazu angetan sein, mit eingeschaltetem Verstand Alternativen zu prüfen.

Islamische Banken sind von der Finanzkrise bislang weitestgehend verschont geblieben. Denn sie unterliegen einem strengen Zinsverbot – und hatten deswegen beispielsweise keine Schrottpapiere erworben.
Die Finanzkrise hat die Bankenwelt in der ganzen Welt erschüttert. In der ganzen Welt? Nicht ganz. Die islamischen Banken rühmen sich, weitgehend verschobt geblieben zu sein. Und tatsächlich: „Sie sind natürlich nicht immun, aber deutlich weniger stark betroffen“, sagt Davide Barzilai, Experte für Islamic Banking bei der Anwaltskanzlei Norton Rose.
(Quelle: http://www.welt.de/finanzen/article3523621/Islamische-Banken-sind-die-Gewinner-der-Krise.html)

Seltsamerweise hat sich hier bei uns das grundsätzlich falsche Gerücht verbreitet, der gesamte Nahe Osten sei ebenfalls von Pleitewellen, Niedergängen und ähnlich dramatischen Verlusten heimgesucht wie wir. Möglicherweise war hier der Wunsch der Vater des Gedankens und ich bin sicher, dass wirklich viele eine solche Situation für diese islamischen Staaten unterstellen, aber dem ist nicht so.
Und die „Welt“ kann nicht unbedingt als ultimative Verfechterin islamischer Ideen gelten.

Aber was ist denn eigentlich dran und dahinter?
Wie funktioniert „Islamic Banking“?
Und warum hätte es die Weltwirtschaftskrise vollständig verhindert, wäre es breitflächig vertreten?
Welches Ausmaß haben solche Bankgeschäfte mittlerweile?

Bemühen wir uns um Antworten.

Welche „islamischen Geschäfte“ werden getätigt?
Für diese Banken ist nicht nur das Berechnen von Zinsen verboten, sondern auch das Handeln mit Schuldpapieren, so dass sie beispielsweise nicht in amerikanische Schrottimmobilien investiert haben. Ausserdem gibt es das Prinzip, dass man nichts verkaufen kann, das man nicht besitzt oder das noch nicht existiert, erklärt Barzilai. Daher mischen diese Banken auch nicht bei Rohstoff-Termingeschäften oder in anderen spekulationsgetriebenen Märkten mit. Die meisten der heute existierenden islamischen Banken verbieten zudem Geldanlagen in Waffen, Alkohol, Pornographie und Schweinefleisch.
Die zentrale Idee ist, siehe oben, dass keine Geschäfte mit Dingen abgewickelt werden dürfen, die de facto nicht oder noch nicht existieren.
Die zitierten Warentermingeschäfte produzieren Gewinne auf der Basis blosser Annahmen; für gewöhnlich werden mit Stoffen, die (üblicherweise saisonal bedingt) in der Zukunft produziert werden, hohe Gewinne erzielt. Hier erwirbt der Käufer beispielsweise Landwirtschaftsprodukte, die noch gar nicht gewachsen sind und kann dieses Eigentumsrecht gewinnbringend handeln oder selbst nutzen. Geht die Ernte ein, ist der Händler vernichtet.
Islamische Banken reduzieren sich also von vornherein ausschließlich auf Güter, die tatsächlich bereits existieren und somit einen realen Geldeswert haben. Das Geld repräsentiert also ein Produkt, welches der Käufer bzw. Händler besichtigen, anfassen und wirklich nutzen kann.

Wie kann man aber Geld von einer Bank als Kredit erhalten?
Dennoch wollen auch islamische Banken Geld verdienen. Ihr Plus erzielen sie aber statt mit Zinsen über andere Konstruktionen. Wenn ein Kunde ein Auto kaufen will, so nimmt er keinen Kredit bei der Bank auf, sondern schließt mit ihr einen Vertrag. Dann kauft die Bank das Auto und verkauft es an ihn weiter – aber mit einem Aufschlag. Die erhöhte Summe bezahlt der Käufer in festen Raten zurück.
Unternehmen finanzieren sich dagegen über ein Konstrukt, das „musharaka“ genant wird. Vom Prinzip entspricht es der Private-Equity-Anlage in westlichen Finanzsystemen. Die Bank beteiligt sich auf Zeit an einem bestimmten Unternehmen oder Vorhaben und erhält hierfür einen prozentual festgelegten Anteil am Gewinn. Sie verdient daran, läuft aber auch Gefahr, ihr Geld zu verlieren, wenn das Unternehmen Pleite geht.
Dieses Prinzip ist neben dem Zinsverbot entscheidend im islamischen Bankwesen.

So einfach!
Das Wirtschaftsgut, hier das Auto, existiert und wechselt nach klaren Gesichts- und Vertragspunkten den Eigentümer. Wichtig hierbei ist der Umstand, dass die Bank selbst vorübergehend Eigentum an diesem Auto erwirbt und somit eine direkte Beziehung „Geld – Auto“ herstellt. Damit sind abstraktere und gleichzeitig damit gefährlichere Geschäftsmodelle unmöglich; das Geld steht immer in direktem Zusammenhang mit dem konkreten Wirtschaftsgut.

Wie hätte das Islamische Bankwesen die Wirtschaftskrise verhindert?
Das islamische Bankensystem hat Indonesiens Vize-Präsident Jusuf Kalla zufolge nur vergleichsweise geringen Schaden durch die weltweite Finanzkrise genommen. Das islamische Banken- und Finanzsystem hat in der Krise seine Stärke bewiesen, sagte Kalla bei einer Konferenz vor dem Auftakt des fünften Islamischen Wirtschaftsforums in der indonesischen Hauptstadt Jakarta: „Wir wissen alle, dass muslimische Länder mit einem islamischen Wirtschaftssystem von der gegenwärtigen Krise relativ wenig betroffen sind.“ Zugleich kritisierte Kalla das westliche Finanzsystem: „Die jüngste globale Krise hat uns gezeigt, dass eine Wirtschaft, die auf nicht realen Transaktionen beruht, schnell zerstört werden wird.“
http://www.bh-international.de/webview104/104,0,873.html)

“ …nicht auf realen Transaktionen beruht … “ dieser Satz bestätigt und unterstreicht das zuvor Gesagte eindrucksvoll.
Wie wir alle wissen, kam die Krise durch „abstrahiertes“, „virtuelles“, ergo: nicht real existierendes Geld zustande, das nach und nach durch die Wirtschaftsmechanismen vollständig jeden Wert verloren hatte. Die Bündelung US-amerikanischer Hypothekenkredite und deren Umwandelung in börsengehandelte Anlagepapiere hat exakt den Sprung gemacht, auf den Islamische Bankengeschäfte ganz grundsätzlich verzichten. Die Papiere, nicht von ungefähr als „Derivate“ (sinngemäss übers: „Verwandelung“) bekannt sind, basierten plötzlich nicht mehr auf Grund und Boden, sondern auf Börsenwerte.
Selbstverständlich sind Immobiliengeschäfte und, siehe oben, auch „Kreditierungen“ grundsätzlich möglich, diese Geschäfte aber befinden sich grundsätzlich immer in direkter „Eins zu eins“ – Beziehung zum Wirtschaftsgut. Dem islamischen Dollar steht dann ein konkreter, fassbarer Gegenwert gegenüber – und keine fixe Idee eines fixen Börsianers.

Wir lernen daraus: wäre islamisches Bankenverständnis breitflächig auf der Welt vertreten gewesen, wäre die Weltwirtschaftskrise komplett ausgefallen. Denn die brach nur wegen „nicht-realen“ und fast unbegreiflich hohen Geldsummen aus.

Welches Ausmaß haben solche Islamischen Banken und ihre Geschäfte heute?
Schätzungen zufolge umfasst der Markt heute bereits ein Volumen von 800 Milliarden bis eine Billion Dollar“, sagt Zaid el-Mogaddedi vom Institute for Islamic Banking and Finance in Frankfurt. Die jährliche Wachstumsrate betrage 15 bis 20 Prozent. Das Potenzial dürfte bei rund vier Billionen Dollar liegen. Denn auch in den islamischen Ländern überwiegt bis heute das herkömmliche Bankwesen und nur in vier Ländern – Saudi-Arabien, Iran, Sudan und Pakistan – gibt es ein staatlich verordnetes Zinsverbot.
Wirtschaftler machen große Augen: 15 bis 20 Prozent Wachstum – es gibt auf der ganzen Welt kaum eine Branche, deren Zuwachsraten annähernd dieses Ausmass erzielen.
Aber es gibt sie eben doch: westliche Banken rödelten 30 Prozent und manchmal mehr, an den Folgen ihres Tuns leiden sie selbst mittlerweile kaum noch und die menschlichen Dramen hinter ihren Wachstums- und damit Gewinnziffern stehen nicht in ihren Bilanzen.
Ein Wirtschaftsvolumen von erreichbaren 4000 Milliarden ist selbst für eine Volkswirtschaft wie die der USA eine höchst respektgebietende Summe, die derzeit gehandelte, 1000 Milliarden ist allerdings ebenfalls beeindruckend. Vor allem, wenn man sich die Sicherheit dahinter vorstellt; hier ist kaum ein Risikopotenzial eingepreist und wäre auch kaum notwendig. Investor wie Kunde können auf ihr Geld vertrauen – es verlässt ja nie seinen Schulterschluss zum konkreten Wirtschaftsgut!

Zum Abschluss dieser (stark eingeschränkten, aber wohl aussagestarken) Vorstellung sein noch einmal „Die Welt“ zitiert:
„Letztlich geht es dabei immer darum, einen Anteil am Risiko zu übernehmen“, sagt Barzilai. „Geld ist nicht dazu da, herumzuliegen und sich selbst zu vermehren.“ Es muss investiert werden, in der „Realwirtschaft“, also nicht in irgendwelchen abstrakten Finanzinstrumenten. Damit scheint das islamische Bankwesen schon dort angekommen, wo die westlichen Banken jetzt, im Gefolge der Finanzkrise, allmählich wieder hinkommen wollen.

….. Das sollte doch zu denken aufgeben.
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Anhang IV

http://www.huffingtonpost.com/luiz-inacio-lula-da-silva/the-bric-countries-come-i_b_539541.html

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Anhang V

Statistische Schönfärberei bei den amerikanischen Konjunktur- und Wirtschaftsdaten
Die Europäer blicken seit Jahren mit Bewunderung auf das amerikanische Wirtschaftswunder. Dort weist die offizielle Statistik seit etwa zehn Jahren ständig hohe Steigerungsraten beim Wirtschaftswachstum bei einer niedrigen Inflationsrate aus. Sogar in Zeiten der Rezession steht die US-Volkswirtschaft zumindest auf dem Papier der Statistiker immer noch vergleichsweise gut da bzw. befindet sich jetzt bereits wieder in einer Aufschwungphase. Deshalb wird die Wirtschaftsentwicklung in den USA auch gerne von europäischen Politikern als Vorbild dargestellt. Bevor wir uns aber die Wirtschaftspolitik der Vereinigten Staaten kritiklos zum Leitbild machen, sollten wir uns zuerst einmal anhand der tatsächlichen Fakten darüber informieren, welche Faktoren diesen Erfolg möglich gemacht haben.

Bei näherer Betrachtung fällt dann schnell auf, dass die Statistiker in Amerika einen wesentlichen Anteil an den guten Wirtschaftsdaten haben. Da wird nicht einfach wie in Europa nach streng mathematischen Regeln vorgegangen, sondern der sogenannte hedonische Ansatz gewählt. Hiermit wird erreicht, dass auch angebliche oder reale Qualitätsverbesserungen in die Berechnung der Inflationsrate und des Wirtschaftswachstums einfliessen. Qualitätssteigerungen werden nach der „hedonischen Methode“ in der Statistik automatisch als Preissenkungen gewertet.

Beispiel:
Die Prozessor-Geschwindigkeit von Computern hat im Jahr 2001 durch verbesserte Techniken von 1.000 MHZ auf 1.300 MHZ zugenommen. Im Jahresdurchschnitt sind die PC-Preise jedoch konstant geblieben. Hier rechnen die Statistiker im Auftrag der US-Regierung wie folgt :

Die Erhöhung der Taktfrequenz von 1.000 MHZ auf 1.300 MHZ bei den Prozessoren stellt eine Qualitätsverbesserung um 30 Prozent dar. Damit fallen die Preise für Computer unter Berücksichtigung der Qualitätsverbesserung im Verlauf des Jahres 2001 in der US- Verbraucherpreis-Statistik um 30 Prozent. Um dem Ganzen dann noch die Krone aufzusetzen, wird dieser Vorgang bei den Produktivitätszahlen einfach umgekehrt. Wenn die PC’s im Jahresverlauf bei gleichen Preisen um 30 Prozent schneller geworden sind, dann kann bei der Ermittlung des Wertes aller verkauften Computeranlagen natürlich nicht von den realen Preisen ausgegangen werden, sondern dieser Wert ist entsprechend der Qualitätsverbesserung um 30 Prozent nach oben zu berichtigen.
Obwohl es also im Jahresverlauf keine statistisch relevanten Veränderungen gab, nennt die US-Verbraucherpreisstatistik in unserem Beispiel für Computer einen Preisrückgang von 30 Prozent und die Produktivitätszahlen weisen für die Herstellung von Computern insgesamt einen Wert aus, der 30 Prozent über den realen Zahlen liegt.

Seit einigen Jahren werden ausserdem Software-Ausgaben der Industrie bei der Berechnung des US-Brutto-Sozialprodukts nicht mehr wie in anderen Industrienationen üblich als Kosten, sondern als Investitionsausgaben gebucht. Damit erhöht sich das von den Statistikern errechnete Sozialprodukt dann auf dem Papier noch einmal um ca. 70 Mrd. Dollar pro Jahr. Allein dieser Betrag entspricht in etwa 1 Prozent des gesamten amerikanischen Brutoinlandsprodukts.

Die Berechnungsmethode für die Wirtschaftsdaten in Amerika hat die Deutsche Bundesbank bereits in ihrem Monatsbericht vom August 2000 (Seite 8) sehr kritisch gewürdigt und festgestellt, das in den US-Konjunkturzahlen ein erheblicher Anteil von fiktivem Wirtschaftswachstum enthalten ist. Experten gehen davon aus, dass etwa ein Drittel des von der amtlichen Statistik belegten Wirtschaftswachstums auf derartigen Manipulationen beruht. Inzwischen macht bereits das Wort vom „amerikanischen Wohlstand durch Buchführung“ die Runde. Denn die durch den hedonischen Ansatz bei der Statistik ausgewiesenen Dollar-Milliarden existieren in Wirklichkeit nicht und stehen daher weder für den Konsum noch für Investitionen zur Verfügung.

Sie werden jetzt mit Recht fragen, welchen Nutzen die US-Regierung aus diesen Manipulationen zieht. Hier gibt es hauptsächlich zwei Gründe: Zum einen wird der eigenen Bevölkerung ein solides Wachstum vorgespiegelt und damit der angebliche Erfolg der Wirtschaftspolitik dokumentiert. Zum anderen erfolgt die Manipulation ganz gezielt, um die US-Wirtschaft im Ausland als wachstumsstark erscheinen zu lassen. Nur so lassen sich nämlich die jährlich zur Finanzierung des amerikanischen Leistungsbilanzdefizits erforderlichen 300 bis 400 Mrd. Dollar aus dem Ausland anlocken.
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Anhang VI

Das Glass-Steagall-Gesetz (Glass-Steagall Act) ist eine Vorschrift, die im Jahre 1931 in den USA entstand, und das Einlagen- und Wertpapiergeschäft der Banken reguliert. Es besagt, dass alle Banken, die in den USA tätig sind, entweder das Einlagegeschäft betreiben oder aber sich dem Wertpapiergeschäft widmen dürfen. Demnach darf eine Bank nicht beide Geschäfte gleichzeitig betreiben und so wurden die Geschäftsbanken von den Investmentbanken getrennt.
Unter ausgesuchten Bedingungen über eine Holding-Gesellschaft ist es für eine Bank in den USA seit dem Jahre 1999 möglich, Commercial Banking, Investment Banking und andere Aktivitäten wie beispielsweise der Vertrieb von Versicherungsleistungen miteinander zu verbinden.
Das Glass-Steagall-Gesetz wurde einst auf dem Höhepunkt der amerikanischen Finanzkrise der 30er Jahre verfasst, um den amerikanischen Markt künftig vor Börsenpleiten zu schützen. Damals verursachte der Börsenkrach von 1929 eine radikale Dezimierung der amerikanischen Bankenlandschaft. Rund ein Drittel der Banken gingen in die Pleite. Die Schuld an dem Börsencrash wurde den Banken selbst zugeschoben. Sie hätten den Investoren wertlose Wertpapiere verkauft und anvertraute Kundengelder zweckentfremdet.
http://fbkfinanzwirtschaft.files.wordpress.com/2010/01/glass-steagall-recherche.pdf
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Anhang VII

JIM LEHRER:
What is the proper relationship, what should be the proper relationship between a chairman of the Fed and a president of the United States?

ALAN GREENSPAN:
Well, first of all, the Federal Reserve is an independent agency, and that means, basically, that there is no other agency of government which can overrule actions that we take. So long as that is in place and there is no evidence that the administration or the Congress or anybody else is requesting that we do things other than what we think is the appropriate thing, then what the relationships are don’t, frankly, matter. And I’ve had very good relationships with presidents.
http://www.pbs.org/newshour/bb/business/july-dec07/greenspan_09-18.html
Wenn aus „irgendwelchen Gründen“, dieses Gespräch im Internet nicht mehr zu finden ist oder verschwindet:
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Anhang VIII

US-Dollar ohne Golddeckung :
Der Schritt der Nixon-Administration vom August 1971 bedeutete das Ende des Bretton-Woods-Systems und den Beginn des Marsches in die „Globalisierung“, der die Mehrheit der Weltbevölkerung zu wachsendem Elend verurteilte und jetzt sogar ihre Existenz bedroht. Um das zu verstehen, sollte man die beiden wichtigsten Schritte Nixons und deren Implikationen näher betrachten.

Erstens koppelte Nixon den Dollar vom Gold ab; der Wert war bis dahin auf 35 Dollar je Feinunze festgelegt gewesen. Von nun an würde der Dollar gegenüber dem Gold und, was ebenso wichtig war, gegenüber allen Währungen der Welt „frei floaten“. Auf der Azoren-Konferenz im folgenden Jahr 1972 machte Finanzminister George Shultz dies System der freien Wechselkurse dauerhaft.
Lassen wir einmal die zahlreichen Mythen über die Bedeutung des Goldes im Währungssystem außer acht und betrachten, was das alles ganz real bedeutete. Von nun an wurde der Wert des Dollars nicht mehr von der souveränen Regierung der USA bestimmt, sondern von den internationalen Finanzmärkten. Indem Nixon dies mit dem Dollar tat, also de facto der Reservewährung der Weltwirtschaft, zwang er der ganzen Welt das System freier Wechselkurse auf: Devisen wurden zum Spekulationsobjekt.
Von da an gab es keine stabile Grundlage mehr für den internationalen Handel und für langfristige internationale Investitionen in Entwicklungsvorhaben. Denn Währungen konnten rasch ihren Wert verändern – und dies geschah auch, in immer kürzeren zeitlichen Abständen. Heute sind es nur noch Minuten. Nationale Währungen, ein grundlegender Aspekt der souveränen Kontrolle von Regierungen über die Lebensbedingungen ihrer Bevölkerung, wurden zu einer Ware wie jede andere auf den von supranationalen Finanzinteressen beherrschten Weltmärkten.

Der zweite Aspekt von Nixons Entscheidung war das Einfrieren der Löhne und Preise, worauf später Lohn- und Preiskontrollen folgten. Scheinbar wurde damit die Macht der Regierung gestärkt. Aber in Wirklichkeit war es nur ein Schritt zugunsten der internationalen Finanzinteressen, die von der Währungsspekulation profitieren würden. Denn damit begann der Prozeß der drastischen Ausplünderung des Lebensstandard und der Kapitalbasis der Weltwirtschaft zugunsten kurzfristiger Spekulationsgewinne.
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-43144167.html

Das Bretton-Woods-System :
Das Bretton-Woods-System war ein Währungssystem benannt nach der Konferenz von Bretton Woods im US-Staat New Hampshire, wo sich Finanzminister und Notenbankgouverneure auf ein System fester Wechselkurse einigten……..weiter lesen

Glass-Steagall-Act von 1933 :
Das Gesetz von 1933 zwang die Institute, sich entweder für das traditionelle Kredit- und Einlagengeschäft oder für das Wertpapiergeschäft zu entscheiden. So sollten Interessenkonflikte vermieden und das Geld der Kunden geschützt werden. Außerdem wurde die FDIC, die amerikanische Einlagensicherung, geschaffen, die in der heutigen Bankenkrise zahlreiche kleinere Institute aufgefangen und zum Teil auch abgewickelt hat.
Die Philosophie dieses Gesetzes blieb in den USA mehr als 60 Jahre lang maßgeblich. 1956 wurde den Banken noch zusätzlich untersagt, Konkurrenten in anderen US-Bundesstaaten zu übernehmen. In den 90er-Jahren weichte der Gesetzgeber die Bestimmungen dann aber nach und nach auf. Schliesslich wurden mit dem Gramm-Leach-Bliley Act von 1999 die Grenzziehungen aufgehoben. Danach war es sogar möglich, gemischte Bank- und Versicherungskonzerne zu bilden. (na dann prost….!)
http://www.faz.net/s/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44/Doc~ED89D6AE10434469E8D3FDF1D0D953473~ATpl~Ecommon~Scontent.html
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Anhang IX

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,630879,00.html
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,631091,00.html
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,631397,00.html
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Anhang X

Kunstgeld :
Sonderziehungsrechte wurden vom Internationalen Währungsfonds (IWF) 1969 eingeführt und entsprachen dem Gegenwert eines Währungskorbes aus den vier wichtigsten Handelswährungen. Bei den Sonderziehungsrechten handelt es sich um reines Buchgeld. Mit Wirkung vom 1. Januar 2001 hat der IWF den Währungskorb der Sonderziehungsrechte neu definiert. Ein Sonderziehungsrecht setzt sich aus 0,577 USD, 0,426 EUR, 21,0 JPY und 0,0984 GBP zusammen. Die Sonderziehungsrechte werden den Mitgliedstaaten gutgeschrieben, gehören zu den nationalen Währungsreserven und können bei Zahlungsvorgängen zwischen einzelnen Notenbanken oder mit dem IWF als Zahlungsmittel verwendet werden. Sonderziehungsrechte sind die offizielle Rechnungseinheit des IWF. So werden die Kredite des IWF in SZR ausgezahlt. Der Kreditzins berechnet sich als gewichteter Mittelwert der aktuellen kurzfristigen Zinssätze der Korbwährungen.
Ein Beispiel zur Sache:
Einen direkten Vorstoß in diese Richtung hat China im Oktober 2009 unternommen, der viel Aufsehen erregt hat: Offensiv äusserte China seinen wachsenden Machtanspruch in der Weltwirtschaft und stellte die Rolle des Dollar als globale Leitwährung in Frage. So plädierte der chinesische Zentralbankgouverneur dafür, die Sonderziehungsrechte (SZR) des Internationalen Währungsfonds vermehrt im internationalen Finanzgeschehen zu nutzen, u.a. auch als internationale Reserveeinheit anstelle des Dollars. Zuvor solle der SZR-Währungskorb neu zusammengesetzt und dabei um Währungen von Schwellenländern erweitert werden. Eine vermutlich mittelfristige Aufnahme des Yuan in diesen Währungskorb könnte allerdings nur zu einem volkswirtschaftlich angemessenen Wert bzw. unter der Voraussetzung der freien Konvertibilität erfolgen und würde eine Öffnung der chinesischen Kapitalmärkte erfordern.Unlängst hat der Internationale Währungsfonds, durch Ausgabe von Anleihen in SZR deren Funktion als internationale Reservewährung untermauert.
http://german.beijingreview.com.cn/focus/txt/2009-07/07/content_205626.htm http://www.wiwo.de/politik-weltwirtschaft/china-will-dollar-durch-super-waehrung-ersetzen-392065/
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Anhang XI

Staats-Verschuldungskeule:
Die Geschichte öffentlicher Kreditaufnahmen- und vergaben durch Städte und Staaten reicht am Beispiel von Genua und Venedig bis in das Mittelalter zurück. Doch erst mit dem auslaufenden 19. Jahrhundert kommt in den industrialisierten Metropolen der strategischen Verwendung von Auslandsschulden eine fundamentale politische Kontrollfunktion in der internationalen Konkurrenz der Staaten und Systeme zu.
Seit dieser Zeit gelingt es den Staaten im Zentrum der industriellen Wirtschaftsordnung, andere Staaten der (Semi-)Peripherie in Abhängigkeitsverhältnisse zu drängen. Mit dem Anlaufen eines meisst existentiell benötigten Kredits können nämlich zeitgleich Rückzahlungsforderungen der Gläubigerländer geltend gemacht werden. Diese belaufen sich in der Regel allerdings nicht nur auf die Summe des verliehenen Geldes (das beispielsweise zur Beschleunigung der industriellen Entwicklung in den Schuldnerländern eingesetzt werden soll), sondern eben auch auf ein zuvor festgelegtes Zinsmass. Die Hoffnung der Empfängerländer beruht jeweils auf dem Zutreffen der einfachen Gleichung, daß auf Grund eines tatsächlich beschleunigten Export- und allgemeinen Wirtschaftswachstums durch neue Kapitalinvestitionen die Kredittilgung (incl. Zinsendienst) bald geleistet werden kann.

Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges konnten die USA den Dollar endgültig als internationales Zahlungsmittel Nummer eins durchsetzen (Festschreibung als Leitwährung). So legten in den 60er Jahren auch Banken in Europa zunehmend Dollar-Depots an. Als das rasante Wirtschaftswachstum der Nachkriegszeit langsam abebbte, verfügten die europäischen Banken zunehmend über einen massiven Kapitalüberschuß, da sich Produktionsinvestitionen in den indusrialisierten Zentren nicht mehr rentierten. Eine neue Anlageform für das Kapital in Dollar war dann schnell etabliert: Kredite an die Länder der Dritten Welt. Um sie attraktiv zu machen, wurden sie zunächst zu sehr niedrigen Zinsen vergeben. Das war zu diesem Zeitpunkt nur möglich, da diese Kapitalbewegungen von Banken in Europa – mit Wissen des IWF – jeglicher zwischenstaatlicher Kontrolle entgingen. Durch Kreditvergaben an Länder der Dritten Welt konnten die industrialisierten Zentren nun abermals (und auf legalisiertem Wege, vorher war es über die Kolonien) von der Wertschöpfung in der Peripherie profitieren. Denn um nichts anderes handelt es sich, wenn die Gläubigerländer im Norden Zinsen einstreichen, die zuvor über Steuer-Abgaben aus den Arbeitsprozessen in den Schuldnerländern abgeschöpft werden.

Anfang der 70er Jahre kam es dann zu einer regelrechten Kreditflut, als der Zuwachs an vergebenen Krediten jährlich bei über 200% lag und ausreichende Risikoprüfungen durch die Gläubigerländer so gut wie nicht realisiert wurden. Während sich die Auslandsschulden der Dritten Welt 1961 noch auf ca. 20 Milliarden Dollar beliefen, waren es 1971 schon ca. 70 und 1980 schliesslich ca. 560 Milliarden Dollar. Der massive Anstieg der Ölpreise im Jahr 1973 hat dann auf die Aggressivität bei der Kreditvergabe auf Seiten der Länder des Nordens sowie auf die Notwendigkeit der Kreditaufnahme auf Seiten der Länder des Südens zusätzlich als Beschleuniger fungiert. Durch das von ihnen in den Erdöl fördernden Ländern investierte Kapital profitierten die Industriestaaten direkt von den Ölpreissteigerungen. Gemeinsam mit der Tatsache, daß die Erdöl fördernden Länder ihre Überschüsse ihrerseits in den Industrieländern anlegten, erhöhten sich dadurch die ohnehin vorhandenen Kapitalüberschüsse der Banken weiter. Während also der Norden darauf aus war, das aus den Ölpreissteigerungen resultierende überschüssige Geld in Krediten anzulegen, wurden diese von den Ländern des Südens aufgrund der drastisch gestiegenen Ölrechnungen verstärkt nachgefragt.(Prinzipiell bin ich gegen Verschwörungstheorien, jedoch kommt man bei der genauen Betrachtung der Ölkriese von 1973 nicht darum herum, ob diese nicht absichtlich herbeigeführt wurde, um die Dritt-Weltländer in die Schuldenfalle zu locken.)

Die Vergabe bilateraler Kredite von Ländern des Nordens an die Länder des Südens wurde dazu zum einen an Handelsabkommen geknüpft, in denen sich die Schuldner verpflichteten, von den erhaltenen Geldern u.a. Industrie- und Rüstungsgüter aus dem jeweiligen Gläubigerland anzuschaffen. Zum anderen erhielten die Schuldnerländer Auflagen, die sie in die Lage bringen sollten, zunehmend ihre Rohstoffe und industrielle Basisgüter auf den freien Markt zu bringen. Bald standen die Länder des Südens mit ihren Exportbemühungen im direkten Konkurrenzkampf zueinander, was auf den erwünschten Verfall der Rohstoffpreise und somit zu sinkenden Importkosten für die Länder des Nordens hinauslief. Aufgrund der somit ausbleibenden – aber ursprünglich ja geplanten – Mehreinnahmen durch eine quantitative Steigerung des Exports, wurde es für die Länder des Südens unmöglich, ihre Schulden jemals bezahlen zu können. Die Schuldenfalle war zugeschnappt.

Die Gesamtschulden der Länder der Dritten Welt belaufen sich heute auf weit über 2000 Milliarden Dollar. Während die gesamte öffentliche Entwicklungshilfe an den Süden jährlich zur Zeit etwa 40-50 Milliarden Dollar netto beträgt, summiert sich die Schuldenabzahlung auf ca. 250 Milliarden Dollar im Jahr.

Es ist deshalb kaum verwunderlich, wenn in UNO-Vollversammlungen den Reden des iranischen Polterpresidenten Dr. Mahmoud Ahmadinedschad’s, stehend Beifall gezollt werden. Die G7-Staaten täten gut daran, statt wegzulaufen oder gar zu boykottieren, dass immer lauter werdende Grollen in der dritten Welt inclusive der sogennanten Schwellenstaaten, zu hören, bevor es zu spät ist. Ein relativ einfaches Mittel die dritte Welt, wenigstens mittel-fristig zu befrieden, wäre ein allgemeiner Schuldenerlass. Eine Sache die in den Staatshaushalten der G7 Staaten kaum bemerkt würde, jedoch in den verschuldeten Drittwelt-Staaten für allgemeine Erleichterung sorgen würde.( Aber das geht natürlich nicht, weil dann das Dollar-Fangeisen nicht mehr funktionieren würde.)
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Anhang XII

Kann die USA noch moralisieren?

Straflosigkeit für schwerste Menschenrechtsverletzungen, Folter und Misshandlung von Gefangenen in mindestens 111 Staaten, unfaire Verfahren in mindestens 55 Staaten, Einschränkung der Meinungsfreiheit in mindestens 96 Ländern: Das sind die wichtigsten Anklagepunkte des neuen Jahresberichts von Amnesty International, den die Menschenrechtsorganisation für das Jahr 2009 am Donnerstag weltweit veröffentlicht. Dabei bemüht sich Amnesty auch, positive Entwicklungen darzustellen.

http://www.taz.de/1/politik/europa/artikel/1/folter-in-111-staaten/


In den USA wurden seit Wiedereinführung der Todesstrafe im Jahr 1976 mehr als 1200 Menschen hingerichtet. Rund 3000 zum Tode Verurteilte warten in Gefängnissen gegenwärtig auf ihre Hinrichtung. Auch wenn viele dieser Todesurteile in lebenslängliche Haftstrafen umgewandelt werden, bleibt die Einstellung der Amerikaner und ihrer Gerichte zur Todesstrafe grundsätzlich positiv.


Keine verfassungsrechtlichen Bedenken
Die Strafjustiz in den USA ist größtenteils Sache der einzelnen Bundesstaaten. Von denen praktizieren gegenwärtig noch 32 die Todesstrafe. Die übrigen haben sie entweder ganz abgeschafft oder unter ein Moratorium gestellt. Die Rechtssprechung in den USA zur Todesstrafe war in den vergangenen Jahren durchaus differenziert. Zwar hat sie der Oberste Gerichtshof in Washington im Grundsatz erst vor kurzem erneut für verfassungsgemäß erklärt, andererseits aber hat er die Todesstrafe für geistig Behinderte und für Minderjährige im Jahr 2005 verboten.[ ist ja toll,—2005— ]

Inhalte des PATRIOT Act – USA 2001
Der PATRIOT Act dient grundsätzlich dazu, die Ermittlungen der Bundesbehörden im Fall einer terroristischen Bedrohung zu vereinfachen. Hierzu wurden bestimmte, auch die Grundrechte betreffende bislang gültige Gesetze eingesetzt und durch folgende Regelungen ersetzt:

Menschen ohne US-amerikanische Staatsbürgerschaft, die unter Terrorismusverdacht stehen, dürfen ohne Gerichtsverfahren auf Anweisung vom Attorney General für unbestimmte Zeit festgehalten werden. Eine halbjährliche Kontrolle derartiger Verhaftungen obliegt dem Kongress.

Die Erfordernis, Richter bei Telefon- oder Internetüberwachung als Kontrollinstanz einzusetzen, wurde weitgehend aufgehoben, dadurch werden die Abhörrechte des FBI deutlich erweitert. Der zuständige Richter muss zwar von einer Überwachung informiert werden, dieser ist jedoch verpflichtet, die entsprechende Abhöraktion zu genehmigen. Telefongesellschaften und Internetprovider müssen ihre Daten offen legen.

Hausdurchsuchungen dürfen ohne Wissen der betreffenden Person durchgeführt werden.

Die Entscheidung, ob eine Vereinigung als terroristisch eingestuft wird, geht an das Justiz- und Außenministerium über. Ausländer dürfen wegen der Mitgliedschaft einer der vom Justiz- und Außenministerium definierten terroristischen Vereinigung abgeschoben werden.

Das FBI hat das Recht, Einsicht in die finanziellen Daten von Bankkunden zu nehmen, ohne dass Beweise für ein Verbrechen vorliegen.

Der Auslandsgeheimdienst (CIA), der im Gegensatz zum FBI keiner weitgehenden öffentlichen Kontrolle unterliegt, erhält das Recht, auch im Inland zu ermitteln.

Auswirkungen auf Reisende in die USA
Die USA verlangen mit dem PNR-Buchungscode (Passenger Name Record) persönliche Informationen über jeden Flugpassagier vor dessen Einreise in die USA, die durch den PATRIOT Act sichergestellt werden.

US-Präsident Barack Obama ermöglicht mit seiner Unterschrift die Fortsetzung des umstrittenen „Patriot Act“
Wie man leicht erkennen kann, werden auch in den USA die Menschenrechte nicht besonders gross geschrieben.


Guantánamo ist zum Symbol für die von den USA begangenen Menschenrechtsverletzungen im «Krieg gegen den Terror» geworden.
Etwa 800 Gefangene sind seit dem 11. Januar 2002 in Guantánamo inhaftiert worden. 210 Gefangene befinden sich Mitte Dezember 2009 noch immer in Haft.

Obamas Regierung ist wie ihre Vorgängerin der Ansicht, die Insassen auf dem US-Militärstützpunkt rund 60 Kilometer nördlich der afghanischen Hauptstadt Kabul hätten kein Recht auf eine Prüfung ihrer Haft vor einem amerikanischen Gericht. Bagram ist eines der heikelsten Gefangenenlager, das die USA im Ausland betreibt. Der Gefangenentrakt auf der Basis Bagram, im US-Militärjargon BHF – für „Bagram Holding Facility“ – genannt, ist zwar weniger bekannt, doch mittlerweile weit größer als Guantanamo Bay. Über 600 Terrorverdächtige, alle festgenommen im Kriegsgebiet von Afghanistan oder an der Grenze zu Pakistan, sitzen hier ohne Zugang zu Anwälten, ohne jegliches juristisches Verfahren.

http://www.dw-world.de/dw/article/0,,5279925,00.html
http://www.stern.de/politik/ausland/umstrittener-patriot-act-obama-verlaengert-bushs-ueberwachungsgesetz-1547202.html
http://www.amnesty.ch/de/themen/krieg-gegen-terror/guantanamo
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,609135,00.html
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Anhang XIII

Irak-Krieg

Schon des öfteren, wird von G7-Medien „Die Legende vom Petro-Euro-Krieg“( Spiegel Online 10.03.2006 ), durchgehächelt. Es ist auch mir klar, dass alleine weder die irakischen noch die iranischen oder venezuelanischen Ölexporte in anderer Währung, dem Dollar als Weltleitungswährung besonders gefährlich werden. Jedoch sind sie eben auch Tropfen der weltweiten Richtung „Weg vom Dollar“ und helfen dabei,dass berühmte Fass voll zu machen. Der Irakkrieg von 2003, wurde klar auf dieser Basis geführt. Er diente vor allem zur Abschreckung und sollte weitere Nachahmer verhintern. Dieser Versuch der USA ihr Geld vor dem Verfall zu schützen ist weitgehend fehlgeschlagen, wie wir heute ( 2010 ) ohne weiteres sehen können.

Although completely unreported by the U.S. media and government, the answer to the Iraq enigma is simple yet shocking — it is in large part an oil currency war. One of the core reasons for this upcoming war is this administration’s goal of preventing further Organization of the Petroleum Exporting Countries (OPEC) momentum towards the euro as an oil transaction currency standard……
http://www.ratical.org/ratville/CAH/RRiraqWar.html
Sollte diese Seite wie so manch andere aus dem Internet verschwinden: bitte hier öffnen

Es ginge den USA vor allem darum, einen Umstieg der OPEC auf den Euro als Ölwährung und die damit verbundene Schwächung des US-Dollar zu verhindern. Tatsächlich wird irakisches Öl seit Oktober 2000 auf irakischen Wunsch in Euro fakturiert, und der Iran überlegt einen ähnlichen Schritt, seit der Euro die Parität zum US-Dollar erreichte ( und auch Nordkorea verwendet seit Dezember 2002 im Außenhandel den Euro, womit die Achse des Bösen komplettiert ist )……….
http://www.rpoth.at/pastwork/irak_oil.shtml

Eine weitere interessante Seite zum Irak mit vielen weitergehenden Links finden sie hier.
http://www.glasnost.de/pol/irak.html

Für den Iran gilt weitgehend dasselbe wie für Irak. Es ist schon fast pervers, wenn man mitansieht, wie mit den gleichen Lügen ein weiterer Krieg gerechtfertigt werden soll.
http://www.gasandoil.com/goc/news/ntm23638.htm
http://www.feasta.org/documents/papers/oil1.htm
http://edition.cnn.com/2000/WORLD/meast/10/30/iraq.un.euro.reut/
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Wichtig !!!

Gefährliche Situation im mittleren Osten

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Ahmadinejad: Denn WestMächten ans Bein gepinkelt !! Grosser Aufschrei : Diese mögen die Wahrheit nicht hören…

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Ahmadinejad Rede bei der Anti-Rassismus-Konferenz der
UNO in Genf am Montag,
20. April 2010

Viel Geschrei um Präsidenten Ahmadinejad Rede.
Die westliche Presse in Aufruhr, westliche Politiker
verlassen den Saal oder verweigern gar die
Teilnahme. War Ahmadinejad Rede ein Skandal
oder handelt es sich schlicht um Meinungsmache?
Die allgemeine Verurteilung , der Rede des Herrn Ahmadinejad durch westliche Medien, weckt bei mir das Bedürfniss,
diese Rede genau zu untersuchen, zu hinterfragen und zu kommentieren.

Meine kommentare werden in [ eckigen Klammern und Italic dargestellt ]

Nehmen Sie sich die Zeit die Rede wortwörtlich zu lesen – es ist sehr erhellend. Insbesonde die Reaktionen der westlichen “freien” Welt auf die Ansprache und Interpretation derselben lässt sich anschließend aus einer ganz anderen Perspektive erklären.

Ahmadinejad Rede bei der Anti-Rassismus-Konferenz der UNO in Genf am Montag, 20. April 2010
„Preis und Dank gelten nur Gott dem Gerechten und Gütigen, der Seinen Dienern wohlgesinnt ist. Gottes Gruß gelte Seinen Gesandten, von Hazrate Adam bis zu Noah, Abraham, Moses, Jesus und dem letzten der Propheten, Hazrate Mohammad Mustafa, Friede sei mit Ihm und Seiner Familie. Sie allen waren Herolde des Ein-Gott-Glaubens, der Brüderlichkeit und Liebe, der Würde des Menschen und der Gerechtigkeit.

Sehr geehrter Vorsitzender,
werter UNO-Generalsekretär,
werte Menschenrechtskommission,
Meine Damen und Herren!

Wir haben uns versammelt, um in Fortsetzung der Konferenz von Durban für den Kampf gegen den Rassismus durch Betrachtung der aktuellen Situation praktische Wege für diesen heiligen menschlichen Kampf zu finden. Im Laufe der Ereignisse der letzten Jahrhunderte ist großes Unrecht an der Menschheit geschehen. Im Mittelalter wurden Gelehrte und Denker zum Tode verurteilt und danach waren Versklavung und Sklavenhandel gang und gäbe: Die Jagd auf unschuldige Menschen, die Trennung von ihren Familien und ihre Verfrachtung zu Millionen nach Europa und Amerika und unter den schlimmsten Bedingungen.

[ Hier schiebt Herr Ahmadinejad den Europäern und Amis die historische Geschichte über Sklaverei und Kolonialismus zu einseitig zu. Auch seine islamischen Brüder, die Sunnitischen Araber haben eine Unrühmliche kolonisatorische Vergangenheit gepaart mit Sklavenhandel.
Zwischen dem 7. und dem Beginn des 20. Jahrhunderts sind etwa 7 500 000 Afrikaner über den Transsaharahandel deportiert worden. Zu dieser Zahl sind weitere 2 000 000 Gefangene zu zählen, die unterwegs umkamen, und 400 000, die am Rande der Wüste oder in den Oasen zurückblieben. Das ergibt für den Weg durch die Sahara eine Gesamtzahl von 9 900 000 Gefangenen. Über das Rote Meer und am Indischen Ozean entlang sind weitere 8 000 000 Afrikaner verschifft worden, was zu einer Gesamtzahl von 17 900 000 führt. ]

http://de.wikipedia.org/wiki/Sklaverei_im_Islam

[ Der Transatlantische Sklavenhandel war im 18. Jahrhundert ein wesentlicher Bestandteil der atlantischen Wirtschaft. Die Wirtschaftssysteme der europäischen Kolonien in der Karibik, der amerikanischen Kolonien und Brasiliens erforderten viele Arbeitskräfte, die in der Landwirtschaft (z.B. auf Plantagen) eingesetzt wurden. 1790 hatten Inseln wie Britisch-Westindien, Jamaika, Barbados und Trinidad eine Sklavenbevölkerung von 524.000, die französischen westindischen Besitzungen 643.000. Andere Mächte wie Spanien, die Niederlande und Dänemark hatten ebenso viele Sklaven. Trotz dieser hohen Zahlen wurden immer weitere Sklaven angefordert. Raue Bedingungen und demografische Ungleichheiten reduzierten die Zahl der Sklaven dramatisch. Zwischen 1600 und 1800 hatten die Engländer ca. 1,7 Millionen Menschen als Sklaven in die westindischen Besitzungen importiert; die Tatsache, dass ca. eine Million weniger Sklaven in den britischen Kolonien lebten, als importiert waren, veranschaulicht die Bedingungen, in denen sie zu leben hatten. Zwischen 16. und dem Beginn des 19. Jahrhunderts wurden 15 000 000 Afrikaner deportiert. ]
http://de.wikipedia.org/wiki/Atlantischer_Sklavenhandel

[ Als Iraner ist er fein raus, hat doch der Iran tatsächlich niemals kolonialisiert und sich auch nicht am Sklavenhandel beteiligt. Ausserdem hat der Iran eine lange Geschichte in Sachen Völkerrecht. König Kyros hatte seinem Reich 539 vor Christus eine Art Verfassung gegeben, die in Stein gemeisselt der Nachwelt erhalten ist. Sie ist eine der frühesten Quellen des Völkerrechts und gilt als die älteste Menschenrechtserklärung der Geschichte. Dieses Dokument befindet sich heute im British Museum in London. 1971 wurde sie von der Uno als «1. Charta der Menschenrechte» gewürdigt und in alle Sprachen übersetzt. ]
http://www.geistigenahrung.org/ftopic31559.html

Rede des Herrn Ahmadinejad
Es war eine finstere Zeit, die immer mit der Besatzung von Ländern, der Plünderung von Ressourcen, dem Massaker an schutzlosen Menschen und ihrer Obdachlosigkeit einherging. Es vergingen Jahre, bis die Völker durch ihren Aufstand und unter großen Opfern und zum Preis von Millionen von Toten, die Angreifer vertrieben und unabhängige nationale Regierungen gründeten.
Die Machtgierigen haben in einem kurzen Zeitraum Europa und einem Teil von Asien und Afrika zwei große Kriege aufgezwungen. Diese Kriege hinterließen ungefähr 100 Millionen Tote und riesige Schäden in vielen Ländern und Städten. Die Sieger dieser Kriege hielten sich für die Eroberer der Welt und die anderen Nationen für gescheitert. Durch Aufstellung von Gesetzen und Einführung von ungerechten Mechanismen übergingen sie die Rechte der Völker und verletzten sie.

[ Um die Perversion dieses Systems zu verdeutlichen, sei hier verkürzt dargestellt, was heutzutage passiert: Banken leihen Deutschland Geld, damit Deutschland es an Griechenland geben kann, damit diese die Zinsen ihrer Schulden an genau die gleichen Banken zurück zahlen können! Oder noch leichter ausgedrückt: Die Banken zahlen sich selbst aus und Deutsche und Griechen müssen noch etwas drauf legen, ohne irgendeinen Vorteil daraus zu haben! Und das System wir von Menschen vertreten, die eines Tages, wenn die Macht der Logik obsiegt, wegen Hochverrats zur Verantwortung gezogen werden müssten, falls sie nicht wegen offensichtlichen Wahnsinns für unzurechnungsfähig erklärt werden. Wir sind heute in einer Zeit, in der endlich Licht auf die wahren Aussauger der Welt geworfen wird. Es sind nicht die Obamas, Bushs, oder ihre Marionetten in Ost und West. Es sind Großkapitalisten, die ganze Staaten in den Ruin treiben, die ganze Welt. Aus unersättlicher Gier. Die Zusammenhänge um diese nicht endende Gier der Banken und Financiers, sind überdeutlich. Wenn die Welt es nicht heute schafft, diese Großkapital-Mechanismen, diese armen kranken Menschen der Megafinanz zu entmachten, dann wird es Jahrhunderte dauern bis die Welt wieder so aufmerksam ihren Blick darauf richtet – und die Schuldigen so deutlich lokalisiert. Das geht nur global. Global gleichzeitig.
Der Iraner Ahmadinejad ist zum Hauptfeind des Kapitalismus geworden und wird von diesem auch so behandelt. Aber die Völker der Welt, und die absolute Mehrheit ihrer Vertreter hat Ahmadinejad frenetisch zugejubelt! Der Applaus nach seiner Rede war überwältigend! ]
siehe dazu auch: Obama will die private Zentralbank (FED) der USA zur polizeilichen Weltregierung machen
Die Risiken der Weltwirtschaft kontrollieren
http://library.fes.de/pdf-files/iez/04347.pdf
Neue Akteure der Weltwirtschaft
http://trt.net.tr/trtinternational/de/newsDetail.aspx?HaberKodu=35e9801f-ad72-425e-83f8-77b22213ecf5
Die Welt ächzt unter der Finanzkrise, dabei könnte das Schlimmste noch kommen.
http://www.focus.de/finanzen/boerse/finanzkrise/weltwirtschaft-die-naechste-krise-wird-toedlich-sein_aid_339326.html

[ Islamische Banken sind weitgehend von der Finanzkrise verschont geblieben, weil sie sich an wesentliche Prinzipien des Korans und des gesunden Menschenverstandes halten. Der Koran verbietet explizit die Erhebung von Zinsen, weil sie als Wucher gelten. Zudem wird nicht spekuliert, sondern in die Realwirtschaft investiert. In Iran, Pakistan und Saudi-Arabien gibt es ein staatliches Zinsverbot. Trotzdem sie verzichten, Menschen und Staaten bis auf die Haut auszuziehen, machen auch islamische Banken Gewinne zwischen 15% und 20%, weniger als ihre westlichen Blutsauger-kollegen, die zwischen 30% bis 50% Gewinne einstreichen.
Eine kurze Einführung zu „islamic Banking“ ]

Rede des Herrn Ahmadinejad
Meine Damen und Herren!
Sehen Sie sich den UN-Sicherheitsrat an, welcher zu dem Erbe des Ersten und Zweiten Weltkrieges gehört. Mit welcher Logik haben sie sich das Privileg des Vetorechtes eingeräumt? Mit welchen menschlichen und göttlichen Werten stimmt ihre Argumentation überein? Mit der Gerechtigkeit, der Gleichheit gegenüber dem Gesetz, der Würde des Menschen oder mit der Diskriminierung, der Ungerechtigkeit, dem Verstoß gegen Menschenrechte und der Bedrohung der Mehrheit der Nationen und Länder? Dieser Rat ist die höchste Instanz für Entschlussfassungen über Frieden und Sicherheit auf der Welt. Wie können Gerechtigkeit und Frieden erwartet werden, wenn hinsichtlich des Gesetzes Benachteiligungen erfolgen und Gewalt und Macht statt Gerechtigkeit und Recht Grundlage des Gesetzes bilden? Machtbestreben und Selbstverherrlichung sind Ausgangspunkt für Rassismus, Diskriminierung, Übergriff und Unrecht. Zwar verurteilen viele Rassisten in ihren Äußerungen und ihren Parolen den Rassismus. Aber wenn einige mächtige Staaten aufgrund ihrer eigenen Maßstäbe und Interessen anstelle der anderen Länder entscheiden können, können sie auch ohne weiteres gegen alle Gesetze und menschlichen Wertmaßstäbe verstoßen. Und das haben sie getan.

[ Die UNO wurde am 26.6.1945 durch einstimmige Annahme der UN-Charta in San Francisco gegründet. Damals gab es nicht eine Atommacht auf der Welt. Die USA zündeten ihre erste Atombombe („Trinity“) am 16.Juli 1945 – also drei Wochen nach der Gründung der UNO. Jene Gründungsmitglieder, die im Zweiten Weltkrieg die Hauptlast des Kampfes gegen Deutschland und Japan getragen haben (CHN, FRA, GB, RUS, USA), sind ständig im Weltsicherheitsrat vertreten und haben dies mit dem Veto-Recht gekoppelt.
Die Frage sei gestattet ob das Vetorecht heute, 65 Jahre danach, nicht schon vom Prinzip her, das Gleichheitsprinzip des Völkerrechts verletzt. ]
http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/themen/UNO05/reform.html
http://www.zeit-fragen.ch/ausgaben/2007/nr26-vom-272007/die-globalisierung-der-militaerischen-macht-durch-die-expansion-der-nato/
Teil 1
http://www.gegenstandpunkt.com/radio/2005/ga051024.htm
Teil 2 http://www.gegenstandpunkt.com/radio/2005/ga051031.htm

Rede des Herrn Ahmadinejad
Nach dem Zweiten Weltkrieg haben sie unter der Begründung der Judenopfer und unter Missbrauch des Holocausts, durch Offensive und Feldzug ein Volk vertrieben und einige aus Europa und den USA und anderen Ländern, in deren Territorium gebracht und eine total rassistische Regierung auf dem besetzten Boden Palästinas errichtet. In Wahrheit haben sie unter dem Vorwand des Ausgleiches rassistischen Unheils in Europa an einem anderen Ort, nämlich in Palästina, die brutalsten Rassisten an die Macht gebracht.

[ Peres Rede vor dem deutschen Bundestag 27.Januar 2010 :
wörtlich:
„Ebenso wie unsere Nachbarn identifizieren auch wir uns mit den Millionen Iranern, die gegen die Diktatur und Gewalt rebellieren. Genau wie sie lehnen wir ein fanatisches Regime ab, das die Charta der Vereinten Nationen missachtet. Ein Regime, das mit Zerstörung droht und Atomkraftwerke und Nuklearraketen besitzt, mit denen es sein eigenes Land wie auch andere Länder terrorisiert. Ein solches Regime ist eine Gefahr für die ganze Welt.“
Dies ist nur ein Auszug einer von Lügen und Meinungsmache gespickten Rede. Denn:
Wenn jenes “Regime“ wirklich eine Gefahr für die Welt darstellt, warum muss man dann mit klaren Unwahrheiten jene Gefahr “aufbauschen“? Iran hat noch kein einziges in Betrieb befindliches Atomkraftwerk und den Besitz von Nuklearraketen wirft ihnen – außer Peres – wirklich niemand vor! Und welche andere Länder terrorisiert der Iran? Es sei daran erinnern, dass hier der Präsident des zionistischen Staates im Bundestag eines der reichsten Länder der Erde spricht und die größte Gefahr, die es für die gesamte Menschheit sieht, die Islamische Republik Iran sein soll. ]

http://www.bundestag.de/kulturundgeschichte/geschichte/gastredner/peres/rede.html

[ Wieso stelle ich die beiden Redner, also Herr Ahmadinejad und Herr Peres, einander gegenüber? Damit man sehen kann, das die Worte zwar verschieden, jedoch der Sinn der gleiche ist, mit dem kleinen aber bedeutenden Unterschied, dass Herr Ahmadinejad die Wahrheit sagt, während Herr Peres wie geduckt lügt. ]
IAEA Bericht für Iran vom 31.05.2010

[ Auch kann man sehen, dass Herr Peres tatsächlich den Holocaust an den Juden missbraucht und sich, während einer Gedenkrede zu den Opfern des Holocoastes, dass Recht herausnimmt, dem Iran Unwahrheiten vorzuwerfen. Ausgerechnet das heutige Israel wirft anderen Staaten Staatsterror vor. Nachdem was da im Libanon 2006, in Gaza 2009 und der Hilfsgüterflotte für Gaza Ende Mai 2010 passiert ist, sollte man meinen, dass Israel erst mal vor der eigen Türe putzen sollte. ]
http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/Libanon/ruf2.html
http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/Gaza/hobsbawm.html
http://www.faz.net/s/RubB30ABD11B91F41C0BF2722C308D40318/Doc~E77C1BB90592A4941828AECF1874AB00A~ATpl~Ecommon~Scontent.html

[ Im weiteren vertritt Herr Peres in der selben Rede auch den rassistischen Standpunkt das anscheinend nur Juden, in den Vernichtungslager der Nazis umgekommen sind.
Was mir dazu auch noch auffällt, ist die scheinheilige und doppelzüngige Art westlicher Politiker. Während diese bei den Reden des Herrn Ahmadinejad entweder gar nicht erscheinen oder wenn, den Saal verlassen, klatschen sie bei der lügnerischen Passagen des Israelis, stehend Beifall. Die immer mehr umsichgreifende Doppelmoral westlicher Politiker ist einfach eklig.
Was nun die Aussage des Herrn Ahmadinejad über den jüdischen Rassismus anbelangt: zB,
Keine Einreise für die Liebe
Was sich nach einem Titel für ein absurdes Theaterstück anhört, ist in Israel traurige Wirklichkeit. Nach dem israelischen Ehegesetz sind Mischehen zwischen Israelis und Palästinensern unerwünscht und ein dauerhaftes Zusammenleben der Eheleute auf israelischem Territorium verboten.
Da dieses Gesetz nur für Ehen zwischen Israelis und Palästinensern gilt und nicht für Mischehen, bei denen der Ehepartner aus irgendeinem anderen Land der Welt kommt, ist es ein klassisches Rassengesetz, das sich auf eine bestimmte Volkszugehörigkeit und Nationalität bezieht. ]

http://www.politik.de/forum/israel-palaestina/155453-israels-rassengesetz-verstoesst-gegen-menschenrechte.html

[ In einer Umfrage der Haaretz in Israel wurde ermittelt: 68 Prozent der befragten jüdischen Israelis sagten, sie würden es ablehnen, mit einem Araber im gleichen Mietshaus zu wohnen. Und 34 Prozent zeigten sich überzeugt, daß „arabische Kultur gegenüber der israelischen minderwertig ist. Und soweiter … ]
http://www.haaretz.com/news/poll-68-of-jews-would-refuse-to-live-in-same-building-as-an-arab-1.183429
http://www.zmag.de/artikel/aethiopische-schueler-affaere-zeigt-weit-verbreiteten-rassismus-in-israel

[ 11.04.2010 Neuer IDF-Erlass soll Massendeportation von der Westbank ermöglichen. Dieser neue Militärerlass, die Infiltration verhindert, wird diese Woche in Kraft treten. Er macht es möglich, dass Zehntausende von Palästinensern der Westbank deportiert werden oder dass sie angeklagt werden und mit sieben Jahren Gefängnis bestraft werden können…. ]
http://www.zmag.de/artikel/neuer-idf-erlass-soll-massendeportation-von-der-westbank-ermoeglichen

[ Durch den jüdischen Nationalfond und die Israelische Landbehörde haben die israelischen Regierungen 93% des Landes nur für Juden reserviert; der größte Teil des Landes war vom Staat von den ursprünglich arabischen Besitzern ohne Kompensation enteignet worden. ]
http://www.arendt-erhard.de/deutsch/palestina/Stimmen_Israel_juedische/davis_uri_israels_suedafrikas_apartheid_aehnlich.htm

[ Kritische Israelis und überhaupt informierte Menschen wissen, dass es im Land Israel zwei jüdische Staaten gibt: den Staat Israel und die okkupierten Territorien. Der erstere ist ziemlich demokratisch, der letztere ist eine Diktatur. Der erstere wird von einer Regierung und einer Polizei beherrscht, die Gesetz und Ordnung aufrecht halten, der letztere ist ein Wilder Osten, beherrscht vom Militär und terrorisiert von Siedlern. Ein Verbrechen auf dieser Seite der Grünen Linie, ist eine patriotische Tat auf der anderen. Damit habe wir länger als vier Jahrzehnte gelebt. Die meisten von uns haben niemals etwas anderes kennen gelernt. Haben nicht die Briten das Gleiche in Indien und in ihren anderen Kolonien getan? Die Franzosen in Algerien? Die Holländer in Indonesien? Nur Menschen mit einem Gewissen können nicht damit leben; die meisten Menschen schon. ]
http://principiis-obsta.blogspot.com/2010/05/aus-zwei-staaten-mach-einen.html

[ Eine israelische Werbekampagne warnt Juden im Ausland vor der «Gefahr» von Mischehen mit Nichtjuden. Initiatoren dieser Kampagne waren neben der Jewish Agency auch die israelische Regierung. „Die aus Inseraten und TV-Spots bestehende Kampagne zeigt Steckbriefe mit jüdisch klingenden Namen und dem Wort «Lost» (verloren). Der Fernsehspot ruft die Zuschauer dazu auf, sich bei Masa zu melden, wenn sie junge Juden im Ausland kennen, da diese «in Gefahr» seien, Nichtjuden zu heiraten
Einen Vergleich darüber, was man wohl in Israel davon halten würde, wenn die Bundesregierung plötzlich eine solche Kampagne zum Erhalt der Deutschen starten würde, sparen wir uns an dieser Stelle. ]

http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/27931036

[ Und….und….und…., man könnte fast ohne Ende weiteres zum israelischen Rassismus und Brutalitismus sagen. Herr Ahmadinejad hat recht, Israel ist definitif rassistisch und sogar vom Staate her rassistisch organisiert. ] ]

Rede des Herrn Ahmadinejad
Der UN-Sicherheitsrat hat diese usurpatorische Regierung gebilligt und sie 60 Jahre lang verteidigt. Sie haben den Besatzern freie Hand für jede Art von Verbrechen gelassen. Noch schlimmer ist, dass einige westliche Regierungen und die USA sich verpflichtet fühlen, die Generationsausrottung betreibenden Rassisten zu verteidigen und diese Verbrecher zu unterstützen, während jedes wache Gewissen unter den Menschen, die Bombardierung, Besatzung, den Menschenmord und die Tragödien, die sich in Gaza abgespielt haben, verurteilt. Auch zuvor haben sie gegenüber allen Schandtaten dieses Regimes geschwiegen oder sie unterstützt.

[ Dazu schreibt zum Beispiel der Spiegel: Er warf der Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu „barbarischen Rassismus“ vor und forderte, die Weltgemeinschaft müsse diesen „ausmerzen“, übersetzt ihn die Nachrichtenagentur AFP. Der Staat Israel sei mit Unterstützung der USA und Europas unter dem „Vorwand jüdischen Leidens“ im Zweiten Weltkrieg gegründet worden, sagte Ahmadinedschad. ]
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,620022,00.html
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,620016,00.html

[ Also so stimmt die Sache nun nicht. Nirgends in der Passage über Israel, kann ich sehen, dass Israel durch die Menschheit ausgemerzt werden soll, auch kann ich nicht erkennen, dass er den Holocoast leugnet, sondern was Herr Ahmadinedschad und sagt, ist, dass der Holocoast nicht missbraucht werden dürfe um Menschenverachtende Verbrechen zu rechtfertigen. Ich kann ihm dabei nun wirklich nur zustimmen. Wie sieht es aus bei der Israelischen Staatsgründung von 1948, hat Herr Ahmadinedschad hier gelogen oder übertrieben?
Bei einem Treffen des Kabinetts im Juni 1948, bei dem über den Umgang mit der palästinensischen Bevölkerung diskutiert werden sollte, beschrieb der israelische Außenminister Moshe Sharett den palästinensischen Exodus als „ein gewaltiges Ereignis der Weltgeschichte und der jüdischen Geschichte. Sie werden nicht zurückkehren, so ist unsere Politik.“ Ben Gurions Haltung war genauso hart. Er sagte: „Sie haben verloren und sind geflohen. Ihre Rückkehr muss nun verhindert werden. Und ich werde ihre Rückkehr auch nach dem Krieg verhindern.“ Damit besiegelte das Kabinett das Schicksal von 800.000 Palästinensern. Sie und ihre Familien sollten dauerhaft zu Flüchtlingen werden. ]
http://www.wsws.org/de/2001/jan2001/zion-j26.shtml

[ 14. Mai 1948 Proklamation des Staates Israel. Der Staat Israel wird unabhängig und absorbiert in seinen ersten vier Jahren über 700.000 Immigranten. Im Dezember 1949 feiert Israel das »Fest der Million«: Jetzt leben eine Million Juden im Land. Ja da darf man sich ja schon Fragen,- wo sind den die ganzen Palistinenser hin? -dass heisst, das wissen wir schon, aber man darf nicht darüber reden, weil man sonst ein Antisemit und Judenhasser ist ]
http://www.hagalil.com/israel/geschichte/geschichte.htm

[ Sogar Israels größte Anhänger werden ungeduldig
Zum Glück haben wir lang genug gelebt. Seit 2000 Jahren – oder mindestens seit 43 Jahren – erwarten wir diese Stimme aus der Höhe, aber sie zögerte. Keiner kann die 3600 jüdischen Intellektuellen, die einen Brief unterzeichnet haben, der heute dem EU-Parlament vorgelegt wird und der Israel aufrufen soll, mit dem Bau (von Siedlungen) in der Westbank und in Jerusalem aufzuhören, als Israelhasser anklagen. Keiner kann den französisch-jüdischen Philosophen Bernard-Henri Levy oder Alain Finkielkraut als selbst-hassende Juden bezeichnen…]

http://www.hagalil.com/archiv/2010/05/17/j-call-2/

[ Netanjahu ist ein Risiko für die Juden ]
http://www.jzeit.de/archiv/artikel.2343.html

Rede des Herrn Ahmadinejad
Werte Freunde! Meine Damen und Herren!
Worauf gehen die jüngsten Kriege wie die Irak-Offensive der USA oder der große Feldzug nach Afghanistan zurück? War der Grund etwas anderes als die Selbstsucht der damaligen US-Regierung und der Druck der Kapital- und Machtinhaber hinsichtlich Erreichung von Machteinfluss und Vorherrschaft, der Deckung der Interessen der Waffenhersteller, die Zerstörung einer Kultur von mehreren tausenden Jahren, die Vernichtung der potentiellen und faktischen Gefahren der Regionalstaaten für das Besatzerregime von El-Kuds und die Ausbeutung der Energieressourcen der irakischen Bevölkerung? Es fragt sich wirklich, weshalb eine Millionen Menschen umkamen oder verletzt und mehrere Millionen obdachlos wurden! Es fragt sich wirklich, warum der irakischen Bevölkerung Schäden im Werte von Zig Milliarden Dollar zugefügt wurden und der Bevölkerung der USA und in den Ländern ihrer Verbündeten in Höhe von ebenfalls Zig Milliarden Dollar Unkosten für den militärischen Feldzug aufgezwungen wurden? Geschah der Angriff auf den Irak nicht aufgrund der Entwürfe der Zionisten und ihrer Verbündeten in der damaligen US-Regierung, welche einerseits auf dem Machtthron saßen und andererseits Besitzer der Waffenherstellerfirmen waren? Sind durch die militärische Invasion in Afghanistan Frieden, Sicherheit und Wohlstand in dieses Land zurückgekehrt?

[ Chronologie des Irakkriegs:
Massenvernichtungswaffen oder Erdöl ?
Bereits seit langer Zeit bereiteten die USA einen Krieg gegen den Irak vor. Bis September 2002 wurde das geplante militärische Vorgehen mit dem Argument begründet, der Irak verhindere die Prüfung seiner Waffenarsenale durch die UNO-Waffeninspektoren. Nachdem der Irak gegenüber UNO-Generalsekretär Kofi Annan die bedingungslose Einwilligung zu UNO-Waffenkontrollen erklärte, änderte die US-Administration kurzerhand das Ziel: Nun sollte der irakische Präsident Saddam Hussein gestürzt werden.
Alle Anschuldigungen der USA gegen den Irak wahren erfunden….
http://www.upi-institut.de/irakkrieg.htm

…..und hatten etwa nicht einige zionistische „Rechts-Draussen“ ihre Finger im schmutzigen Spiel…..?

Heute 2010 sucht der Irak verzweifelt – aber leider primär mit Gewaltakten – eine Regierung die einigermassen gerade aus geht.

War der Irak zu Zeiten Saddams ein Vorzimmer der Hölle, so fehlt heute jeder taugliche Ausdruck. Tag für Tag rund 400 Tote, vor allem Arme, die Arbeit bei Polizei oder Armee suchten. Der Irak ist zwar berüchtigt für seine gewalttätigen Umstürze: 1958 wurde König Faisal II. und seine ganze Familie hingerichtet, 1963 der Revolutionär Karim Kassim von seinen Kindern gefressen (im übertragenen Sinne, er wurde erschossen), Abd al Arif Salim entkam diesem Schicksal auch bloss durch einen Flugzeugunfall 1966 und Ahmed Hasan al Bakr wurde von Saddam in Pension geschickt – ach wie brutal. Die Bath-Partei wurde allerdings mit saddamischen Mitteln gesäubert. Nichtsdestoweniger waren alle diese Aufstände, Kriege und Unruhen zwar gewalttätig, aber immer kurz und lokal beschränkt. Seit dem Einmarsch der USA sind 1 1/4 Milion Menschen ums Leben gekommen – womit Saddams Werk innert kürze beträchtlich übertroffen wurde. Die Rekordmonate waren Juli 06 mit 3590 toten Zivilisten und Oktober mit 3709 Toten. So was wie heute kennt der Irak seit den Mongolen nicht mehr. Und wem verdanken wir das? — Genau. Und die hoffen nun, Syrien und Iran würden das Problem lösten … allerdings nur solange, bis sie es lösen, denn eine vereinte islamische Gemeinschaft von Iran bis Syrien würde den Selben den Angstschweiss derart zum Quellen bringen, dass sie sofort wieder irgendwo „Ordnung“ schaffen müssten.
Probleme lassen sich nicht mit militärischen Mitteln lösen.
Das von den USA verursachte Leid im Irak in kalten Zahlen, nach dem Ende des 1º Golfkrieges (Irak-Iran, auch von den Amis angeschoben) bis 2009

1.8 Millionen Irakis haben das Land verlassen – 1.6 Millionen wurden aus ihrem Heim vertrieben, sind aber noch im Irak. Für über 10 Millionen Irakis, 40% der Bevölkerung, ist die Situation unerträglich.

Die Irakische Armee ist: schlecht ausgerüstet, schlecht geführt, kaum motiviert und heute definitiv zu schwach. Die Situation der irakischen Polizei ist noch übler. Die Diskrepanz zwischen Worten der Politiker und Tatsachen am übelsten. Man wolle mehr ehemalige Offiziere der Sunniten wieder in die Armee und Polizei integrieren, so die verlautete Absicht. Bringt alle ehemaligen Offiziere um – so das gegenwärtige Vorgehen nach Diktat (so wird vermutet) aus Teheran. Wer nicht schon weg ist steht heute über Handy dauernd in Kontakt mit Kollegen und hält sich bereit für die „Abreise“.

Die irakische Regierung ist keine Einheitsregierung, sondern besteht aus sich widerstrebenden politischen Fraktionen … so ähnlich wie der Bundesrat der Schweiz … bloss gewalttätiger und noch ineffizienter. Fraktionen: Sistani, Hakim, al Sadr / al Hashimi, al Dhari / Kurden: Barazani, Talabani /

Das zeigt sich prompt auch bei der Reaktion auf den Baker Report. Wenn der Präsident, Talabani, das tut, und meint, der sei gegen die Interessen der Nation, so meint er mit Nation eben nur seine Clique, die Kurden. Da sich diese Kirkuk und das Oel des Nordens schnappen und sich absetzen wollen ohne zu teilen … Ein Rückzug der Amerikaner und ein Einmarsch türkischer Truppen würde die Kurden sehr rasch darüber belehren, wo ihre Interessen besser vertreten wären.

Die Verwaltung versorgt die Bevölkerung nicht mit den notwendigen Gütern (Strom, Wasser, Nahrung), ist korrupt, ineffizient, sektierisch, unfähig. Weder Sicherheitssystem noch Justizsystem funktionieren.

20-60% der erwerbsfähigen Bevölkerung sind Arbeitslos!

Der Krieg hat die USA bisher rund 400 Milliarden $ gekostet. Jeden Monat kommen 8 Milliarden hinzu. Man rechnet inzwischen mit einem Total (bis der Krieg wirklich beendet ist) von 2 Billionen!

Die Gefahr des Terrorismus nimmt zu.
The Iraq Study Group Report Ist ein bisschen schwer: 2,7Mb; Lohnt zu lesen!

Der Krieg gegen den Irak wurde von Juden angezettelt! was-wann-wieso??

Es waren, wohlgemerkt, nicht DIE Juden, die den Krieg gegen den Irak angezettelt haben, aber es waren diese Juden: Perle, Adelman, Wolfowitz, Ledeen, Frum, Libby, Fleischer, Bolten, Goldsmith, Luttwak … und vermutlich noch einige mehr, die den Präsidenten in die Richtung gedrängt haben … was bei dessen Intelligenz kein all zu schwieriges Unterfangen war.
– stimmkräftig unterstützt von den Evangelikalen, …..,

Die vereinigten Gottestaaten von Amerika: Sind Ver-Rückte Gotteskrieger dabei, den Krieg in Nahost und Iran herbeizuwünschen?….

……da nach deren absurder Endzeittheorie das Reich Gottes erst dann bevorsteht, wenn Babylon (wieder) zu Israel gehört. Bevor Sie mich nun anmösern von wegen Antisemitismus – ich sage nicht, von DEN Juden, aber von diesen Juden.
Die Mehrheit der sog. NEOCONs sind Juden.
Wenn jüdische Berater einen Krieg gegen ein arabisches und islamisches Land empfehlen, planen und propagieren, muss man ja wirklich damit rechnen, dass die Hintergründe nicht bloss in reellen Tatsachen, also einer wirklichen Bedrohung (der USA zumal) zu suchen sind, sondern dass da eventuell doch andere Beweggründe dahinter stehen..
Es wäre also angebracht gewesen, mal darauf hinzuweisen. Vielleicht wäre die Geschichte anders verlaufen, hätten nicht alle vor lauter Angst, als Antisemiten beschimpft zu werden, dieses kleine Detail einfach „übersehen.“
Bush-Berater / Neocons:
* Rumsfeld – wird von Arabern zwar gerne als Zionist bezeichnet, scheint aber kein Jude zu sein – was beweist, dass nicht nur Juden …
* Richard Perle
* Kenneth Adelman
* Paul Wolfowitz
* Michael Ledeen
* Ari Fleischer, Official White House Spokesman for the Bush (Jr) Administration.
* David Frum, White House speechwriter
* Frank Gaffney
* William Kristol
* Joshua Bolton, Chief of Staff
* Edward Luttwak, Member of the National Security Study Group of the Department of Defence at the Pentagon

Noch eine Frage?
Also meiner Meinung nach darf man bei diesen Gegebenheiten sagen, dass Juden in der Welt-Politik und in den Medien übervertreten sind, ohne deshalb als Antisemit gebrandmarkt zu werden. Gerade wenn Juden einen derart katastrophalen Scheiss propagieren wie eben die Neokonservativen, muss man sie in aller Härte kritisieren dürfen, nicht weil sie Juden sind, sondern obwohl sie Juden sind. (Das Selbe gilt ja auch für Kommunismus (Marx, ein Jude) und Liberalismus (Milton Friedman, ebenfalls ein Jude) – die in ihrer reinen Form als Ismen gleichermassen unbrauchbar sind zur humanen, freien und doch halbwegs gerechten Entwicklung und Lenkung einer Volkswirtschaft.
Der Antisemitismusvorwurf setz hier gerade den falschen den Maulkorb auf. Wer einzelne Juden oder jüdische Gruppierungen kritisiert, wer den Palästinensern die gleiche Würde und die gleichen Rechte wie der jüdischen Bevölkerung Palästinas zugestehen will, kann deswegen noch lange nicht als Antisemit bezeichnet werden, er ist allenfalls ein Antizionist, und das darf man genau so gut sein wie man gegen die unilateral und imperialistisch agierenden USA sein darf. Um so mehr, als gerade die Neocons weder Israel noch sonst jemandem einen Gefallen getan haben sondern eine Welle an Problemen ausgelöst haben. Kritisiert wird dies übrigens auch in Israel … und das ist etwas von den erfreulicheren Seiten dieses Landes, sein Pluralismus, der so weit geht dass er es oft an den Rand des Zusammenbruches bringt, aber doch immer wieder schafft, Gemeinsamkeiten über Differenzen zu stellen … was aber bisher leider bloss innerhalb der jüdischen Gemeinschaft gelang.
Vielleicht hätte sich die Sache anders entwickelt, hätte man sich getraut darauf aufmerksam zu machen, dass Bush von einer Mehrheit von Juden beraten worden ist. Insofern sollten die USA aufpassen, dass sie nicht zu einer israelischen Kolonie verkümmern.
zurück zum Thema
Und Afghanistan …?
Die Nato hat selbsterklärt militärisch in Afghanistan interveniert, weil al-Qaida von dort aus die Attentate des 11. September plante. Dieser offizielle Kriegsgrund ist derart absurd und geradezu peinlich, dass es erstaunlich ist, wie offen er genannt wurde……

http://kriegsursachen.blogspot.com/2010/04/afghanistan-krieg-das-marchen-von-den.html

Sowenig wie der Krieg gegen Afghanistan wegen der Terror-Anschläge in New York und Washington geführt wurde (das Land liegt in trümmern, und Bin Laden wurde immer noch nicht gesichtet), sowenig auch um die Einhaltung der Menschenrechte, um die Gleichberechtigung der Frauen oder den Schutz von Buddha-Statuen oder anderen Kulturdenkmälern. Kriegsziel der USA sind die Öl- und Erdgasvorkommen im Kaspischen Becken und der reibungslose Öltransport in den Indischen Ozean. Noch bis August 2001 verhandelte die US-Firma Unocal mit den damals in Afghanistan regirenden Taliban wegen einer Ölpipline. »Die Sicherheit unserer Energieversorgung zu gewährleisten, ist das oberste Ziel unserer Außenpolitik«, sagte George W. Bush wenige Tage nach seinem Amtsantritt, nachdem die Ölindustrie seine Partei im Wahlkampf massiv unterstützt hatte. »Wir müssen unsere Abhängigkeit und Erpreßbarkeit verringern sowie die wachsende Nachfrage befriedigen.« Er sagte es mit Blick auf die damalige Tagung der Organisation erdölerzeugender Länder (Opec).
Aus der Ölindustrie, der seine eigene Familie eng verbunden ist, kommen auch Bushs engste Berater, z.B. Condoleezza Rice. Die Chefin des Nationalen Sicherheitsrates war von 1991 bis 2000 Vorstandsmitglied der Chevron-Gruppe, eines der weltgrößten Ölkonzerne, in dem sie vor allem für die Standorte Kasachstan und Pakistan verantwortlich war. Vizepräsident Dick Cheney war bis zum Beginn des Wahlkampfes über lange Jahre Vorstandsvorsitzender von Halliburton, der weltgrößten Dienstleistungsfirma für die Erdölindustrie. Kathleen Cooper, Staatssekretärin für wirtschaftliche Angelegenheiten im Handelsministerium, war Chefökonomin des Weltkonzern Exxon. Im einzelnen ist das dem jüngst im Züricher Pendo Verlag erschienenen Buch »Die verbotene Wahrheit« von Jean-Charles Brisard und Guillaume Dasquié zu entnehmen…….
Wie man aus obigem sehen kann, ist der Afghanistan Überfall der USA und deren Verbündeten, eine obzöne Vetternwirtschaft der Superreichen und wir, dass Volk werden für absolut verblödet verkauft

http://www.sopos.org/aufsaetze/3cc9a27d28aca/1.phtml

Terrorakt 9/11 0der Falsche Flage Aktion
Es gibt viele Dinge in der offiziellen Erklärung des 11. September, die absolut keinen Sinn machen. Es ist an der Zeit herauszufinden, was wirklich geschehen ist und eine unabhängige Untersuchung ist der Weg dieses zu erreichen. Wenn wir nicht die Wahrheit der Geschichte kennen, wird dies Konsequenzen für unsere Zukunft haben.
Auch seien die fünf tanzenden Israelis erwähnt, die während des Anschlags in New Jersey in der Öffentlichkeit feierten und später als Mossad-Agenten enttarnt wurden. Dies scheint darauf hinzudeuten, dass Israel frühzeitig von dem Anschlag gewusst hatte.
http://www.todayscatholicworld.com/mossad-agents-911.htm]

Wie kann drei Monate nach der aus Ägypten kommenden Warnung vor einem Großanschlag die logistische Meisterleistung gelingen, vier Flugzeuge gleichzeitig zu entführen und unentdeckt zu den Anschlagszielen zu fliegen? Passagiere konnten aus den entführten Maschinen mit ihren Angehörigen telefonieren – aber Flugsicherung und Militär, deren weltweiten Schnüffelsystemen kein Furz eines indischen Reisbauers entgeht, haben nichts mitbekommen? Und das über ihrer eigenen Zentrale im Pentagon? – Dieser Skandal wird merkwürdigerweise mit keiner Silbe thematisiert. Ob es tatsächlich ein Motiv für das Unvorstellbare, eine inszenierte Katastrophe gibt, werden die nächsten Aktionen der Weltordnungsmacht bald zeigen. Und haben gezeigt—IRAK—Afghanistan

Deutet auch die erste Reaktion Bushs auf die Nachricht von den Anschlägen als Zeichen seiner „Verabredung“ mit den ausführenden Tätern hin ??: Als Bush die Nachricht in einer Schule erreicht, bleibt er merkwürdig ungerührt Vielleicht, weil die „Schurken“ den verabredeten Zeitpunkt eingehalten hatten: vor 9 Uhr sind im WTC keine wichtigen Banker und keine Besuchermassen, sondern nur das „Fußvolk“ anwesend.

Bush: sagte (in wörtlicher Übersetzung des Transkripts der Internetseiten des Weißen Hauses):
Jedenfalls saß ich dort und mein Stabschef — nun, zuerst einmal, als wir in das Klassenzimmer gingen, hatte ich dieses Flugzeug in das erste Gebäude fliegen sehen. Da war ein TV-Gerät an. Und wissen Sie, ich dachte es war ein Pilotenfehler und ich war verwundert, dass irgendjemand solch einen schrecklichen Fehler machen konnte. Und etwas war mit dem Flugzeug falsch, oder — jedenfalls, sitze ich dort, höre dem Vortrag zu, und Andy Card kam und sagte: ´Amerika wird angegriffen.
Am 11. September 2001 gab es auf keinem Fernsehkanal weltweit irgendwelche Filmaufnahmen zu sehen, auf denen man eine Boeing 767 der American Airlines in den Nordturm des World Trade Centers (WTC) rasen sah. Erst am nächsten Tag wurden Aufnahmen ausgestrahlt, die ein französisches Kamerateam, nämlich das Brüderpaar Naudet, geliefert hatte. Fast zwei Jahre lang war das die einzige veröffentlichte Filmsequenz, auf der ganz kurz ein in Richtung Nordturm rasendes “Flugzeug” zu sehen ist, bevor eine gewaltige Explosion diesen erschüttert. Darum: wieso konnte Bush dieses erste Flugzeug im Fernseher sehen ?

Wahrscheinlich hat Bush durchaus etwas Wahres gesagt, als er wiederholt öffentlich erzählte, den ersten Einschlag, also den in den Nordturm des WTC, auf einem TV-Monitor gesehen zu haben. Wenn dem so war, dürfte dies dann allerdings mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in seiner Limousine gewesen sein, während er zu der Grundschule chauffiert wurde, und nicht etwa auf dem Schulflur oder in einem anderen Klassenzimmer. Eine solche Übertragung dürfte über eine eigene Satellitenverbindung gelaufen sein…..!!!
Das Thema um Bush´s sehr bedeutsames eigenes Eingeständnis, vor dem Betreten des Klassenzimmers den ersten Einschlag per TV gesehen zu haben, ist in den führenden Medien bislang nicht thematisiert worden.

http://www.ralph-kutza.de/11__September_/Bush_sah_das_erste_Flugzeug/bush_sah_das_erste_flugzeug.html
http://www.historycommons.org/essay.jsp?article=essayaninterestingday

Doch verlassen wir hier Verschwörungstheorien und gehen zu realem über. Wieso wird von den USA keine unabhänige Untersuchung, über was wirklich passiert ist am 9/11 zugelassen? Was genau haben diese zu vertuschen?
Die offizile Untersuchung, war eine grosse Vetterliwirtschaft und sogut wie alle Beteiligten, hatten enorme Interessenskonflikte. ]

http://www.hintergrund.de/20080430193/hintergrund/11-september-und-die-folgen/911-untersuchung-auf-dem-pruefstand.html

Rede des Herrn Ahmadinejad
Die USA und ihre Verbündeten versagten. Sie waren noch nicht einmal in der Lage die Produktion von Drogen zu verhindern, sondern in der Zeit ihrer Präsenz ist diese um ein vielfaches angestiegen.

[ Obamas Sondergesandter für Afghanistan und Pakistan, Richard Holbrooke, gibt im Jahr 2009 in Brüssel bekannt, daß der Kampf gegen den Opiumanbau in Afghanistan eingestellt wurde, weil er zuviel koste und die afghanischen Landwirte, denen er die Existenzgrundlage entziehe, den Taliban in die Arme treibe. Holbrooke spielte die Bedeutung der Drogengelder für die Finanzierung des Aufstands herunter und log, die USA und die NATO würden ihre Bemühungen auf das Abfangen der Drogenlieferungen und die Bekämpfung der Geldwäsche konzentrieren. Aber eine solche Eskalation der Aktivitäten gegen die Rauschgiftlieferungen oder die Geldwäsche des afghanischen Rauschgifthandels fand nicht statt.
Die Tatsache, daß die Opiumproduktion seit Beginn des Krieges 2001 um das 40fache gestiegen ist, daß 70% der afghanischen Bevölkerung niemals Frieden kennengelernt haben, die Lebenserwartung bei 44 Jahren liegt und Afghanistan die höchste Müttersterblichkeit der Welt hat – dies alles macht unmißverständlich deutlich: Der Afghanistankrieg ist völlig gescheitert, weil die Kriegsziele falsch definiert waren.

http://www.solidaritaet.com/neuesol/2010/15/hzl.htm
http://www.focus.de/politik/ausland/afghanistan-praesidenten-bruder-auf-cia-gehaltsliste_aid_448979.html

Dazu noch ein Kommentar von Malalai Joya
Malalai Joya ist die jüngste und freimütigste Parlamentarierin Afghanistans. Sie wurde 2005 ins afghanische Parlament gewählt. Aufgrund ihrer öffentlich geäußerten Kritik gegen Fundamentalisten und Warlords erhielt sie in der Folge zahlreiche Morddrohungen. Sie trägt daher in der Öffentlichkeit stets eine Burka und wird von 12 Personenschützern begleitet. Bisher hat Joya bereits vier Mordversuche überlebt. 2007 wurde Joya von der großen Mehrheit des afghanischen Parlamentes eine dreijährige Sperre auferlegt.

http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006041.html
Wahlfälschung und Korruption beherrschen die Präsidentschaftswahlen vom 20. August in Afghanistan. So sind Wähler in den Gebieten, die unter US- und Nato-Kontrolle stehen, massiven Bestechungs- und Einschüchterungsversuchen ausgesetzt. Ist ja sowieso schon klar, beim Iran schreit man gleich mordio und selber macht mans ohne Bedenken. Überhaupt hat man beim scrollen durch die Nachrichten der letzten 30 Jahre das Gefühl, dass man sich in einem Irrenhaus befindet. Die USA und ihre Anhängsel, gleichen einem Blatt im Wind; heute gehts da lang, und morgen in die Gegenrichtung. Heute wird der oder dieser unterstützt und morgen werden die gleichen vernichtet. Herr Ahmadinejad hat recht wenn er sagt, dass die US+Anhängselpolitik haltlos und unmoralisch sei.

http://www.wsws.org/de/2009/aug2009/afgh-a11.shtml
http://www.daserste.de/weltspiegel/beitrag_dyn~uid,6z1ww26iaofrpush~cm.asp

[ Heroin tötet weltweit jedes Jahr ein paar Millionen Menschen. Trotzdem halten die Usa aus „humanitären“ und politischen Gründen oder was auch immer, die Vernichtung von Schlafmohnplantagen seit 2009 in Afghanistan für nicht angebracht. 90% des weltweit verkauften Heroins stammt von Afghanischen Schlafmohnplantagen.
Wieviel Menschenfeindlicher kann man eigentlich noch denken. ]

Rede des Herrn Ahmadinejad
Es fragt sich grundsätzlich: Was hatte die ganze Sache eigentlich mit der damaligen US-Regierung und ihren Verbündeten zu tun? Waren sie die Vertreter der Völker auf der Welt? Sind sie von den Völkern auserwählt worden? Haben die Völker der Welt sie bevollmächtigt, sich allerorts und ganz besonders in unserer Region einzumischen? Sind diese Maßnahmen, die Besatzung des Irak und Afghanistans, nicht deutliche Beispiele für Selbstsucht, Rassismus, Benachteiligung und Verletzung der Ehre und der Unabhängigkeit der Nationen?

[ Genau richtig, dass frage ich mich nähmlich auch schon seit längerem. Wenn wir so sehen in was für ein Unheil die US+Anhängsel uns stürzen, sollte sich dies eigentlich jeder vernünftige Mensch fragen…!!
Es ist an höchste Zeit, dass wir Europäer unsere Regierungen zur Ordnung rufen, damit dieser heimtückische Kreis von Völkermord und politischer Vergewaltigung anderer Gemeinschaften ein Ende findet.
Wer nichts sagt, macht sich mitschuldig!! ]

Rede des Herrn Ahmadinejad
Meine Damen und Herren!
Wer ist verantwortlich für die krisenhafte Weltwirtschaft? Wo begann diese Krise? In Afrika oder in Asien oder in den USA und danach in Europa und seinen Bündnisstaaten? Sie haben mit Hilfe von politischer Macht den internationalen politischen Austausch seit langem ungerechte Wirtschaftsgesetze und Bestimmungen aufgezwungen. Sie haben ohne Einbeziehung einer internationalen Aufsicht eine Währungs- und Finanzordnung aufgestellt und den Regierungen und Völkern aufgezwungen, welche keinerlei Einfluss auf die Prozesse und Strategien nehmen konnten. Sie haben noch nicht einmal zugelassen, dass ihr eigenes Volk eine Aufsicht ausübt. Unter Nichtbeachtung der Ethik in den Beziehungen haben sie alle Bestimmungen und Gesetze aufgrund der Interessen einer Gruppe von Macht- und Vermögensinhabern aufgestellt und durch eine besondere Definition von einem freien Markt und Wettbewerb, anderen zahlreiche Chancen geraubt und ihre eigenen Schwierigkeiten auf sie übertragen. Heute ist die Welle der Krise mit Milliarden von Schulden und Zig Milliarden Dollar Budgetdefizits auf sie selber zurückgekommen. Heute haben sie zur Verbesserung der Lage begonnen, mit Geldern ohne Rückhalt und in Wahrheit aus den Taschen ihrer Bürger und der anderer Völker den von Bankrott bedrohten Banken und Unternehmen und den Finanzmärkten Geldspritzen in Höhe von Zig Milliarden Dollar zu verabreichen, ihre Bevölkerung noch mehr zu verschulden und die schon schwierige Situation noch schwieriger zu machen. Sie denken nur an ihre Macht und an ihren Reichtum, während die Weltbevölkerung und sogar ihr eigenes Volk ihnen nichts wert sind.

[ Dazu brauchts eigentlich keinen Kommentar! Haben wir doch alle in den letzten 2 Jahren bis heute miterlebt. Vom US Imobilienschwindel bis zum griechischen Staatsbankrott. Und damit ist es sicher noch nicht vorbei, dass Falschgeld Amerikas wird noch eine Zeitlang in allen Wirtschaften der Welt wüten. Es ist erst vorbei, wenn unsere Banken sich von unsauberen Geschäften trennen und das amerikanische Falschgeld nicht mehr Weltleitwährung ist. Jedoch…..ich kanns mir nicht verkneifen!
Obama will die private Zentralbank (FED) der USA
zur polizeilichen Weltregierung machen

Für alle, die es noch nicht wissen sollten. Die US-Notenbank, die den Dollar druckt und verleiht, ist keine staatliche Einrichtung, sondern ein privates Konsortium jüdischer Banken. Welche Banken im Einzelnen derzeit die Eigentümerschaft stellen (es sind 12 Hauptbanken), wird geheim gehalten. Im Gegensatz zu heute, waren früher die Eigentumsverhältnisse recht offen einsehbar.

Man fragt sich verdutzt, wie die FED noch mehr Macht bekommen kann als sie ohnehin schon besitzt. Dieses private Superinstitut, das für die Amerikaner nach Gutdünken den Dollar druckt und sich die Ausgabe dieses bedruckten Papiers von den amerikanischen Steuerzahlern mittels Zinsen wucherhaft bezahlen lässt, stand schon jetzt über dem Gesetz, war keiner Regierung verantwortlich.

Kein geringerer als der Weltfinanzvernichter Alan Greenspan (ehemaliger FED-Chef) prahlte im US-Fernsehen, dass die FED über der Regierung, über jedem Gesetz steht und niemandem über ihre Geschäfte Rechenschaft ablegen muß. Diese sogenannte Bundesbank wird also von keiner staatlichen Behörde kontrolliert, sondern hat ihre eigenen Revisoren. Das ist ungefähr so, als überlasse man die Hausdurchsuchung dem Dieb selbst, damit dieser dann melden kann: „Nichts gefunden“.

Am 18. September 2007 strahlte die amerikanische Fernseh- und Radioanstalt PBS (Public Broadcasting Service) ein Interview mit Greenspan aus. Greenspan wurde von Jim Lehrer gefragt, wie denn das richtige Verhältnis zwischen dem Chef der FED und dem US-Präsidenten aussehen müsse.
Greenspan antwortete zynisch, dass einen FED-Chef das Verhältnis zum Präsidenten nicht im Geringsten kümmert, da die FED über der Regierung stehe. Greenspan: „Nun gut, lassen Sie uns festhalten. Die Federal Reserve ist eine unabhängige Einrichtung. Das bedeutet im Grunde, dass es keine Regierungsbehörde gibt, die Handlungen von uns [der FED] überstimmen kann. Solange diese Regelung gilt, und es hat nicht den Anschein, dass die Regierung oder der Kongreß, oder sonst wer, verlangen, dass wir Dinge tun, die wir als nicht in unserem Sinne erachten. Somit ist uns das Verhältnis zur Regierung, um ehrlich zu sein, vollkommen egal.

Wer den Dollar kontrolliert, der kontrolliert die Welt, solange der Dollar die Weltleitwährung darstellt. Wenn man das weiß, dann versteht man die Ermordung John F. Kennedys besser. Kennedy wurde während seiner Amtszeit nicht nur wegen seiner recht offen zum Ausdruck gebrachten Hitler-Bewunderung (s. seine Tagebücher 1946) zum Erzfeind des Judentums – „Amalek“. Sein Leben hatte er in den Augen der Kabale spätestens verwirkt, als er die jüdische Notenbank wieder unter staatliche Kontrolle bringen wollte und Israel das nukleare Waffenprogramm verweigerte. Wäre seine Direktive Politik geworden, hätte das Machtjudentum seinen Zugriff auf die Weltmacht Nummer eins verloren und der Terror-Staat Israel wäre kaum zu retten gewesen. Jedenfalls dürfte John F. Kennedys Dekret (Executive Order 11110) vom 4. Juni 1963 zu seinem Todesurteil geworden sein. Mit diesem Dekret entzog er der in jüdischen Händen befindlichen privaten Notenbank der USA (Federal Reserve Bank) die Lizenz, das von ihr bedruckte Papier dem Staat verzinslich auszuleihen. Mit einem Federstrich wollte Präsident John F. Kennedy das mächtigste jüdische Unternehmen der Welt ausschalten und die Bundesbank wieder dem Staat unterstellen.

Doch nur 172 Tage nach der Unterschrift auf seiner Direktive zur Verstaatlichung der FED, am 22. November 1963, trafen John F. Kennedy die tödlichen Schüsse von Dallas (Texas). Sein Stellvertreter, Lyndon B. Johnson, übernahm gemäß Verfassung das Präsidentenamt. Als erste Amtshandlung hob er die Direktive 11110 auf. Als zweite Amtshandlung sozusagen erklärte er Israel zum wichtigsten Verbündeten der Vereinigten Staaten und veranlasste die Aufhebung des von Kennedy verhängten Atomwaffen-Embargos gegenüber dem Judenstaat.

Jetzt stellt sich die Frage, warum erläßt Obama ein neues FED-Gesetz, das dieser jüdischen Übermacht-Institution noch mehr Macht verleihen soll? Kann man denn die jetzige Macht der FED-Eigentümer überhaupt noch ausbauen? Der Auftrag an Obama erging wohl deshalb, weil sich die Lobby unsicher fühlt. Sie haben die ganze Welt ausgeraubt, der Raub- und Terrorstaat Israel schwimmt als einziges Land der Welt in Dollars und Euro. Sie fühlen sich offenbar nur noch sicher, wenn die FED auch eine Art oberste Polizei- bzw. Gerichtsinstanz wird. Deshalb nennt der Spiegel die neue FED „Supercop“, also Superpolizist.

Die FED soll offenbar in Zukunft nicht nur über dem Gesetz und der Regierung stehen, sondern gleichzeitig als oberste Gerichtsinstanz fungieren. Schon jetzt, wie erwähnt, dürfen Regierungsbuchprüfer bei der FED keine Revisionen vornehmen. Die FED prüft sich selbst, wie oben erwähnt.

Und jetzt wird die FED auch noch „zur obersten „Finanzpolizei“ gemacht. (spiegel.de, 17.6.2009) Sie wird also als eine Art oberste Justizbehörde und befehligt damit Polizei und Militär, wenn nötig. Diese Befugnisse hatte die FED bislang noch nicht. FED-Chefr Ben Shalom Bernanke wird also mit Polizeigewalt die restlichen Wirtschaftszweige enteignen und den feinen Eigentümern der Federal Reserve Bank zuschieben. Die Goldbestände Amerikas und der BRD lagern ohnehin schon in den Kellern des FED-Gebäudes in New York. Offenbar wurden diese unvorstellbaren Werte der FED als „Sicherheit“ für die ausgestellten Billionen-Garantien übereignet. Garantien wohlgemerkt, wie für die 11 Billionen Dollar, über die die FED keine Angaben macht, wer in den Genuß des Geldes kam. Diese Garantierverpflichtungen muß der „Steuerdepp“ ohnehin in den nächsten Jahrhunderten aufbringen: „Deutschland droht im Schuldensumpf zu versinken.“ (Welt, 18.6.2009, S. 10). Die kommenden Generation sind jetzt schon zum Ausbluten verdammt, und wenn sie mit den Zinsen nicht mithalten können, „dann haben wir ja immer noch ihr Gold“ sagen sich Bernanke und die Kabale grinsend.

Welch ein Wahnsinn. Eine private Clique stößt den eigenen Staat, oder die Staaten der Welt, in den Bankrott und wird von den Staaten gebeten, mit frischen Billionen alles wieder aufzubauen. Was die Bankrottgemachten verloren haben, steckten die die Eigentümer der FED in ihre Taschen. Sie nehmen der Bevölkerung Amerikas das Geld und geben es mit hohem Zinsaufschlag zurück. Sie werden durch diesen einmaligen Vorgang mit Milliarden überschüttet, ohne je ein Risiko tragen zu müssen bzw. Eigenkapital aufgebracht zu haben.

Und in Zukunft wird noch weniger von ihren Weltbetrügereien ans Tageslicht kommen, wegen der von Obama geplanten „noch stärkeren, kontrollierenden Machtstellung der US-Notenbank.“ (spiegel.de, 17.6.2009) Die Willfährigen dieser Lobby nennen diesen Auswuchs der Welttyrannei zynisch „die größte Reform der Finanzaufsicht seit der Großen Depression in den dreißiger Jahren.“ (spiegel.de, 17.6.2009)

Die Ausraubung der Welt erfolgte unter dem Deckmantel der „Privatisierung“ im Rahmen der Globalisierung. Vorgeschützt wurde, die Wirtschaft und die Finanzpolitik müssten in privaten Händen sein, weil der Staat dafür nicht die fachliche Kompetenz besäße. So, und nachdem alles „privatisiert“ worden war, also die Vermögen der Menschen in die Taschen der Lobby umgeleitet waren, musste plötzlich der Staat als „einzige Kompetenz“ mit Billionen-Bürgschaften einspringen.

Und diese Lobby-Privatisierung, insbesondere des Notenbanksystems, hat ja nicht nur diese Finanzkrise hervorgerufen. Die private Federal Reserve Bank der USA verursachte 1929 den Finanz-Zusammenbruch und folglich die Weltrezession. Die Lobby-Magnate wurden auch damals unermesslich reich und mächtig, während die Massen daran verarmten und zugrunde gingen. Dann krachten die mit FED-Absicht kaputt gemachten nichtjüdischen Banken 1932/33, obwohl die Notenbank sich in „fähigen“ privaten Händen befand. Und, wie eben erwähnt, haben sie nunmehr die ganze Welt ausgeraubt und das geschaffen, was als „Finanzkrise“ die Menschheit in Atem hält. Das musste sogar „Obongo“ auf dem G20-Gipfel in London vor allen Teilnehmern einräumen: „US-Präsident Barack Obama ließ sich hinreißen zu einem Geständnis. … Es stimmt, was mein italienischer Freund [Berlusconi] gesagt hat, dass die Krise in den USA begonnen hat. Ich übernehme die Verantwortung, auch wenn ich damals noch gar nicht Präsident war.“ (Spiegel, 15/2009, S 24)

Die „Finanzkrise“ des 21. Jahrhundert übertrifft alle anderen von der Lobby gemachten Krisen in der Geschichte. Mit dem Globalismus-Konzept war es möglich geworden, nicht nur ein Land auszurauben, sondern die ganze Welt. Im Rahmen der Globalismusgesetze wurden vor allem die Bankengesetze geändert. Jetzt durften die Banken nicht nur das Geld ihre Kunden abliefern, sondern verpflichteten sich selbst (Kauf von sogenannten Schrottpapieren, in Wirklichkeit nur Zahlen in den Computern der Finanzbetrüger der Wall Street), Billionen von Dollar und Euro den Bankstern zu bezahlen. Summen, die 100 Mal höher sind als das Eigenkapital der Banken. Die Verpflichtungen für Betrugsluftnummern, die die Banken eingegangen sind, wurden mit Staatsgarantien abgesichert. Die FED erhielt diese Garantien. Somit hat die Lobby für die kommenden 1000 Jahre ausgesorgt, der Tribut der Sklavenwelt wird für immer fließen, so ihr Kalkül.

Die Perversion besteht darin, dass dieselben Leute, die die ganze Welt ruiniert haben, von den Regierungen Billionen-Garantien fordern und bekommen, um die Wirtschaft wieder aufzubauen. In Wirklichkeit nehmen sie das Garantiegeld der Staaten und kaufen selbst die Infrastrukturen der Länder auf, in denen sie herrschen.

So funktioniert ihr Geschäft. Sie bringen immer wieder die Welt zum Einsturz mit Geldverknappung. Sobald alles seinen Tiefpunkt erreicht hat, den sie ganz genau kennen, da sie selbst alles aufkaufen (mit dem Geld der Beraubten), lassen sie sich von den Regierungen erneut Geld geben und pumpen einen Teil davon wieder in die Wirtschaft, um die Räder wieder etwas zum Laufen zu bringen. Sie bauen auf und lassen einstürzen. Dabei werden sie immer reicher und mächtiger und die Völker immer ärmer und ohnmächtiger.

Es wird ein heftiger Kampf entbrennen. Die freie Menschheit auf der einen Seite, und die Neue Weltordnung mit ihren Polit-Vasallen auf der anderen. Es geht für die Menschheit um Existenz und menschenwürdiges Leben. Alles hängt davon ab, ob diese Leute entlarvt werden können. Wir haben es mit Verbrechen von galaktischer Größenordnung zu tun, es herrscht eine unbeschreibliche Welt-Tyrannei. Und alles geschieht unter dem Deckmantel von Wissenschaft und Humanität. Werden wir ein neues Zeitalter begründen können? Ein Zeitalter in Freiheit, eine Wiedergeburt der freien Nationen und Völker? Wenn die Menschheit mitdenkt und aufwacht, werden wir es schaffen. Wissen ist, als knipse jemand in einem dunklen Zimmer das Licht an. In einer Sekunde ist der Spuk vorbei. Wir haben diesmal eine große Chance es zu schaffen, mächtige Länder wie Rußland, China, Indien, Türkei, Brasilien und der Iran machen nicht mehr mit bei diesem bösen Spiel und sind dabei, die Welt-Tyrannei zu stürzen. ]
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,630879,00.html
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,631091,00.html
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,631397,00.html

[ Viele meinen, solcherlei Sachen passieren nur in den USA. Dem ist aber nicht so. Auch europäische Staaten in diese Finanzgewaltherrschaft der US+Anhängsel verstrickt sind, mag folgender Beitrag dokumentieren

Hier den ganzen Artikel lesen Merkels Märchenstunde: So belügt die Bundesregierung die Bevölkerung
Unterdessen wird die Lügerei der Bundesregierung ja immer schlimmer: Politiker aller im Bundestag vertretenen Parteien haben den Banken in Zusammenhang mit der Finanzkrise in den vergangenen Wochen öffentlich eine „Zocker-Mentalität“ vorgehalten. Die Banken wurden dazu aufgefordert, mehr Eigenkapital und höhere Liquiditätsreserven vorzuhalten, sich nicht mehr stark zu verschulden und weniger Risiken einzugehen.

[ Hier ein paar Links die Udo Ulfkotte’s Artikel vom 05.05.2010 dokumentieren. Ganz nebenbei gesagt, gilt die finanzielle Katastrophe natürlich nicht nur für Deutschland. Alle Länder die unter der Finanzdiktatur der (FED) stehen werden davon betroffen sein. Dies ist einer der Hauptgründe, wieso Herr Ahmadinejad in seiner Rede, die heute gültige Währungs- und Finanzordnung so scharf angreifft. Muss dem Mann ein weiteres mal recht geben. ]
http://www.zeit.de/2009/06/Ratlosigkeit?page=all
http://www.handelsblatt.com/archiv/bad-bank-sorgt-fuer-aufregung;606003
http://www.handelsblatt.com/archiv/fuehrungskraefte-erwarten-banken-zusammenbruch;614180
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/15/055/1505559.pdf
http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur-nachrichten/duestere-eu-prognose-schuldenkrise-in-europa-verschaerft-sich-dramatisch;2574725
http://wirtschaftquerschuss.blogspot.com/2010/04/griechenland-irreparabel.html
http://wirtschaftquerschuss.blogspot.com/2010/05/viva-espana.html

Rede des Herrn Ahmadinejad
Herr Vorsitzender, meine Damen und Herren! Die eigentliche Ursache für Rassismus ist, dass die Wahrheit des Menschen als auserwähltes Geschöpf nicht erkannt wird und vom wahren Lebensweg des Menschen und von den seinen Aufgaben in der Schöpfung abgewichen wird. Weil die bewusste Anbetung Gottes und das Denken über den Sinn des Lebens und den Weg zur Vervollkommnung des Menschen, welche natürliches Resultat jener Treue zu den göttlichen und menschlichen Werten darstellt, in Vergessenheit gerieten, ist der Horizont des Menschen abgeflacht und das begrenzte flüchtige Interesse zum Maßstab für sein Handeln geworden. Auf diese Weise entstanden Machtkerne mit diabolischen Eigenschaften und diese haben durch Ausschaltung gerechter Chancen für den Fortschritt der anderen ihren Einflussbereich vergrößert. Auf diese Weise entwickelte sich die hässlichste Form von ungehemmtem Rassismus und dieser bedroht heute als gefährlichster Faktor den Weltfrieden und blockiert den Weg zur Verwirklichung eines internationalen friedlichen Zusammenlebens.

Zweifelsohne ist der Rassismus als Zeichen für Unwissenheit und Ignoranz zu betrachten, die es schon immer in der Geschichte der Menschheit gegeben hat. Diese Ignoranz zeugt für Starrsinn und Blindheit gegenüber der allgemeinen Weiterentwicklung. Deshalb sind Spuren von Rassismus in einer Situation zu erwarten, wo ein Mangel an Wissen und Verständnis in der Gesellschaft weit verbreitet ist.

Der wichtigste Weg zum Kampf mit solchen Erscheinungen besteht demnach darin, die Allgemeinkenntnis und das Allgemeinverständnis hinsichtlich des menschlichen Daseinssinns und der Wahrheit einer Welt, die den Schwerpunkt beim Menschen setzt, zu verbessern und dies erfordert oder ergibt sogleich die Rückkehr zu den spirituellen und ethnischen Werten und den Tugenden des Menschen und seine Hinwendung zu Gott.

Die Weltgemeinschaft muss im Rahmen einer umfassenden Kulturbewegung zur optimalen Aufklärung in einigen betroffenen und sicherlich auch zurückgebliebenen Gesellschaften eine allumfassende Maßnahme ergreifen und rasch diese hässliche und schmutzige Erscheinung entwurzeln. Aber, meine lieben Freunde! Heute sieht sich die menschliche Gesellschaft einer Art von Rassismus gegenüber, dessen Hässlichkeit – zu Beginn des 3. Jahrtausends – die menschliche Würde völlig entstellt und die Völkergemeinschaft beschämt. Der internationale Zionismus ist Symbol eines reinen Rassismus und hat unter Verfälschung der Religion versucht, die religiösen Gefühle einer Reihe von unwissenden Menschen auszunutzen, um dahinter sein hässliches Gesicht zu verbergen.

Dazu meint, Moishe Arye Friedman,
Oberrabbiner der strenggläubigen antizionistischen jüdischen Gemeinde Wien:

[ In den letzten 60 Jahren ist die gesamte Menschheit, unabhängig von Religion, Rasse oder Nationalität mit einem sog. Holocaust-Konzept konfrontiert worden, das als Begründung für viele Kriege, aber auch für wirtschaftliche Erpressungen herangezogen wurde. Insbesondere die Palästinenser und die islamische Welt haben seither unter unendlichen Grausamkeiten leiden müssen. All dies wird gerechtfertigt mit der Begründung, daß Millionen von Juden in einem Holocaust vernichtet worden seien. Dabei besteht bis heute keine Möglichkeit, freie Forschung über die historischen Tatsachen sowie die wahren Hintermänner zu betreiben und darüber öffentlich zu referieren, obwohl es seit jeher große Zweifel über die Zusammenhänge und geschichtlichen Abläufe gegeben hat. Eine Holocaust-Religion ist konstruiert worden von jenen, die selbst zu den Hauptverantwortlichen für die Verfolgung von Juden zählten: Von den Zionisten, die nicht den geringsten Glauben an Gott besitzen, sondern sich die Ausrottung der Gläubigkeit an Gott in der gesamten Menschheit als Ziel gesetzt haben. Diese Holocaust-Religion beansprucht weltweite Gültigkeit und betrachtet sich als allen internationalen Verträgen, den Verfassungen der einzelnen Staaten und den verschiedensten Glaubensbekenntnissen übergeordnet.
Unabhängige Wissenschaftler und Publizisten, die eine objektive Forschung und Debatte über den Holocaust und seine politische Instrumentalisierung durch den Zionismus fordern, werden eliminiert oder zumindest kriminalisiert und zu jahrelangen Gefängnisstrafen verurteilt.
In diesem Zusammenhang muß man auf die Tatsache hinweisen, daß die wahren Hintermänner, Finanziers und zum Teil Vollstecker der Grausamkeiten im Zweiten Weltkrieg Zionisten waren….weiterlesen

http://www.ruf-ch.org/RF_Archiv/2007/1+2/Friedensplan.html

Silvia Cattori
Zionismus als Pathologie

Die tiefliegenden Ursachen des Terrors, der vom jüdischen Staat ausgeübt wird

[ Wir müssen versuchen, nicht nur der Welt, sondern den Israelis selbst zu erklären, dass Zionismus eine Ideologie ist, die ethnische Säuberung, Besetzung und nun riesige Massaker billigt. Jetzt ist nicht nur eine Verdammung des gegenwärtigen Massakers nötig, sondern auch eine Delegitimierung der Ideologie, die diese Politik produziert hat und sie moralisch und politisch rechtfertigt. Das ist vielleicht einfacher, während, unter den schrecklichsten Umständen, die Aufmerksamkeit der Welt wieder einmal auf Palästina gerichtet ist….weiterlesen ]
http://www.silviacattori.net/article708.html

[ Bundesregierung soll „endlich eine aktive Rolle zur friedlichen Lösung des Nahostkonflikts“ einnehmen
Im Wortlaut: Schalom 5767 (Berliner Erklärung)
Im Folgenden dokumentieren wir eine bemerkenswerte Erklärung jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger,
die sich kritisch mit der israelischen Besatzungspolitik befasst. In der dazugehörigen Pressemitteilung der Initiatoren (21. Nov. 2006) heißt es:…..weiterlesen ]

http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/Israel/schalom.html

Ilan Pappé ist ein israelischer Historiker.
Er war Professor an der Universität Haifa und lehrt nun an der Universität Exeter in England.
Pappé gehört zur Gruppe der Neuen israelischen Historiker.

[Es gibt keine Grenzen für die Heuchelei, die eine selbstgerechte Wut hervorbringt. Der Diskurs der Generäle und Politiker bewegt sich erratisch zwischen einerseits den Komplimenten, die sie sich selbst machen hinsichtlich der Menschlichkeit, die die Armee bei ihren „chirurgischen“ Operationen an den Tag legt, und andererseits dem Bedürfnis, Gaza ein für alle Mal zu zerstören, auf humane Art und Weise, natürlich.
Diese selbstgerechte Wut ist ein ständiges Phänomen bei der israelischen, und davor zionistischen Enteignung von Palästina. Jeder Akt, sei es ethnische Säuberung, Besetzung, Massaker oder Zerstörung, wurde immer als moralisch gerechtfertigt dargestellt und als reiner Akt der Selbstverteidigung, der von Israel in seinem Krieg gegen die schlimmste Art Mensch nur widerwillig begangen wird. In seinem Buch „The Return of Zionism: Myths, Politics and Scholarship in Israel“ erforscht Gabi Piterberg die ideologischen Ursprünge und die historische Fortentwicklung dieser selbstgerechten Wut. Von der Linken bis hin zur Rechten, von Likud bis hin zu Kadima, von der akademischen Welt bis hin zu den Medien kann man in Israel heute diese selbstgerechte Wut eines Staates hören, der mehr als jeder andere Staat in der Welt damit beschäftigt ist, eine einheimische Bevölkerung zu zerstören und zu enteignen.]

http://zmag.de/artikel/israels-selbstgerechte-wut-und-ihre-opfer-in-gaza

Despite It’s Military Might, Israel is a Weak and Dying State
The Self-Defense of Suicide

By OREN BEN-DOR

Oren Ben-Dor, originally from Israel, is a Lecturer in Law at the
University of Southampton in the United Kingdom.

[ Das was die israelische Pathologie, in seiner versteckten und fatalen Weise bewerkstelligt, ist das was die Israelis am meisten befürchten. Es gibt tatsächlich „nur eine Wahl“ für den nationalistischen Plan der ewigen Opfer, Selbstmord mit denen die sie unterdrücken zu begehen. (…) Die Selbstverteidigung durch Selbstmord unterstreicht den einzigartigen Charakter der israelischen Apartheid. Beides, die Rhetorik des keine-Wahl-habens und die der Selbstverteidigung beinhaltet eine unheimliche Chronik der Selbstmordvorahnung. Trotz der militärischen Macht, ist Israel ein schwacher und im Sterben liegender Staat, der es wünscht sich selbst zu zerstören. Die größten Nationen der Welt fördern diesen selbstmörderischen Prozess und diese Tatsache verlangt eine dringende Betrachtung…..weiterlesen ]
http://www.counterpunch.org/dor01012009.html

[ Oren Ben-Dor: Who are the real terrorists in the Middle East?
What exactly is being defended? Is it the citizens of Israel or the nature of the Israeli state?
As its citizens are being killed, Israel is, yet again, inflicting death and destruction on Lebanon. It tries to portray this horror as necessary for its self-defence. Indeed, the casual observer might regard the rocket attacks on Israeli cities such as Haifa and my own home town, Nahariya, as justifying this claim.
While states should defend their citizens, states which fail this duty should be questioned and, if necessary, reconfigured. Israel is a state which, instead of defending its citizens, puts all of them, Jews as well as non-Jews, in danger…..weiterlesen ]

http://www.independent.co.uk/opinion/commentators/oren-bendor-who-are-the-real-terrorists-in-the-middle-east-409291.html

Professor Avi Shlaim BA MSc PhD

Professor of International Relations, Alistair Buchan Reader and Professorial Fellow,
St Antony’s College

[ Das zugrunde liegende Problem ist Israels illegale Besatzung der palästinensischen Gebiete seit 1967. Diese verwandelte die zionistische Bewegung von einer legitimen nationalen Befreiungsbewegung der Juden in eine Kolonialmacht und Unterdrückerin der Palästinenser. Mit heutigem Zionismus meine ich die ideologischen, ultranationalistischen Siedler und ihre Unterstützer in der vom Likud geführten Regierung. Diese Siedler sind eine winzige Minderheit, aber sie halten das politische System Israels im Würgegriff. Sie repräsentieren die inakzeptable Seite des Zionismus. Zionismus ist nicht mit Rassismus gleichzusetzen, aber viele dieser radikalen Siedler und ihrer Anführer sind unverhohlene Rassisten. Ihr Extremismus und ihre Exzesse haben manche Leute dazu gebracht, nicht nur das zionistische koloniale Projekt außerhalb der Grenzen von 1967 zu hinterfragen, sondern auch die Rechtmäßigkeit des Staates Israel innerhalb dieser Grenzen. Und es sind diese Siedler, die auch die Sicherheit und das Wohl der Juden überall auf der Welt gefährden.
Israels heutiges Image ist nicht deshalb negativ, weil es ein jüdischer Staat ist, sondern weil es ständig die Normen des akzeptablen internationalen Verhaltens überschreitet. Und tatsächlich wird Israel zunehmend als ein „Schurkenstaat“ angesehen, als ein internationaler Paria und als eine Bedrohung für den Weltfrieden…….weiterlesen ]

http://www.sinsys.business.t-online.de/zionismus.pdf

Die Holocaust-Industrie. Wie das Leiden der Juden ausgebeutet wird
Norman G. Finkelstein (* 8. Dezember 1953 in Brooklyn, New York City) ist ein US-amerikanischer
Politikwissenschaftler. Er verfasste bisher fünf Bücher zum Themenkomplex des Zionismus, des
Nahostkonflikts und des Gedenkens an den Holocaust. In Deutschland wurde er 2000 vor allem mit
seinem Buch Die Holocaust-Industrie bekannt, das eine Debatte über
die Erinnerungskultur zu diesem Ereignis, über seine Singularität und Entschädigungen für NS-Zwangsarbeiter verstärkte.

[ Meine Eltern fragten sich oft, weshalb mich Verfälschung und Ausbeutung des Völkermords der Nazis so empörten. Der Hauptgrund ist der: Man hat ihn dazu benutzt, die verwerfliche Politik des israelischen Staates und die amerikanische Unterstützung für diese Politik zu rechtfertigen. Doch es gibt auch ein persönliches Motiv. Ich sorge mich um das Andenken an die Verfolgung meiner Familie. Die laufende Kampagne der Holocaust-Industrie, mit der im Namen „bedürftiger Opfer des Holocaust“ Geld von Europa erpreßt werden soll, hat das moralische Format ihres Martyriums reduziert auf einen Einsatz im Casino von Monte Carlo. Doch auch abgesehen von dieser Besorgnis: Wir sollten die Integrität der historischen Überlieferung bewahren, ja, für sie kämpfen.
Wie ich auf den letzten Seiten dieses Buches vorschlage, können wir durch das Studium der Massenvernichtung der Juden durch die Nazis nicht nur etwas über „die Deutschen“ oder „die Nichtjuden“ erfahren, sondern über uns alle.
Es ist schon seit langer Zeit überfällig, daß wir unser Herz für das Leiden der übrigen Menschheit öffnen. Das war die wichtigste Lektion, die mir meine Mutter auf den Weg gab. Niemals hörte ich sie sagen: Du sollst nicht vergleichen. Meine Mutter stellte immer Vergleiche an. Zweifellos muß man historische Unterschiede machen. Doch wenn man moralisch zwischen „unseren“ und den Leiden „jener“ unterscheidet, ist das selbst eine moralische Farce. „Man kann zwei Menschen im Elend nicht vergleichen“, erklärte Plato, „und behaupten, der eine sei glücklicher als der andere.“ Angesichts der Leiden der Afro-Amerikaner, Vietnamesen und Palästinenser lautete das Credo meiner Mutter stets: Wir sind alle Holocaust-Opfer.
New York, April 2000 Norman G. Finkelstein …..weiterlesen ]

http://www.horst-koch.de/joomla_new/content/view/54/391/

[Zitate aus dem Buch
«Die Holocaust-Industrie»
von Norman G. Finkelstein
Wenn sie diese Zitate lesen und darüber nachdenken, werden sie sehen, dass sie fast immer mit: ist real und richtig antworten werden ]

http://www.ruf-ch.org/RF_Archiv/9999/Intern/Finkelstein.html

[ Und…und, man könnte Seitenweise weitere Leute zitieren, für welche der heutige Zionismus ein Greuel ist.
Anscheinend steht Herr Ahmadinejad mit seiner Meinung über den Zionismus nicht ganz so alleine da, wie ihn die USA+Anhängsel gerne stehen hätten. ]

Rede des Herrn Ahmadinejad
Ernsthaft müssen die Ziele einiger großer Mächte und Besitzer von umfassenden Interessen auf der Welt im Auge behalten werden, die unter Ausnutzung von Wirtschaftsmacht und politischem Einfluss und dem umfassenden Instrumentarium der Medien feindselig versuchen, durch allseitige Unterstützung der Verbrechen des zionistischen Regimes die Hässlichkeit dessen Existenz zu mindern. Hier ist nicht Unwissenheit das Hauptproblem, und deshalb kann man sich nicht bei der Bekämpfung dieses elendigen Phänomens mit kulturellen Maßnahmen begnügen, sondern es muss versucht werden, dem Missbrauch der internationalen politischen Instrumentarien durch die Zionisten und ihre Unterstützer eine Ende zu bereiten. In Beachtung der Forderungen der Völker muss die Bereitschaft der Regierungen für die Vernichtung dieses eindeutigen Rassismus gewonnen werden und mutige Maßnahmen zur Reformierung der internationalen Beziehungen und Mechanismen ergriffen werden. Zweifelsohne haben Sie alle von den weitgehenden Versuchen internationaler Zentren, die Mission dieser wichtigen Konferenz auf Abwege zu leiten, erfahren. Leider ist eine Sprechweise zu beobachten, aus der die Unterstützung für die Zionisten im Sinne einer klaren Mitbeteiligung an deren Verbrechen herausklingt, und dies lässt die Verantwortung der geehrten Vertreter der Völker hinsichtlich einer Enthüllung dieser menschenfeindlichen Bewegung und der Reform der Beziehungen und der Verhaltensweisen anwachsen. Man sollte wissen, dass, wenn das große internationale Potential dieser Konferenz von der Behandlung der wichtigsten Beispiele des Rassismus ferngehalten wird, den hässlichsten und eindeutigsten Formen dieses Phänomens zur Fortdauer verholfen wurde. Die Verteidigung der Menschenrechte erfordert heute, dass:
erstens
die Rechte der Nationen aufgrund ihrer Entscheidungsfreiheit bei wichtigen internationalen Entschlüssen in Unabhängigkeit von dem Einfluss einiger Mächte unterstützt, und
zweitens
Maßnahmen zur Reform der internationalen Strukturen und Beziehungen ergriffen werden. Deshalb ist diese Konferenz eine große Prüfung. Die Weltöffentlichkeit von heute und morgen wird über uns ein Urteil fällen.
Herr Vorsitzender, meine Damen und Herren!
Die allgemeinen internationalen Bedingungen bewegen sich rapide in Richtung grundsätzlicher Wandlungen. Die Machtbeziehungen sind äußerst brüchig geworden. Das Zerbrechen der Säulen der internationalen Unterdrückung ist bereits zu hören. Die allgemeinen politischen und wirtschaftlichen Strukturen sind im Begriff einzustürzen. Politische und Sicherheitskrisen nehmen an Tiefe zu und die zunehmende Weltwirtschaftskrise, die keine klaren Ausblicke auf eine Heilung zulässt, lässt große allumfassende qualitative und quantitative Veränderungen herannahen. Ich habe viele Male die Notwendigkeit unterstrichen, von dem falschen Weg, welche das heute die Welt beherrschende Verwaltungssystem eingeschlagen hat, umzukehren und gewarnt, diese Umkehr nicht zu verzögern. Auch heute möchte ich auf dieser wertvollen Weltkonferenz gerichtet an Sie und an die Führungskräfte, Denker und an alle Völker der Welt, welche sich nach Frieden, Freiheit, Fortschritt und Wohlstand sehnen, sagen, dass das ungerechte die Welt beherrschende Verwaltungssystem am Ende seines Weges angelangt ist. Dieses Verwaltungssystem ist unweigerlich in die Sackgasse geraten, weil seine Philosophie erzwungen und ungerecht ist. Die wahre Bewegung der Welt ist eine Bewegung zur Vollkommenheit. Eine zielorientierte Bewegung, mit dem Menschen im Mittepunkt und auf Gott zustrebend. Es ist eine Bewegung, die gegen jede Politik und jedes Programm, das nicht den Interessen der Völker dient, vorgeht. Der Sieg des Rechtes über das Unrecht, die klare Zukunft der Menschheit und die Aufstellung einer gerechten Weltordnung sind sämtliche göttliche Versprechen und Versprechen aller Propheten und stellen die gemeinsame historische Hoffnung aller Gesellschaften und Generationen dar. Die weise Absicht in der Schöpfung erfordert die Verwirklichung einer solchen Zukunft und alle Menschen, die an Gott und an die sehr hohe Stellung des Menschen glauben, sind davon überzeugt. Die Gestaltannahme einer Weltgemeinschaft, die praktische Möglichkeit der Realisierung einer gemeinsamen internationalen Ordnung und schließlich die aktive und gerechte Mitbeteiligung der Denker, Führungskräfte und der Weltbevölkerung an großen allgemeinen Beschlussfassungen bilden den sicheren Weg zur Erreichung dieses großen Zieles. Nunmehr haben die wissenschaftlichen und technischen Kapazitäten und die Informations- und Kommunikationstechnologien ein umfassendes und gemeinsames Verständnis von der Weltgemeinschaft entstehen lassen und den notwendigen Rahmen für die Verwirklichung einer gemeinsamen Ordnung geschaffen. Nunmehr haben die Elitekräfte, Wissenschaftler und Verantwortungsträger in aller Welt diese große Aufgabe, in Überzeugung von diesem konsequenten Weg, ihre historische Rolle zu übernehmen. Und nunmehr möchten wir die Wahrheit bekräftigen, dass der westliche Kapitalismus genauso wie der Kommunismus deshalb am Ende seines Weges angelangt ist , weil er die Welt und den Menschen nicht so gesehen hat wie sie sind und versucht hat, seinen Weg zusammen mit dem von ihm künstlich geschaffenen Ziel der Menschheit aufzuzwingen, und weil er die menschlichen und göttlichen Werte, nämlich Gerechtigkeit, Freiheit, Liebe, Freundschaft und Brüderlichkeit nicht beachtet und stattdessen dem Leben einen harten Wettkampf um materielle Interessen und Interessen von Einzelnen oder Gruppen zugrunde gelegt hat. Nunmehr müssen wir uns, belehrt von der Vergangenheit und die Notwendigkeit eines Kurswechsels und einer Änderung der heutigen Bedingungen verspürend, allseitig einsetzen. In diesem Zusammenhang möchte ich zum Abschluss alle auf zwei wichtige Punkte aufmerksam machen:
Erstens:
Die Reform der aktuellen Weltlage ist hundertprozentig möglich. Aber man muss wissen, dass dies nur durch Zusammenarbeit aller Regierungen und aller Völker verwirklichbar ist. Deshalb müssen die Möglichkeiten der internationalen Zusammenarbeit maximal genutzt werden. Meine Teilnahme an dieser Konferenz geschieht in Achtung dieser wichtigen Frage und der wichtigen Frage der Menschenrechte und Verteidigung der Rechte der Völker gegenüber dem elendigen Phänomen des Rassismus sowie der Zusammenarbeit mit Denkern wie Ihnen.
Zweitens:
Angesichts der Leistungsunfähigkeit der politischen, wirtschaftlichen, sicherheitsbezogenen und kulturellen internationalen Systeme und Beziehungen, wird es notwendig, unter Beachtung der göttlichen und menschlichen Wertmaßstäbe und bei richtiger und wahrer Interpretation des Menschen und aufgrund der Gerechtigkeit und der Respektierung der Rechte aller Menschen sowie unter Eingeständnis der bisherigen Fehler in der herrschenden Verwaltung und durch Standpunkt- und Verhaltensänderung, eine Reform der bestehenden Strukturen vorzunehmen. In diesem Zusammenhang muss die sofortige Änderung in der Struktur des UN-Sicherheitsrates und die Aufhebung des diskriminierenden Privileges des Vetorechtes und die Änderung in der internationalen Währungs- und Finanzordnung auf die Tagesordnung gestellt werden. Es liegt auf der Hand, dass ein Mangel an Gespür für die Dringlichkeit einer Änderung, den Kostenaufwand für Reformen vergrößert. Die Entwicklung in Richtung Gerechtigkeit und Ehre der Menschen ist wie das beschleunigte Durchqueren eines Gewässers. Vergessen wir nicht das Elixier der Liebe und Freundschaft. Die Gewissheit über eine klare Zukunft der Menschheit ist ein großes Kapital, welches uns in verstärktem Bewusstsein und vermehrter Hoffnung umeinander versammelt hält, damit wir nach einer Welt voller Liebe und Freundschaft und Segen streben – einer Welt, frei von Armut und Hass, reich am Segen Gottes und unter rechtschaffener Verwaltung des vollendeten Menschen stehend. Lasst uns jeder einen wichtigen Beitrag für diese wichtige Sache leisten. In Hoffnung auf jenen klaren und schönen Tag. Ich bedanke mich beim Herrn Vorsitzenden und dem Generalsekretär und bei Ihnen allen für ihr geduldiges Zuhören und wünsche ihnen Erfolg und Größe.“

[ In den Medien wird Mahmud Ahmadinejad nach dessen Rede alles Mögliche untergeschoben. Das Vokabular dieser Medien ist das hundertfach eingespielte und sattsam bekannte. Eine gründliche Auseinandersetzung mit seiner Ansprache findet kaum statt. Er hat eine Reihe von Wahrheiten gesprochen, die man im Westen gar nicht gerne hört. Bei der Boykott-initiative Israels und der USA geht es also um die bedingungslose Ablehnung von Standpunkten, die auf einem UNO-Podium geäußert werden, noch ehe man sie im einzelnen kennt. Angeschlossen haben sich der israelisch-US-amerikanischen Position vor allem eine Handvoll von den USA+Anhängsel ferngesteuerten westlicher Staaten, darunter Deutschland, sowie Australien und Kanada. Teilweise wird die Konferenzabsage allein mit der Präsenz Ahmadinedschads in Genf begründet. Dass die paar Boykottländer dieses wichtige Forum gegen Rassismus in Genf, durch ihren Boykott in die Knie zu zwingen gedachten, konnte nur ein „frommer Wunsch“ dieser Interessengruppe sein, denn freie Länder beugen sich nicht dem Diktat der sich auserwählt Fühlenden.]

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Gotteskrieger: Gehen wir zurück ins Frühmittelalter

Wichtig !!!

Gefährliche Situation im mittleren Osten

Beteiligen sie sich an der Umfrage: sind sie dafür oder dagegen, dass die USA und EU dem Iran den Krieg erklären

Es benötigt nur wenige Minuten um mitzumachen. Ihre Meinung ist wichtig. Kein Name, kein e-mail, keine Registration. Wenn sie
möchten, können sie ihre Entscheidung auch noch kommentieren. Damit helfen sie anderen Besuchern sich eine Meinung
zu bilden. Diese Umfrage ist unabhängig vom Artikel.     Zur Umfrage gehts hier lang     Danke für ihre Beteiligung

Iran_Israel_USA_Syrien

Ist der Irrsinn noch aufzuhalten
Sind „Ver-Rückte“ Gotteskrieger dabei,
den Krieg in Nahost und Iran herbeizuwünschen? ….

Eine Analyse / Einschätzung der Kriesensituation

Inhalt:

USA

Iran

Israel

Drachenwut`s Politikblog besuchen

USA

Die Vereinigten Gottesstaaten von Amerika

„Gottesstaat“ und „Gotteskrieger“: Bislang neigten wir dazu, bei diesen so unzeitgemäß erscheinenden Begriffen in den Nahen und Mittleren Osten zu schauen. Es könnte aber durchaus sein, dass wir in Zukunft vermehrt auch irritiert gen Westen blicken müssen – in die unumstrittene Machtzentrale der Weltpolitik. In den USA, der einzig verbliebenen Supermacht, hat eine christlich-konservative „Achse des Guten“ das Ruder übernommen, die im „Auftrag des Herrn“ und mit freundlichem Segen des „industriell-militärischen Komplexes“ (Eisenhower) damit begonnen hat, innenpolitisch den „liberalen Saustall Amerikas“ auszumisten und außenpolitisch die Welt auf typisch amerikanische Weise (Pax Americana) zu „befrieden“.

so schreibt Dr. Michael Schmidt-Salomon, Trier in seinem Essay aus dem Jahre 2003.http://www.schmidt-salomon.de/usa.htm

und weiter zum Schluss deselben:
Die „Vereinigten Gottesstaaten von Amerika“?
Müssen wir davon ausgehen, dass sich die USA mittel- oder langfristig in einen christlich-patriotischen Gottesstaat verwandeln könnte, wie die einleitenden Worte suggerierten? Glücklicherweise ist es noch nicht soweit…

Dies war 2003 und wie ist dies im Jahre 2010?

Heute kommt kein amerikanischer President mehr am Power der amerikanischen Evangelikalen vorbei. Den 40% Anteil an der Gesammtbevölkerung haben diese Ver-Rückten nämlich schon überschritten.

Evangelikale Christen in den USA nehmen die Bibel wörtlich, und sehen im aktuellen Nahost-Konflikt den Anfang vom Ende, , weil Evangelikale das glauben, unterstützen die meissten von ihnen Israel aus einem felsenfesten Glauben, dass Gott das gesamte Land des biblischen Israel seinem erwählten Volk gab. Sie glauben auch – und das ist der heikle Teil -, dass Christus nicht wieder kommen wird, bis die Juden Israel wieder gewonnen haben und die letzte Schlacht in der Endzeit beginnt. Darum sind sie grundsätlich gegen alles, was nach Frieden aussieht, damit die Welt wie vorgesehen untergehen kann.
Nach der biblischen Prophetie werden zwei Drittel der Juden am Ende der letzten Schlacht bei Armageddon sterben und das letzte Drittel wird sich bei seiner Rückkehr zum christlichen Glauben bekehren. Damit wird das tausendjährige Reich Christi beginnen.

Wer dies nicht glauben kann oder für massloss übertrieben hält, google sich einfach mal durch die folgenden Stichworte:
Armageddon Evangelikale, USA Kampf Böse, oder bediehne sich der untenstehenden Links.

http://www.tagesschau.de/ausland/meldung105174.html#content
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/23/23322/1.html
www.zeit.de/2009/01/Op-ed-Obama-Religion
http://www.nachdenkseiten.de/?p=2044
http://brightsblog.wordpress.com/2009/06/29/mission-gottesreich/

http://www.dw-world.de/dw/article/0,,5510065,00.html

Das solcherlei Sachen, in den USA nicht nur in den Hirnen von ein paar verschrobenen Ver-Rückten herumschwirrt, sondern auch handfeste Politik des Alltags geworden ist, zeigt der Asylantrag einer deutschen evangelikalen Familie in der USA. Diese fühlten sich religiös verfolgt, weil deutsche Schulbehörden ultimativ auf den Schulbesuch der Kinder bestanden. Die Eltern jedoch dies aus moralisch-religiösen Gründen ablehnten….Familie Romeike hat dann auch tatsächlich in den USA Asyl erhalten, mit der abenteuerlichen Begründung:

Homeschoolers are a particular social group that the German government is trying to suppress. This family has a well-founded fear of persecution, therefore, they are eligible for asylum – and the court will grant asylum.

Im Grunde ist es einfach unglaublich: Die Vereinigten Staaten gewähren tatsächlich einer deutschen Familie Asyl, weil die das Schulsystem der Bundesrebuplik nicht christlich (Evangelikal) genug finden.

und weiter Führt Richter Richter Lawrence Burman aus Memphis aus,–jetzt wirds sogar noch spannend–,

We can not expect every country to follow our constitution. The world might be a better place if it did. However, the rights being violated here are basic human rights that no country has a right to violate.

Damit erklärt der Richter aus Memphis die Bundesrebuplik zum Unrechtsstaat — denn immerhin kann es ja „politisch Verfolgte“ prinzipiell nur in einem solchen geben. Noch hätte es die US-Regierung in der Hand, das Urteil des Einwanderungsgerichts zu kippen…..

http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,674309,00.html

noch ein Beispiel, was für Leute, in den USA Meinung machen:

14. Jan. 2010 …
Der evangelische TV-Prediger Pat Robertson (USA) hat seine eigene Theorie, worin die Ursachen für das verheerende Erdbeben in Haiti liegen könnte. In seiner Show am Mittwoch erklärte der Prediger, dass ein alter Teufelspakt der Haitianer Auslöser des Bebens sein soll. Als Haiti noch von Frankreich besetzt gewesen ist, sollen die Einwohner des Landes zusammengekommen sein, um die französische Herrschaft zu beenden. Dabei sei dann der Vertrag mit dem Teufel gemacht worden.
Pat Robertson hatte schon für frühere Naturkatastrophen Verfehlungen der Menschen verantwortlich gemacht. Beim Hurrikan Katrina sprach er von der Strafe Gottes für die Einwohner von New Orleans.

Menschenverachtender kann diese Aussage, vor einem applaudierenden Millionenpublikum, und bei 200’000 Toten wohl kaum sein.

http://www.shortnews.de/id/809382/US-Fernsehprediger-Teufelspakt-ist-fuer-Haiti-Erdbeben-verantwortlich

Ist die USA überhaupt gewillt, einen Krieg in Nahost und Iran zu vermeiden?

In den USA bezeichnen sich über 80% der Amerikaner als Christen. Laut einer Umfrage, die 2002 vom Time Magazine durchgeführt wurde, glauben 36% der Amerikaner, dass die Bibel Gottes Wort und daher wörtlich zu nehmen ist. 59% glauben, dass die Geschehnisse aus der Offenbarung Wirklichkeit werden. 35% sagen von sich, sie würden seit dem 11. September 2001 Nachrichten verstärkt auf ihre mögliche Aussagekraft hinsichtlich des Weltendes sehen und 36% sind der Meinung, dass die Juden Israel kontrollieren müssen damit Jesus wiederkommen kann. 42% der Befragten unterstützen Israel, weil sie glauben die Juden seien Gottes auserwähltes Volk und 17% glauben, dass das Weltende noch in ihrer Lebenszeit stattfinden wird.
So sehr man die Aussagekraft von Umfragen bezweifeln mag und darf, wird aus dieser Umfrage trotzdem die enorme Bedeutung apokalyptischen Denkens in der amerikanischen Kultur deutlich. Außerdem wird deutlich, dass dieses Denken über evangelikale Kreise hinausgeht.
Heute dürften diese Zahlen noch weitaus erschreckender sein und Redewendungen wie von McCain gelten als normal:
„Wenn ich Präsident der USA bin, werde ich Osama Bin Laden notfalls bis an den Eingang der Hölle verfolgen.“

Das bei diesem Vorhaben, auch einige hunderttausend zivile Personen zu unschuldigen Opfern werden, scheint diesen Kämpfer gegen das absolut Böse nicht zu stören.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,572567,00.html

Ausserst aufschlussreich, ist eine Untersuchung Universität Potsdam Institut für Religionswissenschaft HS/PS Apokalypsen Dozenten: Johann Ev. Hafner und Michael Herrman Verfasserin: Rahel Sieghartner (3982081)

Apokalyptische Rhetorik in den Reden des US-Präsidenten George W. Bush und ihre potentielle Zuordnung in zivilreligiöse oder evangelikale Kontexte

http://www.uni-potsdam.de/db/religion/pdf/sieghartner_busch.pdf

Kann Obama die amerikanischen Gotteskrieger davon abhalten, die USA erneut in einen Massenmordenden Krieg
gegen den Iran zu stürzen?

Es bleibt ein Hoffnungsschimmer.
–Die „Neuen Evangelikalen“ weigern sich, Regierungsmacht auszuüben. Sie befürworten die Trennung von Kirche und Staat.
Das in diesem Jahr vorgelegte „Evangelikale Manifest“ erklärt: „Wir sind entschieden dagegen, unserer pluralistischen Gesellschaft eine Theokratie überzustülpen.“ Wichtig aber ist den neuen Evangelikalen die konfessionelle Integrität ihrer karitativen und sozialen Dienste. In diesen Fragen werden sie harte Verhandlungspartner sein.
Gleichwohl haben sie sich Obamas Avancen gegenüber offen gezeigt und eine kritische innerkirchliche Bewegung in Gang gebracht, die auch die amerikanische Politik verändern wird. Sollte es gelingen, dass die neuen Evangelikalen mit Obama zusammen an Kompromissen arbeiten, die für viele der Gläubigen in Amerika hinnehmbar sind, dann wird die Religiöse Rechte schon bald viel von ihrer früheren Anziehungskraft verlieren. Die neuen Evangelikalen lehnen die Apokalipse oder auch Offenbarung des Johannes genannt , als nicht in unsere Zeit transportierbar ab.

http://www.taz.de/1/politik/amerika/artikel/1/fundamentalist-segnet-obama/
http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/amerika/Obama-reicht-den-Evangelikalen-die-Hand/story/12650196
http://www.welt.de/politik/article2144422/Evangelikaler_Aktivist_greift_Barack_Obama_an.html
http://distomos.blogspot.com/2010/01/brian-mclaren.html

über das wieso, die USA und ihr Regionalhelfer Israel, andauernd Angriffskriege führen, gegen seit der Reagan Zeit (1981) vor allem islamische Staaten und Völker, schwirren in allen Kreisen Vermutungen wie: Strategische Vorherrschaft, arabisches Öl, Zionistische Weltherrschaft und andere abenteuerliche Theorien herum. Die für uns Europäer kaum voerstellbare Rückwanderung, grosser Teile der US Bevölkerung, in Frühmittelalterliche Glaubensvorstellungen, wurde weitgehend ignoriert.
Die andauernd Gott im Munde führenden US-Politiker wurden von uns, allenfalls mitleidig belächelt oder man führte diese Redesart auf was weis ich zurück, niemand nahm zur Kenntniss, dass sich die USA seit Reagan als den bewaffneten Arm Gottes begreifen.

Um der Weltöffentlichkeit diese meisst unlogischen religiösen Kreuzzüge schmackhaft zu machen, wurde und wird schamlos gelogen und erfunden.

Wie weit der Verdummungsprozess, durch Vernebelung und das nicht zurkenntniss nehmen des religiösen Monster das in den USA heranwächst, in westeuropäischen Hauptstätten schon vorgeschritten ist, zeigt die Rede Peres vor dem deutschen Bundestagam 27.Januar 2010 :

wörtlich:
„Ebenso wie unsere Nachbarn identifizieren auch wir uns mit den Millionen Iranern, die gegen die Diktatur und Gewalt rebellieren. Genau wie sie lehnen wir ein fanatisches Regime ab, das die Charta der Vereinten Nationen missachtet. Ein Regime, das mit Zerstörung droht und Atomkraftwerke und Nuklearraketen besitzt, mit denen es sein eigenes Land wie auch andere Länder terrorisiert. Ein solches Regime ist eine Gefahr für die ganze Welt.“
Dies ist nur ein Auszug einer von Lügen und Meinungsmache gespickten Rede. Denn:
Wenn jenes “Regime“ wirklich eine Gefahr für die Welt darstellt, warum muss man dann mit klaren Unwahrheiten jene Gefahr “aufbauschen“? Iran hat noch kein einziges in Betrieb befindliches Atomkraftwerk und den Besitz von Nuklearraketen wirft ihnen – außer Peres – wirklich niemand vor! Es sei daran erinnern, dass hier der Präsident des zionistischen Staates im Bundestag eines der reichsten Länder der Erde spricht und die größte Gefahr, die es für die gesamte Menschheit sieht, die Islamische Republik Iran sein soll.
Wem angesichts solch einer Klarheit die Augen nicht geöffnet werden, der wird nie erkennen, welche Unwahrheiten ihm aufgetischt werden. Ganz nebenbei enthielt die Passage auch noch eine weitere Lüge. Kein einziges der benachbarten westhörigen Diktatoren der Region um Palästina möchte gern eine Demokratie im eigenen Land! Insofern stellt sich die Frage, wen Peres mit “Nachbarn“ meinte? Sollte er wider erwarten die Völker der benachbarten Ländern gemeint haben, so stellt sich dann die Frage, was passiert, wenn z.B. Jordanien und Ägypten einen demokratischen Umsturz erleben.

Erschreckend an der Rede des Herrn Peres sind nicht seine Lügen (wir sind in dieser Hinsicht ja schon einiges gewohnt von israelischen Politikern), sondern!, dass eine weltumspannende Propaganda, mehr oder weniger alles auf den Kopf stellt, und selbst im Bundestag, der Präsident Israels, am Gedenktag für die Opfer des Holocaust deutliche Unwahrheiten verbreiten kann und Politiker wie Hofjournalisten artig klatschen, ohne die leiseste Form der Kritik, ohne die kleinste Form der Hinterfragung..

http://www.bundestag.de/kulturundgeschichte/geschichte/gastredner/peres/rede.html

Ob die „Neuen Evangelikalen“ der Postmoderne, diesen mörderischen Trend abbremsen können bleibt abzuwarten.

Jedoch sei darauf hingewiesen, dass auch diese –neuen Postmodernen Evangelikalen– „weltherrschaftsansprüche“ stellen, nur in anderer Form. Inwieweit diese gewaltloser sein werden, als die heutigen US-Gotteskrieger wird die Zukunft zeigen.
http://www.livenet.ch/www/index.php/D/article/633/38337/
http://www.guardian.co.uk/politics/2010/mar/14/tony-blair-faith-foundation-america
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Iran

Vom Gottesstaat zur Militarisierung

„Tod dem Schah“ skandierten die iranischen Massen monatelang und unablässig auf ihren Protestmärschen durch Teheran und andere iranische Städte. Die Nachricht von der Ausreise des verhassten Despoten versetzte Millionen Iraner in einen Freudentaumel. Sie feierten nach über einem Jahr friedlicher Proteste und blutiger Unruhen mit hunderten von Toten, als habe ein neues Leben begonnen. Sie stürzten Denkmäler der Pahlewi-Dynastie und schenkten Soldaten nelkenumkränzte Bilder jenes Mannes, den die Mehrheit der damals 35 Millionen iranischer Muslime schiitischer Glaubensrichtung längst zu ihrem Idol und Führer auserkoren hatten: Ajatollah Ruhollah Khomeini.
Von Beginn an ließ er keinen Zweifel daran, dass er die Monarchie durch einen Gottesstaat ersetzen wollte, in dem Religion und Politik eins sind.
http://www.nachrichten.at/nachrichten/politik/aussenpolitik/art391,101489
http://www.studien-von-zeitfragen.de/Eurasien/Iran-USA/iran-usa.html

Und heute, glauben die meissten Irankritiker ernsthaft, daraufhinweisen zu müssen, das die vorwiegend unter 30ig jährigen Iraner/innen (70% der Bevölkerung) keinen Gottesstaat und keine Religion mehr wollen, und das dies der Hauptgrund für die jetztigen Massendemonstrationen sei. Ist dem wirklich so, oder ist die westliche Medienlandschaft dabei, amerikanisches Wunschdenken zu vertreten?
Der Iran hatte am Vorabend der Revolution eine Urbanisierungsrate von etwa 45 %, heute ca. 70 %. Alphabetisiert sind heute 86 % der Bevölkerung, 1979 waren es knapp 50 %. Damals, 1979, gab es gerade mal 170.000 Studenten an 37 Universitäten, davon 16 in Teheran. Auf die Universität zu gehen und Student zu werden, war ein Privileg, nicht Jedermanns Sache. Heute gibt es über 300 Hochschulen, an denen 3,5 bis 4 Millionen Studenten eingeschrieben sind. Letztere bilden die Säule der oppositionellen „Grünen Bewegung“.
Die Grüne Bewegung reicht zwar quer durch alle Gesellschaftsschichten. Doch beschränkt sie sich auf die Ober- und nicht religiöse Mittelschicht, das Bildungsbürgertum, Künstler etc..
Die traditionell-religiöse Mittelschicht, die Arbeiterschaft, Landbewohner sowie ethnisch-religiöse Minderheiten hat die Opposition nicht erreichen können. Unter der relativ großen Zahl von Demonstranten, die am 11. Februar für das Regime demonstriert haben, befanden sich viele Angehörige der Mittel- und Unterschicht, sowie Beamte und Arbeiter die im staatlichen Dienst tätig sind.
Wenn es der Grünen-Bewegung gelingt, die „Grünen-Revolution“ unter die traditionel-religiöse Mittelschicht, die Arbeiterschaft und Landbewohner zu bringen, ist die Regierung Ahmadinedschads erledigt, nicht jedoch der staatstragende schiitische Islam, der alleine dazu befähigt sein dürfte, die krassen sozialen Unterschiede einzuebnen. siehe dazu :Iran, das Land des politischen Islam
Dank dem verhängen von Sanktionen die jetzt schon 30 Jahre anhalten und dem 1º Golfkrieg, ist die Islamischen Republik in einer nicht gerade angenehmen Situation.
Nach offiziellen iranischen Angaben leben ca. 25 Millionen Iraner unter der Armutsgrenze. Iran beherbergt heute etwa 15 Millionen Slumbewohner. Es existieren 2 bis 3 Millionen Drogensüchtige. Die Inflation beträgt 25 % und die Arbeitslosigkeitsrate 30 %.

Betrachtet man aus dieser Sicht, heute die Eskalation der Gewalt im Iran, die Ausuferung von Verhaftungen, Repressionen und Exekutionen, so fragt man sich wohl zu Recht, ob diese inneriranische Entwicklung nicht eine Reaktion aus Wut, Trotz und Haß, auf Sanktionen, aufgezwungener Krieg(1ºGolfkrieg) und auf das unentwegte Trommelfeuer negativer Medienaktivitäten im Ausland ist. Der Iran wurde dadurch zwangsläufig militarisiert. Mal ganz ehrlich: Welcher Staat würde dies nicht!
http://englishtogerman.wordpress.com/2010/05/12/vom-gottesstaat-zur-militarisierung-ein-interview-mit-reza-aslan/

Die Iraner/innen sind heute hauptsächlich gegen die Radikalisierung de Islams(Nicht gegen den Islamischen Glauben) und für eine reformerische Öffnung desselben. Im weiteren sind sie gegen die militarisierte Gesellschaft, und wollen Anschluss an die Weltwirtschaft findem, denn wenn man im Jahre 2010 keinen Zugang zum freien Markt hat, dann gibt es wenig Hoffnung für irgendeine Art wirtschaftlicher, sozialer oder politischer Entwicklung.
Die Menschen des Irans passen nicht mehr ins gängigen Klische, das man aus den Medien kennt – wild skandierende Ayatollahs, schwarz verschleierte, trauernde Frauen und bewaffnete, bärtige Männer. Im Gegenteil: Es ist eine neue junge Generation (70% der Bevölkerung), zu Zeiten der Staatsgründung (1979) noch nicht einmal geboren, setzt sich kritisch mit vielen gesellschaftspolitischen und sozialen Fragen auseinander. Ein Volk, das dieselben Bedürfnisse, Träume und Sehnsüchte derer hat, die in „Freiheit..?“ leben.
http://bazonline.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/Junge-Iraner-wollen-Wohlstand-nicht-politische-Freiheit/story/26510083
http://de.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-469/_nr-482/i.html
http://www.zeit.de–Der Undank der Enkel

Was das iranische Volk ganz bestimmt nicht braucht, ist eine militärische Einmischung von aussen, die im kleinsten Falle, die iranische Gesellschaft weiter militarisiert, und im schlimmsten Falle, Millionen dieses aufgeweckten Volkes umbringt. Die iranische Geschichte zeigt, dass die Iraner ganz gut selber mit ihren innenpolitischen Problemen fertig werden. Wenn wir „der Westen“ wirklich helfen wollen, sollten wir baldmöglichst, Sanktionen und Kriegsandrohungen als beendet erklären, dies würde das heutige Regime in Erklärungsnot bringen und delegitimisieren helfen.

Was nun die iranische Atombedrohung angeht, so wirkt die ganze sture und verlogene Meinungsmache ziemlich lächerlich, und man müsste sich wirklich vor Lachen den Bauch halten, wenn die Sache nicht so ernst wäre.

Da soll also wieder einmal im Namen der Menschenrechte und Weltsicherheit, unter Vorspiegelung falscher „Tatsachen“, ein Volk mit Sanktionen niedergehalten werden, und wenn dies nicht reicht, bringen wir eben, ganz operativ natürlich, ein-zwei oder mehr Millionen dieser islamisch/iranischen A…löcher um ihr sowieso besch…ssenes Leben. Wenn ganz nebenbei die Vertreibungswege für Öl und Gas unbrauchbar werden, so ist dies ein weiterer erfreulicher Nebeneffekt, kann man doch dann auch noch der eigenen Bevölkerung tiefer in die Tasche greifen. Toller Nebeneffekt, muss man nicht mal erlären.

Wo bleibt hier die Vernunft? und, sind unsere politischen Führer bescheuert? Sind wir alle bescheuert, in dem wir so einen Unfug auch noch unterstützen.

Unser Gehirn muss sich schon ziemlich aufgelösst haben, wenn wir die gleichen Märchen, wie vor der Irakabschlachtung, ein weiteres mal glauben.

Denn 1º

Es ist einfach unwahr, dass der Iran seine Atomanlagen nicht von der Atomenergiebehörde IAEA kontrollieren lässt. Jeder kann sich in den Seiten der IAEA selber überzeugen. Auch hat der Iran den Atomwaffensperrvertrag unterzeichnet. Vielleicht finden wegen der internationalen Hetze gegen den Iran, einige Behinderungen statt, der Iran hat ja auch seinen Stolz, jedoch weis die Welt im grossen Ganzen was der Iran in seinen Atomanlagen macht.
Seit fast sieben Jahren hat die IAEA ungefähr jedes Quartal Berichte über die Ergebnisse, Angelegenheiten und offenen Fragen ihrer Inspektionen der nuklearen Aktivitäten des Iran herausgegeben. Drei grundlegende Tatsachen können diesen Berichten entnommen werden. Erstens war und bleibt alles nukleare Material des Iran „unter Erfassung und Überwachung“ der IAEA. Zweitens hat der Iran keine nuklearen Waffen oder die Mittel, um solche herzustellen. Drittens gibt es keinen eindeutigen Beweis, dass der Iran in der Tat ein Atomwaffenprogramm betreibt oder jemals betrieben hat.

Eigentlich sollte jeder die Berichte der IAEA lesen, da eine gebildete
Öffentlichkeit helfen könnte, einen weiteren unnötigen Krieg auf der Grundlage von Lügen abzuwenden.
Wenn Sie die Berichte lesen und dann die Abhandlungen darüber in den Zeitungen, können Sie aus erster
Hand dieses elektrisierende Gefühl der Überraschung erleben, das sich aus der Entdeckung ergibt,
wie schlecht – wie schamlos schlecht – die westlichen Medien geworden sind. Das iranische Atom-Problem ist ernst, und die Iraner sind am Rande im Libanon beteiligt. Tatsache ist aber, daß die Herausforderung nicht unmittelbar droht. Und weil sie nicht unmittelbar droht, ist Zeit, damit umzugehen.

Der Iran will sein Uran auf 20% anreichern, weil er eben solches für medizinische Verwendung braucht. Als Unterzeichner des Atomwaffensperrvertrag, ist dies sein absolutes Recht. Soweit anscheinend nur mir bekannt ist, braucht es für waffenfähiges Uran einen Anreicherungsgrad von mindestens 87%. Somit ist nicht klar, was die Internationale Hetzkampagne eigentlich soll. Atomwaffen können es nicht sein, denn auf Jahre hinaus, wird der Iran kaum genügend auf 87% angereichertes Uran besitzen um Kernwaffen zu entwickeln. Wir haben noch Jahre zeit, uns von der Glaubwürdigkeit der iranischen Versicherung, nämlich keine Kernwaffen zu wollen, zu überzeugen. Warum diese auf einen weiteren Massenmord hingerichtete Eile??
Ein Bloger in jrgendeinem Kommentarblog hat es einmal auf den Punkt gebracht:

Solange wir jene Staaten die in der Vergangenheit Verbrechen begangen haben nicht zur Rechenschaft ziehen, sollten wir uns nicht so weit aus dem Fenster lehnen, Länder für Verbrechen zu bestrafen, von denen wir denken, dass sie sie in Zukunft begehen werden.

Denn 2º

Gerne wird bei uns im Westen über den Dschiad(Djihad)polemisiert und iranische Ayatollahs, als verlogene und falsche Religionsdiktatoren abgetan.
Die Kenntnisse über den Islam, gehen bei den meissten unserer Mitbürger, kaum darüber hinaus, als dass es Sunniten und Schiitten gibt. Die fast schon sträfliche Ignoranz in Sachen des Islams, handelt es sich doch um eine der grössten Religionsgemeinschaften der heutigen Menschheit, ist eine der Hauptgründe für viele Missverständnisse.

Sunniten stellen in den meisten islamischen Ländern die Mehrheit der Muslime, mit Ausnahme von Iran, Irak, Bahrain, Aserbaidschan, Oman und Libanon.
Nur bei den Sunniten ist der Dschihad des Schwertes gegen nichtgläubige erlaupt, und gibt es die Selbstmordattentäter die als Schahi-d-Märtyrer bezeichnet werden, und denen deshalb ein Platz im Paradies sicher ist.
Suizid auch für Schahi-d-Märtyrer gilt im schiitischen Islam als „Selbstmord“ und damit als Sünde, die im Jenseits mit der endlosen Wiederholung des Moments des Todes bestraft wird.

Also Iran ist der größte schiittischer Staat, danach kommen Iraq, Pakistan, Bahrein und Libanon

Nun im Schiittismus gliedert sich der Dschiad in vier grosse Hauptzweige:
Schiitische Theologen unterschieden zwischen dem sogenannten größeren Dschihad im Sinne eines spirituellen Kampfes gegen innere Gelüste und dem kleineren Dschihad im Sinne einer militärischen Konfrontation gegen einen äußeren Feind.
Dem entspricht die Betonung nicht-militärischer Aspekte der Dschihadpflicht vieler gegenwärtiger muslimischer Autoren, als auch muslimischer Asketen und Mystiker.

    * Den Dschihad des Herzens (dschihad bi l-qalb) als innerer, spiritueller Kampf gegen Untugend, Verführung zu moralisch verwerflichen Taten und Ignoranz.
    * Den verbalen Dschihad (dschihad bi l-lisan) durch das ständige Sprechen der Wahrheit und die Verbreitung des Islams auf friedlichem Wege. Hierzu gehört auch das öffentliche Sprechen der Wahrheit (haqq) unter einem ungerechten Herrscher.
    * Den Dschihad durch Taten, d.i. durch richtiges moralisches Verhalten (dschihad bi l-yad): Das Rechte gebieten und das Verwerfliche verbieten.
    * Den Dschihad des Schwertes, als militärischer Kampf auf dem Wege Gottes.

Mit diesem Verständnis richtet sich der Dschihad gegen das eigene Ich, gegen die „Triebseele“. Die Durchsetzung der Anweisung, das Rechte zu gebieten und das Verwerfliche zu verbieten, geschieht „mit der Zunge, mit der Hand und mit dem Schwert, je nachdem, wozu man imstande ist“. Die Asketen sehen im Kampf gegen sich selbst (mudschahadat an-nafs) das höchste Ideal. Nicht-militärische Auslegungen des Begriffs kommen ebenfalls in den entsprechenden Kapiteln der großen Hadithsammlungen vor. Unter anderem wird die Wallfahrt einer Frau nach Mekka (Haddsch), sowie der fürsorgliche Dienst an seinen Eltern, als Dschihad angesehen.

Die Schiitische Dschihadlehre unterschied sich von der gängigen sunnitischen hauptsächlich dadurch, dass nach schiitischem Verständnis nur der verborgene Imam dazu befähigt ist einen Dschihad zur Ausweitung des islamischen Machtbereichs zu führen, eine Verteidigung vor feindlichen Angriffen außerdem zwar erlaubt, aber kein Dschihad im solchen Sinne ist.

Die Bevölkerung des Irans ist zu 90% schiittisch (nicht wie bei uns, in unserem Glauben die Regel, nähmlich „Leichtgläubig“), sondern sondern in aller Regel, Religionsverbunden und Tiefgläubig. Somit stehen die schiittischen Gelehrten, wie zum Beispiel der so oft zittierte Ayatollah Khameneis, in der Verantwortung ihrem eigenen Volke gegenüber, können also nicht einfach etwas daherreden, dass sie dann im Nachhinein einfach vergessen. Da sie durch ein solches Verhalten sehr schnell die Akzeptanz im Volke verlieren würden.
Nun am 7.04.2010 hat sich der Ayatollah Khameneis ganz klar und unmissverständlich in der Form einer Fatwa zur Atomfrage geäussert. (In Ländern mit islamischem Recht werden Fatwas vor der Herausgabe meist von den nationalen Religionsführern diskutiert und beschlossen. Oftmals tun sie dies nicht völlig unabhängig von der Regierung. In solchen Fällen sind Fatwas kaum widersprüchlich und haben den Rang eines vollstreckbaren Gesetzes.)

Botschaft an die erste internationale Abrüstungskonferenz in Teheran
17-04-2010
Hier nur einige kleine Auszüge aus der Botschaft des Ayatollah Khameneis an die erste internationale Abrüstungskonferenz in Teheran.
….Vielleicht ist man mit der Vernebelung der Atmosphäre hinsichtlich des friedfertigen Nuklearprogramms der Islamischen Republik Iran unter anderem auch bestrebt, zu verhindern, dass die Völker in der Region sich ernsthaft diesem natürlichen und wertvollen Recht zuwenden. Aber nun behauptet der bisher einzige Atomverbrecher auf der Erde, angeblich die Verbreitung von Atomwaffen bekämpfen zu wollen, obwohl er mit Sicherheit keinen ernsthaften Schritt auf diesem Wege unternommen hat und niemals einen solchen unternehmen wird. Wenn die Behauptung der USA, die Verbreitung der Nuklearwaffen zu bekämpfen , ehrlich gemeint wäre, hätte sich dann das zionistische Regime überhaupt weigern können, die diesbezüglichen internationalen Bestimmungen insbesondere den NPT-Vertrag zu akzeptieren und hätte es die besetzten Gebiete Palästinas in ein Waffenarsenal zur Lagerung einer großen Anzahl von Atomwaffen umwandeln können?….
….Der Albtraum von einem Weltatomkrieg hält deshalb an, weil diese Staaten beharrlich an der Lagerung und Vermehrung sowie Stärkung der Zerstörungsmacht dieser Waffen festhalten, die keine andere Funktion hatten und haben als Erzeugung von Schrecken, Kollektivterror und Aufstellung einer scheinbaren Sicherheit durch Verhinderung der garantierten Vernichtung aller….
….Es sind unzählbare wirtschaftliche und menschliche Ressourcen für den unvernünftigen Wettbewerb eingesetzt worden, damit jede Großmacht zu der imaginären Macht gelangt, mehr als Tausende Male ihren Rivalen und die anderen Bewohner der Erdkugel darunter sich selber zu vernichten. Nicht ohne Grund wurde diese Strategie der Abschreckung, die auf garantierter gegenseitiger Vernichtung beruht, mit „Wahnsinn“ bezeichnet….
…Meiner Meinung nach stellen zusätzlich zu den Nuklearwaffen auch andere Massenvernichtungswaffen, wie chemische und biologische Waffen eine ernsthafte Gefahr für die Menschheit dar. Die iranische Nation, welche selber Opfer des Einsatzes chemischer Waffen wurde, spürt mehr als andere Völker die Gefahr, die von der Herstellung und Lagerung dieser Art von Waffen ausgeht und ist bereit, alle ihre Möglichkeiten auf dem Weg zu ihrer Bekämpfung einzusetzen….
Wir bezeichnen den Einsatz solcher Waffen als religionsrechtlich verboten, und sehen in dem Schutz der Menschenkinder vor diesem großen Unheil die Aufgabe aller.

Sejjed Ali Khamenei 27.1.1389 (16.4.2010)

Wer den ganzen Text lesen möchte: http://www.campaigniran.org/CASMII/index.php?q=node/9833
Oder hier, wenn man auch noch andere Botschaften lesen möchte:
http://german.khamenei.ir/index.php?option=com_content&task=view&id=690&Itemid=93

Tönt vernünftig, und ist, so glaube ich wenigstens, den meissten Menschen weltweit aus dem Herzen geschrieben.

Wieso will die Führung der westlichen Welt, dieser wahren und punktgenauen Aussage keinen Glauben schenken? Passt dieses Iran, unseren Herrschaften etwa nicht ins politische Kalkül?? Wahrscheinlich, ist unseren Obersten schon lange bewusst, dass der Iran nie Massenvernichtungswaffen haben wird, schlicht und einfach , weil diese nicht in seine religiöse-rechtlichen Anschauungen passen. Benützen unsere Kriegstreiber die Atombombenhysterie, um ans iranische Öl zu kommen oder wollen die amerikanischen Gotteskrieger wiedereinmal den bewaffneten Arm Gottes spielen.
Wenn dem nicht so ist, sollten wir dem Iran eine Chance geben, diese Aussagen zu verwirklichen. Zeit haben wir genug, den es ist weit, von 20% Anreicherung auf 87% Anreicherung für nukleare Waffen.

Denn 3º

Iran wird sich keine Argumente zu seinem Nuklearprogramm anhören, die nicht auch Indien, Pakistan, Israel und Nordkorea mit einbeziehen. All diese Regimes besitzen außerhalb des Atomwaffensperrvertrages Nuklearwaffen, und jedes einzelne von ihnen wird mit Milliarden US-Dollar unterstützt.
Zur Zeit unterstützen die USA Israel mit drei Milliarden Dollar und schirmen das Nuklearprogramm freiwillig von internationalen Inspektionen ab. Die USA haben Pakistan in den letzten zehn Jahren trotz dessen illegalen Waffenprogramms etwa 15 Milliarden Dollar zur Verfügung gestellt.
Die USA haben gerade erst einen Handelsvertrag mit Indien unterzeichnet, der direkt gegen den von den USA selbst verfassten Atomwaffensperrvertrag verstößt.
http://www.welt.de/politik/article2520769/USA-liefert-wieder-Nuklearbrennstoffe-an-Indien.html
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Israel

Bis jetzt, habe ich mich bewusst davor gedrückt, etwas über Israel zu schreiben. Ist das Thema doch klammgefährlich, denn als Nichtjude wird man dabei nur allzuschnell in die Antisemiten-ecke geschoben oder schlimmer als Judenhasser verschrien.
Ausserdem bin ich als ganz normaler, über Nahostnachdenkender Bürger, in der verzweifelten Lage, mein Gehirn zweiteilen zu müssen, wenn es um Israel geht. Da ist nähmlich das von Oben verortnete: Israel ist gut!- Israel ist Gerecht!- Israel macht alles richtig!- Die Bösen sind immer die andern!- Kritik an Israel ist Antisemitismus!
Und
der anderen Hälfte die sagt: Halt, da stimmt etwas nicht, dass Ganze ist unlogisch und zu wiedersprüchlich.
Wiedersprüchlichkeit in der Logik, akzeptiert ein gesundes menschliches Gehirn jedoch nicht, und sollte es doch, so hat es(das Gehirn), einen krankhaften Zustand erreicht.

Solch krankhaften Zustände, haben so manche „Rechts-draussen“ Israelis oder sonstige „Rechts-draussen Israelfreunde“ schon lange erreicht, wenn sie innerisraelische und innerjüdische Kritik als jüdischen Antisemitismus bezeichnen.
wenn:

„Wir werden Syrien in die Steinzeit zurückbomben, indem wir seine Kraftwerke, seine Häfen, seine Treibstofflager und seine gesamte strategischen Infrastruktur zerstören, falls die Hisbollah es wagen sollte, uns mit ballistische Raketen anzugreifen,“ drohte ein israelischer Minister letzte Woche vor einem kleinen Kreis von Vertrauten. Hisbollah = Libanon. Was hat Syrien damit zu tun…?

www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_10/LP10810_230410.pdf

Hier soll ja auch noch ein zweiter für die Taten des ersten büssen. Diese Art von Sachen, nennt man normalerweise Erpressung.
und ziemlich kurzbeinig die vorangegangene Anschuldigung über die Lieferung von Scutraketen.

Der britische Militärexperte Charles Heyman hält es derweil für unwahrscheinlich, dass die Hisbollah überhaupt an Scud-Raketen interessiert sein könnte. Als Guerillaorganisation müsse sich »die Hisbollah leicht bewegen wie Schmetterlinge und zustechen können wie Bienen. Sie braucht nichts, das herumtrampelt wie ein Ochse.« ziemlich logisch sollte man meinen!

www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/Syrien/scud.html

wenn:
der „Rechts-draussen Peres“ ganz ungehemmt und ohne Schamgefühl dem Deutschen Bundestag unter anderem erzählt,
„Seit Anbeginn seiner Existenz ist das jüdische Volk den Geboten: „Morde nicht!“, „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!“ und „Suche den Frieden und jage ihm nach!“ verpflichtet. – Unter allen Umständen und überall.“
Der realen Wirklichkeit, im heutigen Israel, entspricht diese Aussage nun wirklich nicht.
Aber vielleicht hat ja Peres ein anderes jüdisches Volk gemeint als dieses das heute in Israel haust.

wenn:
„Rechts-draussen“ Peres in der gleichen Rede fantasiert:
Unsere Siege haben jedoch den Gefahren kein Ende gesetzt. Es gelüstet uns nicht nach Gebieten, die uns nicht gehören Dieser (lustige) Mensch scheint tatsächlich davon auszugehen, dass wir hier im Westen, ein einig Volk von „Total Verblödeter“ sind.

Palestinas Landverlust 1946-2000

http://www.bundestag.de/kulturundgeschichte/geschichte/gastredner/peres/rede.html

wenn:
Dazu sei auch noch der israelische ehemaliger Syrien-Unterhändler Uri Saguy zitiert:

Israel fehlte der Mut zum Friedensschluss. Die Einigung mit Syrien war oft nahe, es fehlte allein der politische Mut. Jahrzehntelang stellte Israel die Syrer als Friedensverweigerer dar. Doch nun hat der ehemaliger israelischer Geheimdienstboss und Chefunterhändler Uri Saguy ausgepackt. Jitzchak Rabin, Benjamin Netanjahu, Ehud Barak, Ariel Scharon und Ehud Olmert: Die letzten fünf israelischen Regierungschefs sind verantwortlich dafür, dass bisher kein Frieden mit Syrien geschlossen wurde.

www.zeit.de/politik/2010-04/angst-vorm-frieden

wenn:
Die Israelis heute auf der suche nach einem jüdischen Gen sind, um die Blutsverwandschaft aller Juden zu beweisen.Es ist ganz einfach paradox. Für uns sind doch alle, die während der Nazizeit gesagt haben, alle Juden haben die gleiche Herkunft und sind blutsverwandt, Rassisten und Antisemiten. Wer heute das Gegenteil behauptet, wird auch als Rassist und Antisemit bezeichnet.
Es ist unfassbar, dass Peres scheinheilige Reden im Deutschen Bundestag hält, Während seine „Rechts-draussen“ Kolegen, versuchen, ein jüdisches Volk, über Rassenmerkmale zu definieren. Es ist ganz nebenbei gesagt sowieso nicht besoners logisch, denn sollte die Biebel die Wahrheit erzählen, und dass glauben ja die „Rechts-draussen“ und berufen sich dauernd darauf, dann stammt die ganze Menschheit aus der gleichen Ecke und hat den gleichen UR-UR-Grosspapi (Nach der Sintflut, gab es ja nur noch diesen).

Wie einfach ist doch das Leben wenn man jede Kritik ganz unverwunden als nicht zurechnungsfähig deklarieren kann.

Jedoch kommen wir zur Sache, was wird da eigentlich in Israel tatsächlich gekocht:

Religiöse Fanatiker auf beiden Seiten
von Siegfried Ullmann (Ich habe dies Zeilen vollständig vom Autor übernommen. Schon seit längerer Zeit denke ich über die Konfliktursachen in Nahost ähnlich)

Wer die ganze Analyse von Ullmann lesen möchte, http://www.palaestina-heute.de/Themen/Finkelstein_in_Berlin/22_2__Ullmann/Fanatiker/FanatikerJan.2010_1_.pdf

Leider gibt es im Nahen Osten nicht nur radikale Islamisten, sondern auch nationalistischorthodoxe Juden. Dabei zeigt sich, daß deren Religionen durchaus Gemeinsamkeiten haben.
Dem islamischen Todesurteil durch eine Fatwa (Rechtsgutachten) entspricht in gewisser Hinsicht der jüdische Fluch pulsa demura. Beide sollen den Tod der betroffenen Personen bewirken.
So hatte eine Gruppe von Rabbinern den damaligen israelischen Ministerpräsidenten Itzak Rabin mit diesem Fluch belegt. Rabin wurde daraufhin ermordet.
Die radikal-islamische Hamas verfolgt das Ziel, in Palästina einen auf dem Koran basierenden „Gottesstaat“ durchzusetzen. Sie lehnt also die sekuläre Ausrichtung der PLO ab. Genau so gibt es in Israel die fundamentalistisch-orthodoxen Juden, die einen jüdischen Staat auf der Grundlage der Halacha (gesetzlich normativer Teil des Talmud) mit ihren über 600 Geboten und Verboten, also einen jüdisch-orthodoxen „Gottesstaat“ anstreben. Deren Vertreter findet man vor allem bei den Siedlern.
Ein wesentlicher Auslöser der Konflikte mit den Palästinensern sind die nationalistischen und ultraorthodoxen Israelis, die sich auf ihre religiösen Schriften, also das Alte Testament berufen und alle, – die nach ihrer Überzeugung – dem jüdischen Volk von Gott gegebenen Gebiete, also auch das eroberte Westjordanland, für immer und ewig beanspruchen.
Ihre Parteien haben großen politischen Einfluß und sind ein wesentlicher Faktor für die Siedlungspolitik der israelischen Regierung, also für die ständige Enteignung und Terrorisierung des palästinensischen Volkes. Damit sind sie ein unversöhnlicher Gegner jeglicher Friedensregelungen, die mit der Rückgabe der besetzten Gebiete verbunden sind.
Es gibt also auch in Israel religiöse einflußreiche Fanatiker. Hierzu schrieb Avi Primor, der von 1993 bis 1999 Botschafter des israelischen Staates in Deutschland war, in seinem Buch „Terror als Vorwand“ : „Diese Menschen offenbaren der Öffentlichkeit diesen echten Glauben aber nicht, und ganz sicher nicht dem Ausland. Sie werden ihren Kampf immer mit ihrem Sicherheitsbedürfnis begründen und den Terror als Vorwand benutzen.“
Unterstützt werden die religiös motivierten israelischen Nationalisten von den amerikanischen Christfundamentalisten, wie von Primor beschrieben: „Sprecher der protestantischen Fundamentalisten in Amerika lehnen jegliche territoriale Zugeständnisse zugunsten der Palästinenser völlig ab: „Das ganze Land gehört nur den Juden. Sie dürfen darauf keineswegs verzichten, denn das würde den Verzicht auf eine göttliche Verheißung, also ein Sakrileg bedeuten.“ “ Die Wählerstimmen dieser christlichen Fundamentalisten, die ein ansonsten bushfreundlicher amerikanischer Journalist als bigott und „unsere Taliban“ bezeichnete, waren für George W. Bush schon bei den letzten Wahlen außerordentlich wichtig. Dies erklärt die Haltung der Bush-Regierung zur Palästinafrage und zur bedingungslosen Unterstützung Israels. Der christliche Funtamentalismus hat aber auch in Deutschland seine Anhänger, wie in der Zeitschrift „Im Lande der Bibel“ Nr. 2 / 2007 des Jerusalemvereins eingehend beschrieben wird. Demnach handelt es sich in erster Linie um evangelikal-fundamentalistische Christen. Nach deren Überzeugung ist die Rückkehr aller Juden – des Volkes Israel – in das Land Israel zu fördern. Dieses Land – in der Regel maximalistisch von Ägypten bis zum Euphrat, also bis nach Syrien hinein gedacht – gehört dann allein und uneingeschränkt den Juden.
Kompromißlösungen Israels mit den Arabern – Christen wie Muslimen – sind nach Auffassung der christlichen Funtamentalisten strikt abzulehnen, gelten sogar als „Teufelswerk“.
Eine Friedensregelung mit einer Zweistaatenlösung wird somit ebenfalls kategorisch abgelehnt. Schon der Rückzug aus dem Gazastreifen wurde als Verrat am göttlichen Welt- und Heilsplan heftig bekämpft.
Ludwig Schneider ( Journalist und lebt als sogenannter messianischer Jude mit seiner Familie seit 1978 in Jerusalem), der die „ Nachrichten aus Israel „verbreitet, sieht sogar die Notwendigkeit eines weiteren Krieges zur Eroberung des Tempelplatzes und schreibt „Daher heißt dieser Krieg Heiliger Krieg“. Dieser Krieg soll auch zur Eroberung von zentralen Teilen des Libanon und Syriens einschließlich Damaskus führen.

Ludwig Schneiderhttp://www.nahost-politik.de/deutschland/bjsd.htm

Na dann: Ein hoch auf die Welt und willkommen im Frühmittelalter

Auch wir sollten nicht wegschauen, wenn Menschen gedemütigt und vertrieben werden, sowie in ständiger Bedrängnis sind. Dabei sollten wir weder pro-israelisch noch proarabisch, noch proiranisch oder proamerikanisch, sondern pro-Menschen- und Völkerrecht sein.
In unseren freiheitlichen Landen gehört nicht viel Zivilcourage dazu, zumindest seine Stimme zu erheben und sich überall in der Welt für die Unterdrückten und für einen gerechten Frieden einzusetzen. „Wer schweigt, erweckt den Anschein, als stimme er zu.“ (Papst Bonifatius VIII) Und für alle Beteiligten des Nahostkonflikts gilt die Mahnung des biblischen Salomon „Wer den Weg der Einsicht verläßt, begibt sich in die Gesellschaft von lebenden Toten“.

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